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Mundartchansons erstmals als Downloads erhältlich!

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Stille und Stimme

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Tipps zu den Themen 'Zentrierung' und 'Erdung'

In diesem Kapitel benutze ich den japanischen Begriff "Hara", welcher - gemäss östlichem Verständnis - ein "Kraftzentrum" im menschlichen Körper bezeichnet. Auch in der chinesischen Medizin ist dieser Punkt (knapp unter dem Bauchnabel) ein Ort, an dem sich die Energie eines Menschen sammelt.
Die Stärkung des Hara bedeutet, dass wir aus uns selber Kraft schöpfen und Kräfte sammeln können, - nicht nur körperliche, sondern auch seelische und geistige Kräfte. Das Bewusstsein über einen "Sammelpunkt der inneren Kraft" kann hochsensiblen Menschen helfen, der Gefahr von Überreizung im wahrsten Sinne des Wortes besser "Stand zu halten". Es ist wichtig, den ganzheitlichen Charakter des hier gebrauchten Kraftbegriffs zu verstehen: es geht nicht (nur) um Körperkraft. Auch ein zart gebauter Mensch kann ein starkes Hara entwickeln - und lernen, auf das innere Kraftpotenzial zu fokussieren.

Ohne ein stabiles Hara kann uns alles, was uns im Leben begegnet, immer wieder "aus unserer Mitte werfen" und von ihr ablenken. Um das Bild des Rades zu verwenden: der unzentrierte Mensch verweilt immer in den vielen verschiedenen Speichen des Rades und an der Peripherie, der zentrierte bleibt im Mittelpunkt, in der Nabe.

Zentrierung ("Centering") alleine genügt jedoch nicht: die Kraft, die wir in uns sammeln und zentrieren, muss gleichzeitig auch geerdet sein (Erdung - "Grounding"), um im Alltag lebendig werden zu können.
Im übertragenen Sinne hilft uns eine gute Erdung auch, unsere Kraft auf den "Boden der Realität" zu bringen, so dass zum Beispiel Pläne und Ideen verwirklicht werden können und es nicht nur bei der guten Idee bleibt.

Zentrierung und Erdung bedingen und ergänzen einander: wenn wir "mit beiden Füssen auf dem Boden stehen" und unsere "Kraft im Bauch" spüren, verlieren wir auch nicht mehr so schnell unser Gleichgewicht und lernen, besser für uns einzustehen.

Tipps für Zentrierung
Tipps für Erdung

Dieses Bild mit den Ästen, "die sich zum Himmel wenden", möchte ich noch kurz aufnehmen: Wenn wir lernen, uns zu zentrieren und zu erden, bedeutet dies nicht, dass wir nun schwer, allzu schwer... werden, bis wir "im Boden fast versinken..." Die Erfahrung zeigt vielmehr, dass ein Pendel, welches in eine Richtung schwingt, ebenso weit auch in die andere Richtung zurückschwingen wird. Mit anderen Worten: Je tiefer unsere Verankerung im 'Hier und Jetzt' ist, desto grösser werden gleichzeitig unsere Möglichkeiten, uns "dem Himmel zu öffnen"... (was immer das für jede und jeden persönlich bedeuten mag.)

Und schliesslich noch ein kleiner Exkurs: Wer daran zweifelt, dass man den "Energiefluss" im Körper spüren und beeinflussen kann, soll folgenden "Haltungs-Test" ausprobieren:
Negative Haltung: Strecken Sie zuerst die Beine steif durch, der Rücken ist leicht gebeugt, der Blick gesenkt, lassen Sie Arme und Hände vorne schlaff herunter hängen und atmen Sie oberflächlich. Bleiben Sie eine Weile in dieser Haltung und nehmen Sie wahr, wie sich das anfühlt.
Positive Haltung: Wechseln Sie dann zu folgender Haltung: Die Beine sind locker, die Knie leicht gebeugt, der Rücken ist aufgerichtet, der offene Blick geht geradeaus, bringen Sie eine leichte, 'gesunde' Spannung in Arme und Hände, und legen Sie die Hände auf Ihren Bauch, atmen Sie bewusst, langsam und tief.

Ich bin fast sicher, dass Sie einen Unterschied in Ihrer Befindlichkeit feststellen werden. :-)

Der Baum, das geerdete Wesen

Kein anderes Lebewesen zeigt uns so eindrücklich was es heisst, geerdet und verwurzelt zu sein. Bäume, die einerseits starke Wurzeln haben ("Stabilität"), andererseits aber biegsame Stämme und Äste ("Flexibilität"), können den "Sturmwinden des Lebens" am besten Stand halten.