neu auf facebook

mehr

Mundartchansons erstmals als Downloads erhältlich!

Sämtliche Mundart-Chansons von Marianne Schauwecker (Solo CDs) und vom Trio 'SAITENsprung ARTiger Frauen' (Trio-CDs) sind ab sofort im Internet auch als Downloads verfügbar!

mehr

Stille und Stimme

Feierabendmeditiationen im Zürcher Grossmünster

mehr

"Wie soll ich mich bloss entscheiden?"

"Es gibt Menschen, die sehr entschieden sind, wenn es darum geht, Entscheidungen zu vermeiden."
Brendan Francis

Gründe für Entscheidungsschwierigkeiten

Immer wieder kommen wir in unserem Leben an wichtige "Weggabelungen" und fühlen uns wie "Herkules am Scheideweg": Welcher Weg ist der "richtige" für uns? Viele Menschen lassen sich von dieser Frage so verunsichern, dass notwendige Entscheidungen sie lähmen und in Krisen stürzen können - aus Angst, sich falsch zu entscheiden oder aus allzu perfekten Vorstellungen heraus. Sie schieben Entscheidungen von sich - oder warten so lange, bis der Entscheid sich durch die Umstände aufdrängt und sich damit ihrer Entscheidungsfreiheit entzieht.

Gründe für eine Entscheidungsschwäche wurzeln meistens tief und bestimmen das gesamte Leben, welches täglich geprägt ist von unzähligen grossen und kleinen, bewussten und unbewussten Entscheidungen. Existiert in diesem Bereich unserer Persönlichkeit eine Blockierung, hat diese Tatsache deshalb auch eine 'entscheidende' Wirkung auf unser Leben. Erforschen wir darum, was uns hemmt und was sich ändern würde, wenn wir 'entscheidungsfreudiger' wären.

Letzthin fragte ich eine Freundin, ob sie das Buchmanuskript, welches sie jetzt dann ihrem Verlag abgeben muss, vollendet habe. Sie bejahte - - und dann kam der Satz, an welchem ich hängen blieb: "Aber man könnte natürlich alles auch ganz anders schreiben". Genau das ist einer der Gründe, warum uns Menschen das Entscheiden häufig so schwer fällt: die "Auswahl" kann schlicht zu gross sein! Man könnte tatsächlich alles immer wieder "auch ganz anders machen"!
Darum kommt man sich vor einer Entscheidung oft so unsicher vor wie ein kleines Kind, das vor einem Gestell mit verschiedenen Süssigkeiten steht und sich zum Geburtstag aus dem ganzen Reichtum EINE Süssigkeit auswählen darf. Für ein kleines Kind ist das ein schwieriges Unterfangen, denn es spürt sehr wohl, dass es mit seiner Entscheidung gleichzeitig auf alle anderen Süssigkeiten im Regal verzichten muss. Das Wort "ent-scheiden" drückt dies bereits aus: mit meiner Auswahl "scheide" ich mich gleichzeitig von sämtlichen anderen Möglichkeiten.

Viele hochsensible Menschen leiden unter Entscheidungsschwierigkeiten, weil sie in einer Entscheidungssituation zu viele mögliche Wege vor sich sehen, was trotz positiver Aspekte (z.B. einer sehr differenzierten Entscheidungsgrundlage) lähmend wirken kann: "Wie soll ich mich nur entscheiden bei all dem Dafür und Dagegen"? Daraus kann ein ähnlicher Zustand entstehen wie bei Überstimulation: die verschiedenen Entscheidungsmöglichkeiten können letztlich überfordernd wirken, und es entsteht ein "Entscheidungsstress".

Wege zur Entscheidung

"Entscheidungen, 'was tun' und 'welchen Weg wählen', sollten nicht gemacht werden; sie sollten entdeckt werden. Das Leben ist ganz und vollständig, und sogar wenn du es vielleicht in Teilen wahrnimmst, gibt es immer eine richtige Antwort‚ die in den 'Strömungen von Kraft und Weisheit' bereits enthalten ist. Es ist das Wissen in dir, das über das bewusste Denken hinausgeht. Wenn du tief hinhörst, wirst du das richtige Wort hören - und die Richtungen werden sich dir einfach enthüllen. Dies bedeutet nicht, dass du nichts tun - und einfach sagen sollst, 'oh es wird schon irgendwie gehen, ich warte einfach darauf, geführt zu werden'. Wenn du dich nämlich in eine kraftvolle Quelle einschaltest oder einen Lichtschalter andrehst, gibt es keine Verspätung im 'Fluss'. Halte still und wisse, dass du in diesem Fluss bist - dann bewege dich mit ihm."
Eric Butterworth

Geht es Ihnen nicht auch so, dass dieser Satz - Entscheidungen sollten nicht gemacht, sondern entdeckt werden - Sie fasziniert und zum 'Forschen' anregt? Wir sind offenbar daran gewöhnt, unsere Entscheidungen zu "machen", - und dies meistens mit dem Kopf: wir denken angestrengt nach und geraten in Gedankenkarussells und gedankliche Pattsituationen, die oft nicht zu Lösungen führen. Dann fragen wir Freunde, was sie tun würden, was zusätzlich verwirrend sein kann, hat doch jede und jeder wieder eine neue 'beste' Lösung zur Hand. So funktioniert es also oft nicht.
Aber auch das Gegenteil ("nichts tun" und fatalistisch auf "Führung" warten...) scheint nicht die Lösung zu sein.

Fragen wir uns also: Wie würde ein 'goldener Mittelweg' aussehen?

Anregungen zur Reflexion

Konkrete Tipps

Entscheidungsfähigkeit kann man im Alltag auch konkret "trainieren": Für HSP, die sich ihre Tage selber sinnvoll gestalten müssen, die also nicht z.B. durch eine Arbeitsstelle automatisch eine gewisse Struktur erfahren, sind diese Tipps besonders wichtig. Ein "ungeformter" Tag, der vor einem liegt, kann lähmend wirken, selbst dann, wenn viele Arbeiten zu tun wären...

"Du kannst nie wissen, was die Resultate Deiner Taten sein werden. Aber wenn Du nichts tust, wird es nie ein Resultat geben."
Mahatma Gandhi