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Mundartchansons erstmals als Downloads erhältlich!

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Stille und Stimme

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Weihnachtsgruss von Georg Parlow

Mit Erlaubnis von Georg Parlow veröffentliche ich hier seine einführenden Worte zum Weihnachts-Newsletter vom Dezember 2010 der Website www.zartbesaitet.net.

Diese Worte haben mich berührt, und ich finde, sie passen nicht nur in die Weihnachtszeit hinein, sondern dürfen uns ruhig noch weiter ins neue Jahr hinein begleiten. Danke, Georg Parlow.
Allen Besucherinnen und Besuchern von www.hochsensibilitaet.ch von Herzen alles Gute für die kommenden Jahre,
Marianne Schauwecker

(Wer den Newsletter von zartbesaitet.net bestellen möchte, kann dies über folgende Mailadresse tun: ja.eZeitung@zartbesaitet.net)

Liebe Abonnenten, Freunde und Interessierte:

Advent, Weihnachten - das ist eine Zeit, in der es uns vom Verein 'zart besaitet' besonders schwer fällt, einleitende oder begleitende Worte für diesen Newsletter zu finden. Das hat ganz verschiedene Gründe, denke ich. Einerseits ist es einfach eine anstrengende Zeit für moderne Menschen insgesamt, und für uns HSP ganz im Speziellen. Der Stress durch die eingebildeten oder tatsächlichen Erwartungshaltungen rund um ritualisiertes Schenken, die Spannungsbögen zwischen Betulichkeit, Worthülsen, Konsumrausch, aufrichtiger Liebe für Menschen, das Bedürfnis wohl zu tun, der Anspruch auf Authentizität und Ehrlichkeit, Sehnsucht nach Frieden, das Wissen um das Leid in der Welt, Zukunftsängste - all das scheint in der Weihnachtszeit noch stärker als sonst hochzuwallen. Ungeliebte soziale Verpflichtungen, allgegenwärtige Punschgelage und Keksattacken, und für viele auch der Lichtmangel tun in dieser dunklen Jahrszeit ein Übriges. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass für viele von uns die Weihnachtszeit schon in der Kindheit begleitet war vom Stress der Eltern, und somit auf tiefer Ebene verknüpft ist damit, geradezu dazugehört. So sind wir selbst nicht immun gegen den Weihnachtsstress, und fragen uns was man Menschen in solch einer Situation wohl am besten mitgibt?

Die erwähnte Spannung zwischen der Vermeidung von abgegriffenen Phrasen einerseits und der Tatsache, dass alle erdenklichen Aspekte des Weihnachtsthemas seit Jahren von unzähligen kreativen Köpfen, Journalisten, Werbetextern und anderen Berufs-Originellen vielfältigst durchgekaut worden sind andererseits, macht das Schreiben nicht leichter.

Aber ich glaube das Schwierigste für mich beim Schreiben eines Weihnachtstextes ist es, dass ich mich gegen die Rolle des Rufers in der Wüste sperre. Wenn ich in mein Herz höre, möchte ich schreiben über die Bedeutung einer lebendigen Beziehung zu Gott, über meinen Schmerz über die Verirrungen der Menschen und die daraus resultierenden Leiden, über die Enthaltsamkeit als Werkzeug zur Ausrichtung auf Wesentliches (schließlich war die Adventzeit in meiner Kindheit noch Fastenzeit, Kekse gab es erst ab Weihnachten und nicht davor) und Ähnliches mehr. Aber ehrlich gesagt traue ich mich das nicht - ich fühle mich dazu nicht berufen, nicht befähigt, nicht Vorbild genug, und mein Harmoniebedürfnis macht es mir schwer, Menschen vor den Kopf zu stoßen. Deshalb nehme ich davon Abstand, nicht ohne eine gewisse Scham, und lasse es nur so indirekt ein wenig einfließen.

Ich wünsche Ihnen, euch und uns allen Gottes Segen!
Georg Parlow