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Wandern und Natur als 'Nahrung'

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Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führt.
(afrikanisches Sprichwort)

Hochsensible Menschen pflegen oft eine besonders intensive Beziehung zur Natur. Wenn Kontakt zum Mitmenschen schwierig und anstrengend wird, kann der Kontakt zur Natur und zu Tieren zum Ausgleich, zur Erholung und zur ganz besonderen 'Seelen-Nahrung' werden. Naturerfahrung und Kontakt zu unseren Mitwesen aus der Tierwelt kann Überstimulation ausgleichen, den überanstrengten "Kopf auslüften", die irritierten Sinne beruhigen...

Dieses Kapitel bringt in loser Folge Berichte und Erfahrungen, Erlebnisse und Gedanken der Autorin - beim Wandern und im Kontakt mit der Natur.

Schritt für Schritt
Wandern - besonders "Fernwandern" und "Pilgern" - bedeuten mir Zugang zur Natur als ganz besondere 'Nahrungsquelle'. Wandern ist mir gleichzeitig Erholung und gesunde Anstrengung, Meditation und Grenzerfahrung, Stille, Rhythmus und Zugang zu meiner Spiritualität. Der innere Lärm verstummt, das komplexe Leben reduziert sich Schritt für Schritt auf ein einfaches Vorwärtsgehen auf einem Weg - Sinnbild des Lebensweges. Dadurch werde auch ich einfacher. Und offen für ein intuitives Lernen, Schritt für Schritt. Das Notwendige, reduziert auf das Nötigste, wird auf dem Rücken mitgetragen. Müdigkeit und Erschöpfung wechseln sich ab mit Leichtigkeit und Glücksgefühl. Sonne und Regen, Wind, Kälte und Hitze. Alte Wertungen verschwinden. Regen, Nebel, Feuchtigkeit enthüllen ihre Schönheiten. Wie im Alltag falle ich manchmal aus meinem Rhythmus, fühle mich verloren, möchte aufgeben und sehe keinen Sinn mehr, gehe einfach weiter und finde im 'Schritt für Schritt' wieder zurück zum Rhythmus und zur inneren Wärme. Seit ich häufig wandere, fühle ich mich heiler. Naturbilder, -klänge, -töne, -düfte ernähren mich, erfüllen mich und lassen mich fühlen, dass ich getragen bin von etwas, was grösser ist als ich. Meine Augen öffnen sich für Kleinigkeiten, nicht nur für die grossen Horizonte, die farbigen Sonnenuntergänge und die prächtigen Aussichten, sondern auch für die unzähligen "unscheinbaren" Schönheiten am Weg.

Loslassen
Der Weg ist steil, ich schwitze, möchte einen Wanderstock finden, um meine müden Gelenke zu unterstützen. Zerre an einem vermeintlich losen Ast, der sich eignen würde, - der Ast widersetzt sich mir, lässt sich nicht zwingen. Nocheinmal versuche ich es. Ein nächster Stecken bricht sofort entzwei. Wie schnell ich wütend werden kann! Aber ich zerre und zwinge vergeblich und lasse mein Wollen und meine Wut schliesslich los. "Dann muss es eben nicht sein. Dann warte ich, bis es sich ergibt." Genau in diesem Augenblick reicht mir mein Partner einen Wanderstab, den er - ohne von meinem Kampf zu wissen - für mich bereit gemacht hat. Ich bin berührt und nehme die Lektion an: wenn ich aufhöre, die Dinge erzwingen zu wollen, ergeben sie sich von selbst, alles zu seiner Zeit.

Stille
Von der belebten Strasse gehe ich fort - in den Wald hinein. Strassen- und Baulärm lassen mich die Vögel und den kleinen Bach noch nicht hören. "Bald wird es still sein..." Beim Weitergehen wird das Bachgemurmel langsam hörbar, und ich bin wieder fasziniert von der Weite des Raums, die in meinen Ohren entsteht, wenn ich dem Vogelgezwitscher zuhöre. Und plötzlich, während ich weiter in den Wald vordringe, erfahre ich es ganz deutlich: Die Stille "kommt" nicht, sie war immer schon da - auch mitten im Strassenlärm. Sie liegt seit Ewigkeiten wie ein feiner Mantel über allem und in allem. Und es liegt an mir, ob ich sie auch im Lärm noch wahrnehmen kann.
Später wandere ich denselben Weg und suche "meine Stille"... Doch begegne ich dieses Mal einer Gruppe von Holzfällern mit mindestens drei jaulenden Motorsägen... Es ist, als ob mich die Stille humorvoll daran erinnern möchte: "Du findest mich nicht, wenn du mich nur aussen suchst!"

"Öffne die Türe zu deiner Ruhe", sagte der indische Weise Paramahansa Yogananda, "und lasse die Schritte der Stille langsam in den Tempel all Deiner Aktivitäten eintreten..."

sich führen lassen
Die Dinge wiederholen sich, wir kommen nicht zur Ruhe, fühlen uns müde vom Kampf. Es kann nicht die Lösung sein, dass wir es endlich erreichen, dass "alles gut wird". Es kommt uns immer wieder irgendetwas Neues in die Quere. Lern-Stolpersteine!
Unsere Sicht können wir ändern, nicht den Lauf des Lebens.
Wenn beim Wandern immer wieder die Erfahrung aufsteigt, dass wir geführt sind - und wir im "normalen Leben" dann wieder davon abkommen... kein Wunder kann das Leben zur Last werden.
Wie wäre es, das Geführtsein zu verinnerlichen, danach zu leben, im Vertrauen, dass letztlich immer ein Zeltplatz auf uns wartet?
Wir tragen nicht die Welt auf unseren Schultern, sondern sie trägt uns.

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