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Marianne Schauwecker - Alb

aus Zollikon bei Zürich, Schweiz

Stimmausdruckstherapeutin - "Stimme als Weg"
Musiktherapeutin
Information und Rat für hochsensible Menschen

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Häufig wird man gefragt: "Wie war das bei dir, wie hast du das Thema

Hochsensibilität

entdeckt?" Bei mir war das so:

Während der Therapieausbildung eröffnete ich 1996 meine Praxis als Stimmausdrucks- und Musiktherapeutin und nahm im Jahr 2001 zusätzlich für drei Jahre eine Stelle als Musik- und Stimmausdruckstherapeutin in einer psychiatrischen Klinik an.

Hinter den Gesichtern und Geschichten dieser Menschen, die zu mir in die Musiktherapie kamen, entdeckte ich bald ein hohes Potenzial an Sensibilität. Diese Menschen hatten fast alle etwas gemeinsam: sie waren sehr verletzlich, sehr empfindlich, sehr störbar, sehr empfindsam und einfühlsam - und häufig auch sehr begabt. Da lag offenbar durch die psychische Erkrankung viel persönliches Potenzial brach. Ich schaute in den internationalen Registern über psychische Störungen nach und sah, dass in vielen psychiatrischen Krankheitsbildern der Begriff der schnellen und hohen Erregbarkeit, der Überempfindlichkeit und der 'erhöhten Vulnerabilität' (Verletzlichkeit) zu den Symptomen der betreffenden Krankheit gehörten.

Da musste es doch eine Art 'Wesenszug' geben, der sich gleichzeitig als Begabung, jedoch offensichtlich auch als Erschwerung im Leben manifestieren konnte? Mit diesem Gefühl machte ich mich im Internet breit und "googelte" diverse Begriffe, bis ich endlich auf Elaine Aron und ihre Forschungen über Hochsensibilität stiess.
Bisher war ich das Thema rein theoretisch angegangen, jetzt wurde mir klar, dass es auch mich persönlich stark betraf. Wie viele HSP erlebte ich damals den Wechsel von "Vorher" zu "Nachher", die grosse Erleichterung, nicht "falsch" zu sein und immer "seltsam zu reagieren", sondern lediglich einer Gruppe von Menschen anzugehören, deren Wahrnehmung nicht dem Durchschnitt entspricht.

Gleichzeitig wusste ich, dass ich zu diesem neuen Gebiet in der Psychologie etwas beitragen wollte zur Information und Unterstützung von anderen hochsensiblen Menschen, denn zu dieser Zeit gab es erst zwei deutschsprachige Bücher über Hochsensibilität nach E. Aron - und etwa drei deutschsprachige Websites.
Zu meinem Erfahrungsschatz aus der Psychiatrie kam nun noch der persönliche Erfahrungsschatz hinzu, der mir immer klarer wurde. Ich begann mein Leben und meine Reaktionsweisen besser zu verstehen und wurde immer wacher und hellhöriger für das Thema Hochsensibilität.

Doch die Arbeit in der Psychiatrie, die ich in ein bereits recht volles Leben gepackt hatte, begann nach drei Jahren an meiner Substanz zu nagen. Ich wollte nicht wahrhaben, dass ich langsam in ein Burnout hinein schlitterte, denn die Arbeit in der Klinik gefiel mir sehr gut.
Die zeitliche Überforderung, die wachsende Erschöpfung und auch die Tatsache, dass ich mit meiner 'dünnen Haut' zu viel aufnahm von den schweren, schwierigen Geschichten und Krankheiten der Menschen in der Klinik, führten schliesslich dazu, dass ich fast fluchtartig kündigen musste - und in einer lange andauernden Genesungszeit erfahren musste, was es heisst, ausgebrannt zu sein.
Es war eine deutliche Botschaft, endlich dem Dauerstress in meinem Leben ein Ende zu setzen.

An einen Beitrag zum Thema Hochsensibilität konnte ich in jener Burnout-Zeit noch nicht denken, aber ich begann nun automatisch, mein neues Wissen in meine therapeutische Arbeit in der Privatpraxis einzuflechten. Mein Blick für hochsensible Menschen war geschärft, und ich verhalf nun auch anderen zur Erkenntnis ihrer Hochsensibilität.

Und irgendwann ergab es sich dann, dass sich der zündende Gedanke zur Website in meinem Kopf festsetzte. Wie es im Leben manchmal so läuft, traf ich kurz darauf die ideale Website-Fachfrau, die zudem gerade noch einen Kurs anbot, damit ich von nun an (ab 2007) selbständig an dem arbeiten konnte, was hier mittlerweile vorliegt.

Ich bin dankbar für dieses "Fenster zur Welt", das mir neben meiner sonstigen Arbeit erlaubt, an diesem wichtigen Thema mit zu arbeiten und die wachsende Vernetzung zu spüren.

Hoffentlich wird es mit vereinten Kräften mit der Zeit Realität, dass hochsensible Menschen nicht mehr an sich selber zweifeln müssen, sondern - möglichst schon von Kindheit an - informiert werden und dazu stehen können, dass ihre Hochsensibilität ein Potenzial darstellt, ein 'Schatz' in den Tiefen der Persönlichkeit, der darauf wartet, von uns gehoben zu werden.

M.Sch.

Copyright

Marianne Schauwecker besitzt das Copyright für ihre Texte und Fotos und ist Mitglied der Pro Litteris, der schweizerischen Urheberrechtsgesellschaft für Literatur und bildende Kunst, sowie der SUISA, der schweizerischen Gesellschaft für die Rechte der Urheber musikalischer Werke.

Im Sinne einer Vernetzung von HSP finde ich es wichtig, dass Informationen über Hochsensibilität auch verbreitet werden können. Bei Verwendung von Texten aus dieser Website bin ich Ihnen dankbar, wenn Sie mich als Urheberin zitieren, z.B. "www.hochsensibilitaet.ch, Marianne Schauwecker".

Veränderungen der Texte sind ohne Zustimmung nicht erlaubt. (Es kommt leider immer wieder vor, dass Texte von dieser Website übernommen, leicht abgeändert und dann als 'eigene Texte' ohne Quellenangabe veröffentlicht werden, was dem Gebot der Fairness widerspricht.)

Falls Sie längere Textabschnitte aus dieser Website verwenden möchten, setzen Sie sich doch bitte mit mir über das Kontaktformular in Verbindung.

Danke schön, wenn Sie Texte als 'geistiges Eigentum' respektieren.
Dezember 2007, Marianne Schauwecker

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