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Wissenschaftliche Forschung / Literatur

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  • Der wissenschaftliche Begriff 'Sensory-Processing-Sensitivity (S.P.S.)'
  • Der umgangssprachliche Begriff 'Hochsensibilität'
  • Ursprünge der Forschung / Prozentualer Anteil an der Bevölkerung (15-20 Prozent)
  • Ist Hochsensibilität angeboren oder erworben? / Kontroversen
  • Zielsetzung dieser Website
  • Literatur-Links

Elaine N. Aron
(Foto von E. Aron zur Verfügung gestellt)

Dr. Elaine N. Aron, USA, Psychotherapeutin und Universitätsprofessorin, gilt als die Pionierin im Gebiet der Hochsensibilität, indem sie das - schon vor Jahren beschriebene Phänomen wissenschaftlich zu erforschen und aufzuarbeiten begann.
Sie veröffentlichte 1997 erstmals einen Artikel über das Thema in einer sehr angesehenen wissenschaftlichen Zeitschrift in den USA ('Journal of Personality and Social Psychology'), und sie prägte auch den Namen "the Highly Sensitive Person" (HSP), "die hochsensible Person".
Mit ihrem Buch "The Highly Sensitive Person - How to Thrive When the World Overwhelms You" machte sie das Thema einem grösseren Publikum zugänglich und stiess damit auf grosses Interesse. (Deutsche Ausgabe: "Sind Sie hochsensibel? Wie Sie Ihre Empfindsamkeit erkennen, verstehen und nutzen").

Der wissenschaftliche Begriff 'Sensory-Processing Sensitivity (S.P.S.)'

Als wissenschaftlichen Ausdruck benutzt Aron den Ausdruck "Sensory-Processing Sensitivity (S.P.S.)", welcher auf eine "besondere Konstitution der Reize verarbeitenden neuronalen Systeme" hinweist (Zitat Wikipedia). Obwohl die wissenschaftliche Forschung noch in den Anfängen steckt, ist sie auf einem guten Weg: Sowohl Elaine Aron wie auch Teams an anderen Universitäten belegen bereits durch neurologische Untersuchungen, dass diverse Gehirnregionen von HSP stärker auf äussere Reize reagieren als diejenigen des nicht hochsensiblen Durchschnitts. Ein Beispiel: Probanden wurden während einer Magnetresonanztomographie (MRT/MRI) optischen Vergleichstests unterzogen: Dabei wiesen die hochsensiblen Probanden gegenüber den nicht hochsensiblen schon bei geringen Veränderungen eine signifikant höhere Aktivierung von Hirnregionen für optische Verarbeitung höherer Ordnung auf, ebenso wurde das rechte Kleinhirn stärker stimuliert.

Von einer neueren naturwissenschaftlichen Untersuchung wurde am 26.2.14 auf 3sat in der Sendung nano berichtet: "Hochsensibilität - Zu viele Reize"

Hier noch zwei Kurzfilme mit Elaine Aron auf Youtube (in Englisch): Einführung ins Thema und Interview "The highly sensitive person".

Der umgangssprachliche Begriff 'Hochsensibilität'

Über den am häufigsten verwendeten Ausdruck 'Hochsensibilität' liegen kontroverse Ansichten vor, siehe dazu u.a. einen Beitrag auf dieser Website: "hochsensibel" oder "hochsensitiv"? Etymologie und Kontroverse

Ursprünge der Forschung / Prozentualer Anteil an der Bevölkerung (15-20 Prozent)

Über den häufig erwähnten Prozentsatz von 15 bis 20 Prozent, welcher dem hochsensiblen Teil der Bevölkerung zugeschrieben wird, habe ich u.a. folgende Aussagen gefunden: Der HS-Pionier im deutschsprachigen Raum, Georg Parlow (Buch "Zart besaitet", Festland Verlag, 2003), nennt ihn "speziesübergreifend und ziemlich stabil" und führt (ausführlicher als Aron) unter anderem auf S.48 z.B. Untersuchungen von Iwan Pawlow (1849-1936) an, welcher anlässlich von Belastbarkeitstests bei 15 bis 20 Prozent der Probanden eine sogenannte "transmarginale Hemmung" feststellte (eine Art "dicht machen"), mit welcher diese sensibleren Probanden auf Belastung reagierten. Wer eine ausführlichere Übersicht über diese und verwandte Forschungen sucht, findet bei Georg Parlow im selben Kapitel noch weitere, die These unterstützende Hinweise (z.B. auf Jerome Kagan, Alice Miller, C.G. Jung).

Das Thema 'Hochsensibilität' geht also auf alte Wurzeln zurück, und es gibt auch frühere Pioniere, die "das Kind bereits beim Namen nannten", jedoch noch nicht genügend Aufmerksamkeit erfuhren, um dem Thema zum Durchbruch zu verhelfen. Zu erwähnen ist diesbezüglich z.B. die Studie in der Kindler-Reihe "Geist und Psyche" von Eduard Schweingruber, Theologe und Psychiater, mit dem Titel "Der sensible Mensch" (1945). Eine Zusammenfassung des Buches findet sich bei emj57.wordpress.com. Antiquarisch ist das Büchlein manchmal noch erhältlich.

Samuel Pfeifer führt in seinem Buch "Der sensible Mensch" (Brockhaus Verlag, 5. Auflage 2006) auf S.25 die Babyforschung an: offenbar reagieren etwa 15 bis 20 Prozent der Säuglinge auf diverse Reizquellen (z.B. überraschende Geräusche) mit signifikant mehr Anzeichen von ausgeprägtem Unbehagen als die Mehrheit der Kinder.
Häufig werden auch biologische Untersuchungen angeführt, die im Tierreich, unabhängig von der Tierart, eruiert haben sollen, dass Hochsensibilität (mit einem ähnlichen Prozentsatz) auch im Tierreich vorkommt.

Ist Hochsensibilität angeboren oder erworben? / Kontroversen

Neue Gebiete in wissenschaftlichen Bereichen haben es zu Beginn nicht einfach, anerkannt zu werden, da Wissenschaftlichkeit natürlich hohe Anforderungen an die Erforschung des entsprechenden Themas stellen muss. (Siehe dazu eine Kurzerklärung auf hochsensibel.org bei Regelmässig gestellte Fragen: "5. Ist das Ganze wissenschaftlich anerkannt?") So wird das Thema teilweise kontrovers diskutiert.

Es gibt Autoren, die Aron vorwerfen, dass sie die Ergebnisse der Traumaforschung zu wenig berücksichtige: diese belegt, dass Menschen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung sämtliche Anzeichen einer HS aufweisen können. Auf dieser Website findet sich zu diesem Thema ein wissenschaftlicher Beitrag von Dr. Barbara Schmugge: "Traumafolgestörung und Hochsensibilität".

Generell wird jedoch in den meisten Werken der HS-Pioniere (auch bei Aron) nicht ausgeschlossen, dass Hochsensibilität bei einem kleinen Prozentsatz der Betroffenen auch erworben sein kann, z.B. auf Grund von Traumata, belastenden Erlebnissen oder Dauerstress.

Das Hauptgewicht liegt bis jetzt jedoch auf der Theorie der angeborenen, ererbten, also genetisch bedingten Hochsensibilität.
Aron führt u.a. die Zwillingsforschung an, um zu belegen, dass HS hauptsächlich genetisch bedingt sei (siehe "Sind sie hochsensibel?", mvg Verlag, 2005, S.39 und S.53) und macht auch darauf aufmerksam, dass man häufig eine familiäre Linie nachweisen kann von Vor- und Nachfahren, die hochsensibel sind - im Gegensatz zur Linie der normalsensiblen Familienmitglieder.

Man könnte auch schlussfolgern, dass wohl kaum ein immer etwa gleich bleibender Bevölkerungsanteil (15-20 Prozent HS-Betroffene) traumatisiert worden - und daher hochsensibel geworden ist.

Die Angstforschung (z.B. J. Kagan) greift das Thema indirekt auf, indem sie von der "hochreaktiven Persönlichkeit" spricht (angeborene Ängstlichkeit): die Ähnlichkeit der Beschreibungen mit denen der hochsensiblen Persönlichkeit ist nicht zu übersehen. Siehe dazu einen Artikel im "Spiegel" 41, 2010: "Lob der Angst".

Gemäss aktuellem Forschungsstand überwiegt klar die Auffassung, dass Hochsensibilität genetisch bedingt - und daher KEINE KRANKHEIT oder Störung, Syndrom etc. ist.

Zielsetzung dieser Website

Für Menschen, welche sich direkt betroffen fühlen, sind wissenschaftliche Fragestellungen wahrscheinlich weniger zentral (- es sei denn, man sei am Aufarbeiten der persönlichen Lebensgeschichte). Ob ihre Hochsensibilität zum Beispiel angeboren oder erworben ist, ist für ihr Leben nicht entscheidend, denn die Symptome sind dieselben. Sie müssen jetzt und heute im Alltag damit leben und sich damit auseinandersetzen.

Wenn sich jemand über die wissenschaftliche Forschung bezüglich Hochsensibilität informieren möchte, erachte ich die oben schon erwähnte Website www.hochsensibel.org als eine informative Adresse: die Verfasser berichten fortwährend über den Stand der Forschung in der Rubrik "Wissenschaftliches Netzwerk".

Die Informationsquellen über Hochsensibilität entwickeln sich stetig, - das Internet ist ein Spiegel dafür.

In meinem Beitrag - dieser Website (seit 2007) - ist es mir ein Anliegen, auch neuste wissenschaftliche Entwicklungen zu verfolgen und zu integrieren. Ich bin daher auch froh um entsprechende Hinweise.
Inhaltlich gesehen fusst diese Website auf langjähriger Erfahrung aus meiner Arbeit mit Hochsensiblen (und mir selber:-), auf persönlicher Forschung und auf den vielfältigen Impulsen, die mir meine Therapieausbildung zum Thema der Hochsensibilität gegeben hat (siehe Kapitel "Autorin").

Wenn immer ich nicht aus diesem Fundus schöpfe, bezeichne ich zitiertes Gedankengut von anderen AutorInnen explizit. Dies tue ich direkt innerhalb der Texte und nicht in einer extra Bibliographie.

Auf dieser Webiste finden sich zudem in der Rubrik Links/Test verschiedene Links zu anderen Websites über Hochsensibilität - und Links zu Tests zur Erkenntnis der eigenen Hochsensibilität (Erwachsene und Kinder).

Literatur

Büchertipps: Beachten Sie auf dieser Website auch das Buch-Forum!

Die Website www.hochsensibel.org bietet zudem eine der ausführlichsten Literaturübersichten, die ich über das Thema gefunden habe. Sie unterscheidet zudem zwischen wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Literatur zum Thema Hochsensibilität:
Bitte anklicken:

Link populärwissenschaftliche Literatur/Ratgeber

Link wissenschaftliche Literatur/empirische Studien

Ein zusätzlicher Literatur-Tipp:
Eine der vollständigsten "Literaturlisten" über Hochsensibilität ist auf www.amazon.de zu finden: Generell werbe ich auf dieser Website nicht für Verkaufs-Seiten, deshalb ist dieser Tipp nicht als Aufforderung, bei Amazon einzukaufen, zu verstehen:-)!!

Wenn Sie jedoch dort zur Abteilung "Bücher" gehen und Stichwörter wie "Hochsensibilität", "hochsensibel" oder "das hochsensible Kind" eingeben, finden Sie praktisch alles, was zu diesem Thema erschienen ist. Zusätzlich werden die Buchinhalte ausführlich beschrieben, und Kommentare von Lesern helfen, Pro und Kontras abzuschätzen und den Beliebtheitsgrad eines Buches zu erkennen.

Die Buchauswahl erstreckt sich automatisch auch auf verwandte Themen, - z.B. Schüchternheit (siehe Kinderkapitel "Tipps") oder Introversion ("Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt", Susan Cain).
Ebenso findet man das bekannte Buch von Alice Miller: "Das Drama des begabten Kindes" (etc.)

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