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Ist Hochsensibilität durch "Abhärtung" beeinflussbar??

Eine Umfrage auf dieser Website regte anfangs 2008 zur Diskussion an über dieses Thema:

Wenn eine hochsensible Person heraus gefunden hat, dass sie hochsensibel ist, kann das primär grosse Erleichterung und neue Kraft zur Folge haben. Es kann aber mit der Zeit auch geschehen, dass sie sich immer stärker ihrer hohen Sensibilität bewusst wird, sich nicht mehr so viel zutraut, weniger erträgt und sich immer empfindlicher fühlt.
PRO: Durch den Moment der Erkenntnis der Hochsensibilität wird einem sehr vieles klar. Im Rückblick versteht man sich und seine Schwierigkeiten nun oft viel besser. Und man beginnt, besser für sich zu schauen. Das mag nach aussenhin so wirken, als werde man immer empfindlicher. In Tat und Wahrheit beginnt man aber endlich, sich ernst zu nehmen und herauszufinden, was man wirklich braucht.
CONTRA: "Ich bin hochsensibel" heisst es nun die ganze Zeit. Alles sieht man nur noch durch diese Brille. Zum Beispiel hat zuvor im Auto immer das Radio gespielt, und nun heisst es dauernd: "stell das Radio ab, meine Ohren ertragen das ständige Gedudel nicht!" So wird ein Mensch immer mehr verweichlicht. Hochsensibilität hat nichts mit Schwäche zu tun. Es ist wichtig, sich auch etwas abzuhärten, auch sich selber zuliebe.
Was stimmt nun??

Lesen Sie hier die Zuschriften zu dieser Umfrage! Auch neue Zuschriften sind natürlich willkommen!

(Die Autorin dieser Website behält sich vor, nur Beiträge zu veröffentlichen, die ethisch vertretbar erscheinen und dem Sinn und Zweck dieser Website entsprechen.)

4.11.10
Mir (38) ist erst vor wenigen Wochen gedämmert was ursächlich 'mit mir los sein' könnte, da mein Mann, Eltern, Freunde unauffällig entspr. Material für mich sichtbar 'zufällig liegen gelassen' haben (sie wissen, dass ich alles lese, was herumliegt). Ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht. Zwar immer Probleme mit meiner Umgebung gehabt, mich nicht wirklich zugehörig gefühlt, dann aber als Substitution gearbeitet wie ein Tier, dann ist es mir für eine gewisse Zeit wieder gut gegangen - wenn dafür Erfolge kamen. Alles in allem: Offenbar hatte also mein nahes Umfeld die Diagnose schon lange vor mir.
Ich bin sicher auch kein extremer Fall, komme auch als Selbständige gut zurecht, da ich mich schon lange in gewissem Maße 'abhärte' und bewusst Dinge 'trainiere' - mich all den beängstigenden Situationen wie aus Trotz grundsätzlich stelle. Keine Ahnung, ein Instinkt von Kind an. Eigentlich unbewußt mein Leben lang. Wohl auch unterstützt durch extrem panikresistente, coole Eltern. Inzwischen sind aber umgekehrt durch meine extreme Abhärtung und dadurch scheinbare, nach außen verkörperte Härte persönliche und berufliche Probleme entstanden - und da hilft es mir nun sehr, zu verstehen, was die Ursache war, der Beginn, die Gene/Genese. Jetzt kann ich lernen, die Eindrücke wirklich sinnvoll/bewußt für meine Ziele, vielleicht echten, nachhaltigen Erfolg zu nutzen. Ich bin dankbar für all diese Websites/Artikel/Diskussionen. Liebe Grüße, XX

7.4.10
Bin auch der Meinung, das Leben härtet schon genug ab, und lebe ganz bewußt meine Hochsensiblität. Habe gelernt duch viel Lesen, meine Bedürfnisse ernst zu nehmen und habe mir Nischen gesucht. Nach vielen Jahren in Großstädten bin ich aufs Land gezogen wegen der Ruhe und um näher an der Natur zu sein. Doch auch hier fahren Trecker und andere große Landmaschinen, doch es ist nicht so permanenter Lärm wie in der Großstadt. Hier kann man doch die Seele besser baumeln lassen, Lämmchen auf der Weide beobachten, Vogelkonzerte genießen, ect. Früher fühlte ich mich bedroht von Lärm, Abgasen und Menschenmassen. Es war oft der pure Stress und von anderen hörte ich immer: Daran gewöhnst du dich schon, doch das traf nie ein. Jeder Mensch hat ein Anrecht darauf, dass seine Bedürfnisse ernst genommen werden und eigentlich gehört das in die Charta der Menschenrechte. Herzliche Grüße v. Karina O.

7.7.08: Ich war jetzt gerade eine Weile ziemlich krank und blieb darum drei Wochen zuhause. Als ich erstmals wieder nach draussen ging und die Strassenbahn benutzte, war ich schockiert, mit wieviel "Gewalt" die Aussenwelt auf mich einfiel. Es scheint für mich schon so zu sein, dass ich als Hochsensible mich immer wieder an draussen auch anpassen und das trainieren muss, um am Leben in der "normalen, lauten Welt" noch teilnehmen zu können. Das will ich nämlich - auf meine Art! Rosmarie aus W.

23.6.08: Durch die Literatur über Hochsensibilität habe ich erstmals Zugehörigkeit erfahren und dadurch eine neue Identität bekommen, mit Erleichterungen aber auch neuen Schwierigkeiten. Im nächsten Schritt war es an der Reihe mich von dieser Identität wieder zu lösen und einfach zu leben, so wie es sich aus dem Jetzt entfalten möchte. B. M. aus U.

21.4.08: Sowohl meine Erfahrung, als auch die als Psychotherapeutin zeigt mir, dass im Allgemeinen eine Erleichterung durch das Wissen eintritt. Man und Frau weiss jetzt, dass sie zwar anders, aber durchaus normal ist. Zwar sensibel, aber nicht dumm oder zu leise oder zu scheu oder oder oder. Das tut wohl. Frau und Mann kann dann lernen, besser auf sich zu hören, klarer wahrzunehmen, was die eigenen Bedürfnisse sind, wo der eigene Weg entlang geht. S. F. aus Z.

25.3.08: Mir hat es sehr gut getan zu erfahren dass ich hochsensibel bin. Ich weiss nun, dass ich anders bin und bin so in der Lage, die Dinge objektiver zu betrachten.
Die Frage ist doch immer; wie gehe ich mit dieser Erkenntnis um. K. W. aus Z.

3.2.08: Ich bin überzeugt, dass Menschen mit einer 'Hochsensibilität' sich nicht abhärten können. Das könnte eher kontraproduktiv sein. Wäre auch schade. Hochsensibilität kann weh tun, aber auch wohl. Ich glaube, dass auch Schönes ganz besonders tief erlebt werden kann. ebj

16.1.08: Das Wichtigste für mich als Hochsensible ist es, Wege zu finden, in denen ich mich "entladen" kann. Irgendein Ausdruck, (ev. im künstlerischen Bereich). Sei's Tanzen, Singen, Joggen. Danach kann ich auch wieder besser umgehen mit den Reizen von Aussen, ich fühle mich nicht mehr so "voll" und ertrage mehr von der Aussenwelt. Anja Z.

4.1.08: Pro: Für mich ist es eine Erleichterung: aus einem diffusen Ahnen über mein Anderssein in eine Begrifflichkeit zu gelangen. Die bewusste Auseinandersetzung mit diesem Thema ermöglicht mir klareres Handeln und einen gelasseneren Umgang mit mir, wenn ich anecke.
Contra: es besteht eine Gefahr, dass Freunde und Bekannte meinen, sie müssen einem in Watte packen und finden man sei kompliziert. M.C. aus Z.

1.1.08: Nach dem Entdecken meiner Hochsensibilität versuchte ich vermehrt danach zu leben und auf meine Bedürfnisse mehr einzugehen, mich nicht immer anzupassen. Ich schonte mich auch und dachte, das muss jetzt nicht alles immer sein. Dann merkte ich aber, dass es ganz deutlich schwieriger wurde, in einer Gruppe zu sein (vorher konnte ich das) oder nur schon Zug zu fahren in der Stossverkehrzeit. Ich persönlich will das nicht, und so begann ich, mich wieder anzugewöhnen an diese Situationen. Ich finde, das ist ein persönlicher Entscheid, wie das jeder haben will, man kann das nicht verallgemeinern. Annette B.

30.12.07: Abhärten musste ich mich mein ganzes Leben. Das kann es nicht sein. Ich bin hochsensibel und das muss ich in einer Art leben dürfen, die meine Hochsensibilität ernst nimmt. Abhärten heisst ja wieder, dass ich nicht in Ordnung bin, wenn ich nicht abgehärtet bin!! C. aus M.

29.12.07: Ich glaube, dass der Weg über Contra zu Pro führt. Es braucht wohl etwas Training und Anpassungszeit. Ran