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Persönliche Berichte und Forschungsfragen zu Erkrankungen, Störungen, Syndromen, Eigenheiten...

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Im Forum wurden einzelne Beiträge und Kapitel durch ein Update neu gegliedert:
Persönliche Berichte: allgemeine Berichte von Leserinnen und Lesern.
HS als Chance: Berichte, in denen die Erkenntnis über die eigene Hochsensibilität eine vorwiegend positive Wirkung entfalten konnte.
HS-Leidensberichte: Fälle, in denen Hochsensibilität auch Leiden bedeutet.
Die andern Kapitel im Forum sind unverändert geblieben.

Reaktionen auf Beiträge sind über das Kontaktformular möglich.
Wer direkt mit anden HSP kommunizieren möchte, benutzt das Austauschforum.

Die Autorin dieser Website behält sich vor, nur Beiträge zu veröffentlichen, die ethisch vertretbar erscheinen und dem Sinn und Zweck dieser Website entsprechen. Die Beiträge vertreten nicht die Meinung der Autorin. Wer einen Ratschlag übernimmt, tut dies in eigener Verantwortung.

Kurze Einführung in dieses Kapitel:

Hochsensibilität gilt nach vorherrschender Meinung als eine Veranlagung und nicht als Krankheit. Zusätzlich scheint es jedoch Zusammenhänge zwischen Hochsensibilität und Trauma zu geben ("erworbene Hochsensibilität").
Siehe zu diesem Thema auch den Beitrag HS und Trauma auf dieser Website.
Offenbar kann die hochsensible Veranlagung unter Umständen auch einen Risikofaktor darstellen, vor allem für psychische Störungen. Auch körperliche Störungen (wie z.B. Allergien) treten bei Hochsensiblen gehäufter auf.
Zu möglichen Zusammenhängen und Gründen siehe den Beitrag "Hochsensibilität ist keine Krankheit".

Dieses Forum "HS-Leidensberichte" soll dazu dienen, mögliche Zusammenhänge zwischen Erkrankungen und Hochsensibilität tiefer zu erforschen und darüber auszutauschen. Es ist oft schwierig, bei Ärzt/innen diesbezüglich Gehör zu finden, darum ist so ein Forum für den direkten Austausch und für persönliche Forschung wichtig.

Inhalt:

  • Ernährungs- und Medikamentenunverträglichkeiten
  • Burnout, Erschöpfungssyndrom
  • Dissoziative Identitätsstörung als Folge von Traumata
  • Zusammenhänge zwischen Sensibilität und Adoptivgeschehen?
  • Bestehen Zusammenhänge zwischen HS und Epilepsie?
  • Bestehen Zusammenhänge zwischen HS und Migräne?
  • Übermässiges Schwitzen
  • Neurodermitis
  • HS und Gehör: Wer kennt Misophonie? Hyperakusis? Wer hat Tipps für überempfindliche Ohren?
  • Hochsensibilität und AD(H)S
  • Psychisches Leiden, am Beispiel eines jungen männlichen Hochsensiblen

Ernährungs- und Medikamentenunverträglichkeiten

8.6.13:
Sehr geehrte Frau Schauwecker,
mit großem Interesse habe ich Ihre Informationen gelesen.
Auch bei mir handelt es sich um eine angeborene Hochsensibilität. Bei mir ist sie besonders stark, sowie seelisch als auch körperlich ausgeprägt. Als Kind war ich immer untergewichtig und ständig kränkelnd. Hatte oft Kopfschmerzen und vertrage gar keine Zugluft. Wenn man so empfindlich ist, hat man es im Leben sehr schwer, denn viele von den Normalleuten haben dafür überhaupt kein Verständnis und behaupten sogar oftmals, man bilde sich alles nur ein. Meine Charakterzüge stimmen mit Ihren Ausführungen überein. Ich bin sehr gewissenhaft, feinfühlig und besitze auch ein Helfersyndrom. Dies sind natürlich sehr positive Effekte, wenn da meine körperlichen Schwächen nicht wären unter denen ich sehr leide. Auch Ärzte nehmen einen nicht ernst, wenn man sagt, dass man sehr empfindlich ist und man bekommt die gleiche Fließbandbehandlung. So wurde ich die letzten Jahre mit viel zu starken Medikamenten, vornehmlich Antibiotika, behandelt, welche bei mir größte gesundheitliche Probleme auslösten. So habe ich nun ein schweres Reizdarmsyndrom mit antibiotikaassoziierter Colitis und Leaky Gut Syndrom mit einhergehenden Nahrungsmittelunverträglichkeiten (u.a. Gluten, Milcheiweiß, Lactose, Fructose ). Außerdem habe ich Histaminintoleranz. Meine Lebensmittelauswahl ist nun sehr eingeschränkt und ich muss meine Speisen fast alle selbst zubereiten wegen der Konservierungs- Geschmacks- u. Zusatzstoffe. Meine Lebensqualität hat sich sehr verschlechtert. Ich achte jetzt sehr darauf, dass ich nur noch mit milden Medikamenten behandelt werde.
Jetzt habe ich Ihnen meine Erfahrungen in etwa mitgeteilt. Mit freundlichen Grüßen, M.S.

Burnout, Erschöpfungssyndrom

Leider sind Hochsensible anfälliger für Burnout und Erschöpfungszustände als Normalsensible. Hier zwei Beispiele von E-mails:

7.11.12
...vielen Dank für diese Webseite. Habe sie heute entdeckt, und weiss seit eben, dass ich nicht alleine bin... Bin hochsensibel und denke, was mir jetzt passiert ist, ist eine logischer Folgerung daraus. Befinde mich gerade in einer Burnout Phase. Es ist ein crash, und ich bin momentan erschöpft und unfähig zu leben. Haben Sie einen Rat für mich? Wie kann ich wieder normal leben, wo ich vor Reizüberflutung nicht ausruhen kann und ohne Schlaftabletten nicht schlafen kann und mein Herz als schmerzenden Muskel spüre? Die medizinische Instanz betrachte ich etwas skeptisch, weil die Mediziner meine Hochsensibilität auch sehr skeptisch betrachtet haben. Mit hoch dosierten Medikamenten war für die Ärzte meine Geschichte erledigt. Habe ich noch eine Chance, normal, ohne Erschöpfung, Insomnie zu leben? Wie komme ich als HSP da raus?...

14.11.12
...als ich auf der Suche nach Hochsensibilität war, fand ich - dankbar - Ihre Seite. Nun habe ich das Erschöpfungssyndrom, da ich 7 Jahre in der Pflege arbeitete und noch etliche Lebenskrisen gleichzeitig zu bewältigen hatte. Durch das ständige Mobbing-Bossing von Anderen bin ich an einem Punkt, an dem ich, trotz langjähriger Ruhephasen, mich nur sehr gering körperlich, geistig, psychisch belasten kann und möchte Sie um einen Rat bitten. Wie kann ich meine Regenerierung bewirken? Sobald ich mich überlaste, bekomme ich Ausfälle von körperlichen, geistigen Funktionen bis zur Depression. Medikamente, auch gering dosiert, setzten mich ganz außer Funktion. Für einen Rat wäre ich sehr dankbar....

Antwort:
Burnout, Erschöpfungszustände... sind Zustände mit echtem Krankheitswert. Betroffene brauchen daher unbedingt professionelle Hilfe, denn Ratschläge über Hochsensibilität genügen hier nicht. Hochsensibilität an sich ist keine Krankheit, sondern eine spezielle Veranlagung (siehe das entsprechende Kapitel "Hochsensibilität ist keine Krankheit".)
Ein Burnout manifestiert sich meistens auf sämtlichen Ebenen - körperlich, geistig und seelisch. Daher ist es - nebst ärztlicher Betreuung - oft auch nötig, sich zusätzliche psychotherapeutische Hilfe zu holen. Über die Therapeut/innenensuche kann man im Forum unter "Fragen und Antworten" nachlesen zum Thema "Wie finde ich eine Fachperson (Therapeutin, Arzt...), die auf HS spezialisiert ist?" Es braucht manchmal Geduld, die passenden Fachpersonen zu finden, die einen ernst nehmen und nicht einfach mit Medikamenten abspeisen, - das ist leider eine Schwierigkeit, die bei Hochsensiblen oft Geduld und Hartnäckigkeit bei der Suche erfordert. Es lässt sich aber nicht vermeiden.

Menschen, die mich in einer Burnout-Situation oder in einer anderen Krankheitssituation um Rat fragen, muss ich darum leider meistens enttäuschen: ich bin nicht in der Lage, auf eine kurze E-mail hin bei einem Burnout oder einer anderen Erkrankung einfach "ein paar Tipps zu geben". In erster Linie brauchen Erkrankte vor Ort direkte Hilfe, damit Körper, Geist und Seele intensive Pflege und Erholung finden. Leider gilt auch: je chronischer der Erschöpfungszustand, desto schwieriger und länger der Heilungsprozess. (Es gibt übrigens mittlerweile spezialisierte Burnout-Kliniken! - siehe z.B. im Internet.)

Der Erholungsprozess kann also längere Zeit dauern und braucht auch sorgfältige Reflexion im Hinblick auf die Zukunft: was muss ich ändern an meiner Situation, damit ich anschliessend nicht wieder in ein neues Burnout hinein gerate (Rückfallsgefahr)? Auch hier ist oft professionelle Beratung nötig, weil es nicht einfach ist, wirkliche Änderungen ins Leben einzubauen und neue Wege zu finden.

Bitte verwechseln Sie also das Thema Hochsensibilität nicht mit Krankheitszuständen aller Art. Diese gehören - wie bei allen Menschen - in ärztliche, therapeutische Hände und können nicht mit Tipps über Hochsensibilität geheilt werden.
Es ist jedoch trotzdem sehr zu empfehlen, sich auch während einer Krankheit mit dem Thema Hochsensibilität intensiv zu befassen. Man kann dadurch die eigene Geschichte im Rückblick besser verstehen und lernt langsam, auf was man in Zukunft besser achten muss (gesundes Self-Management!), um ein entspanntes, erfülltes Leben führen zu können.
Von Herzen viel Glück für eine möglichst vollständige Genesung! M.Sch.

Ein weiterer Bericht über ein Burnout - mit hoffnungsvollem Grundton - findet sich im Forum
"Persönliche Berichte", (bitte anklicken) und zum Datum 2.11.13 gehen.

Dissoziative Identitätsstörung als Folge von Traumata

27.2.12 Zum Beitrag "HS und Trauma"
Sehr geehrte Frau Schauwecker
Höchst interessant und sehr wertvoll finde ich, dass Sie - und offenbar auch KlinikerInnen/ForscherInnen - inzwischen die Themen Trauma und HS unter einen Blick nehmen.
Ich selbst entdeckte vor nun recht genau fünf Jahren - kurz vor meinem Abitur -, dass ich wohl nicht so "strohdumm und blöd" sei, wie ich immer gedacht hatte. - Indoktriniert von wohl so manchen Mitmenschen. Den Mut, sich in die als "hochbegabt" genannten Menschen "einzureihen", war eine höchst neuartige Erfahrung. Aber auch notwendig, um eine konstruktive Entwicklung zu beginnen, die noch längst nicht abgeschlossen ist, die wohl mein Leben lang fortdauern wird. Ich lernte, dass lernen "alles" ist, dass Grenzen setzen wichtig ist und Vertrauen möglich ist. Letzteres war eigentlich das allererste und Grundlage, die eigene "Hochbegabung" überhaupt entdecken zu können.

In meinem 2. Semester des Philosophiestudiums entdeckte ich, dass diese "Hochbegabung", die mir indirekt schon von einigen immer wieder zugesprochen worden war, nicht "alles" war/sein konnte, was diese seelische Not, das immense Leid und die Schwierigkeiten mit anderen Menschen - das Gefühl der unendlichen Isolation, des "Andersseins" - hervorrief.
Ich entdeckte, dass "ich" "Viele" bin, also Betroffene der komplexesten dissoziativen Traumafolgestörung bin. Das brachte viele weitere "Aha-Erlebnisse" und mich letztlich (nach schmerzlich vielen Versuchen und Psychiatrieerfahrung) zu meiner heutigen Therapeutin, die eine höchst kompetente Traumatherapeutin ist.
Ich bin ihr zutiefst dankbar für die Geduld, die sie mit mir hat. Aber zugleich kam auch im Kontext mit ihr in mir eine Frage immer wieder auf, die mich seit Entdecken der Psychotraumatologie fortwährend beschäftigte: Warum sehe ich so viele Parallelen zwischen Traumafolgen und Hochbegabung - später sah ich genauer: Wohl eher Hochsensibilität?!
Während ich lange Zeit (aufgrund der Lektüre der Bücher von Andrea Brackmann) dachte, die Hochbegabung und die Hochsensibilität seien Hauptgrund für meine hohe Wahrnehmungsgabe etc., sah meine Therapeutin den Grund dafür in meiner Kindheit "begraben". Ich sträube mich weiterhin dagegen, hohe Sensibilität einzig und allein mit gar extremen Traumatisierungen wie sexualisierter Gewalt in Verbindung zu bringen.

Doch eines finde ich sehr auffällig: Ich kenne derweil viele Betroffene der Dissoziativen Identitätsstörung; weniger direkt und persönlich, die meisten über ein Forum. Und sehr viele von diesen wirken auf dieser schriftlichen Basis oft nicht nur sehr sensibel, sondern auch sehr weise und vielfach auch besonders intelligent. - Obwohl man gerade nach Studien zur Neurophysiologie traumatisierter Menschen annehmen müsste, je schwerer sie traumatisiert wurden, um so "intelligenzgeminderter" seien sie.

Ich sehe selbst einen wichtigen Aspekt und hohen Bedarf darin, dass Traumafolgen und Hochsensibilität parallel betrachtet und erwogen werden. Dass noch genauer die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten herausgearbeitet werden, dass noch genauer hingeschaut wird: Wann ist ein traumatisierter Mensch sensibler geworden aufgrund seiner traumatisierenden Erfahrung, welcher Mensch ist schon von vornherein sehr sensibel.

Sehr interessant finde ich dabei, dass ich Menschen kenne derweil, die zumindest nicht "so schwer" und komplex traumatisiert sind. Mein Freund - ein Glück, diesem Menschen begegnet sein zu dürfen - ist selbst hochsensibel; er befasste sich mit der Thematik, ohne dass wir je davor gesprochen hatten darüber und erzählte mir, dass er mich (wie auch sich) nach Lektüre eines Buches dazu viel besser verstehen könne.

Er ist für mich einer der Menschen, die auch ohne schwere Lebensumstände buchstäblich hoch sensibel sind für sich und ihre Mitmenschen. Ein vielleicht entscheidender Unterschied, den ich beim Nachdenken darüber nun wahrnehme: Er hat sich wohl nie dafür verurteilt (ist in einer sehr liebevollen, schätzenden Familie aufgewachsen), ich habe mich für mein Fühlen, Wahrnehme, Denken "nie nicht" verurteilt, bis ich es verstehen lernte.
Ich müsste weiter darüber nachdenken (und werde dies auch für mich mal tun), um weitere Differenzen zu finden und genauer dahinter zu kommen, was traumatisierte Hochsensible von nichttraumatisierten unterscheidet, auch darüber, inwieweit das eine das andere bedingt oder beeinflusst.

Ich schließe mich jedenfalls sehr der Ansicht an, dass beides möglich ist: gesteigerte Sensibilität durch Traumatisierung wie auch angeborene höhere Sensibilität - und selbstverständlich dann auch eine dritte Möglichkeit der Kombination beider Aspekte. Und ebenso, dass höher sensible Menschen auch schneller traumatisiert werden können - ich vermute, wo die Reizschwelle grundsätzlich niedriger liegt, ist auch die Schwelle der traumatischen Überforderung niedriger...
Ich freue mich sehr, hier diese Themenkombination gefunden zu haben und fühle mich dazu angeregt, nochmals genauer darüber nachzudenken.
Mit besten Grüßen in den langsam herannahenden Frühling hinein, V.

Zusammenhänge zwischen Sensibilität und Adoptivgeschehen?

25.2.12 Gibt es Zusammenhänge zwischen Sensibilität und Adoptivgeschehen?
Gibt es eventuell einen Link zwischen Sensibilität und Perzeption und Adoptivgeschehen? Ich höre manchmal Stimmmen und bin adoptiert. Ich freue mich schon auf Ihre Antwort.
Mit freundlichem Gruss, C.D.

Antwort: Sie sprechen ein interessantes Thema an. Hochsensibilität gilt jedoch noch als junges Forschungsgebiet, das noch nicht definitiv erfasst ist, - darum liegen meines Wissens keine wissenschaftlichen Untersuchungen betreffend Adoption hochsensibler Kinder vor.
Sicher gibt es aber generelle Untersuchungen über die psychischen Aspekte bei einer Adoption, die sich bei hochsensiblen Kindern entsprechend verstärken können.
Das Adoptionsgeschehen ist wohl für ALLE Kinder, nicht nur für hochsensible, ein starker Eingriff ins Leben, auch wenn eine gute Absicht dahinter steht. Ich kann mir vorstellen, dass so eine "Verpflanzung" in jedem Alter - auch unbewusst und unterschwellig - Folgen haben kann.
Ich möchte aber festhalten, dass ich selber für dieses spezielle Thema ansonsten nicht zuständig bin. M.Sch.

Berichte von betroffenen Adoptivkindern sind willkommen!

Bestehen Zusammenhänge zwischen HS und Epilepsie?

11.2.12 Wer kennt Zusammenhänge zwischen Hochsensibilität und Epilepsie? Wir sind dankbar für diesbezügliche Hinweise per Kontaktformular.

Dieser kleine Aufruf stand längere Zeit unter "Aktuelles in Kürze" und wird nun in diese Rubrik verpflanzt. Bis jetzt gibt es dazu folgende Beiträge, die hier für Interessierte aufgelistet werden:

(jüngste Berichte zuunterst):

21.9.10
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Epilepsie und HSP? Ich selber bin beides und die Medikamente helfen nicht im erhofften Masse. Kann es sein, dass mehr als 15% der Epileptiker (z.B. 50%) HSP sind - und die Behandlung aus einer neuen Optik erfolgen sollte? M.Fe.

20.9.11
Nach meinen eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen kann ich mir den Zusammenhang gut vorstellen. Aber mehr aufgrund meiner eigenen Geschichte. Das ist nichts Empirisches:-). Aber ich wurde nicht in meiner Hochsensibilität unterstützt, verkrampfte mich deshalb schon sehr früh als Kind, und diese Daueranspannung hat bei mir vermutlich zu epileptischen Entladungen geführt. (Die Traditionelle Chinesische Medizin stützt mit ihrer Sichtweise diese These). Falls Sie mal an Informationen gelangen, wäre ich sehr froh darum. Einfach aus Neugierde und als Bekräftigung für mich. M.Fr.

11.2.12
Als ich 11 Jahre alt war, starb meine Grossmutter. Gleichzeitig war mein Vater mit Blinddarm im Spital. Meine Mutter war diejenige, die alles zu organisieren hatte, allein. Ca. zwei Monate nach dieser Stressituation hatte ich einen Epilepsie-Anfall. Ich wurde 10 Jahre mit Tabletten dagegen behandelt. Nach 10 Jahren ohne Anfall haben wir die Tabletten abgesetzt, obwohl in den Hirnströmen leichte Unregelmässigkeiten vorzufinden waren. Als vor 3 Jahren meine Mutter starb, erlebte ich eine ähnliche Situation. Ich fühlte, wie sich in mir alles drehte und dass ich gleich das Bewusstsein verlieren würde, so wie damals. Ich war aber erwachsen und konnte noch rechtzeitig bewusst reagieren: durch tiefes kontrolliertes Bauchatmen, hinausgehen an die frische Luft, konnte ich eine erneute Epileptische Krise abwenden. In der Traumatherapie habe ich gelernt, dass eine epileptische Krise bei einer Traumaverarbeitung durchaus möglich ist. N.R.

24.2.12
Ich bin Epileptikerin und hochsensibel. Mir ist das sehr nahe gegangen, als ich hier zum ersten Mal über einen möglichen Zusammenhang gelesen habe. Das ist genau das, was ich schon immer empfunden habe. Kein Arzt hat mich je danach gefragt in welcher Situation ich war und wie ich mich gefühlt habe bevor ich einen Anfall erlitten habe. Es hieß nur: nehmen sie ihre Medikamente, dann wird das schon. Ich hatte aber trotz Medikamente Anfälle. Besser wurde es erst als ich begriffen habe, dass ich Außenreize anders verarbeite und meine Umwelt viel intensiver wahrnehme. Ich passe jetzt besser auf mich auf und vermeide Situationen von denen ich weiß dass sie mich überfordern und Anfälle auslösen könnten. Viele Menschen aus meinem Umfeld konnten damit nicht umgehen und haben sich zurückgezogen, es sind wenige geblieben, aber auf die kann ich mich verlassen. Ich kann jetzt zu mir selber stehen und mich annehmen so wie ich bin. Das war für mich ein langer Lernprozess, denn ich habe 50 Jahre lang versucht mich anzupassen und richtig für andere zu sein. Im Nachhinein empfinde ich meine Anfälle auch als Schutz vor Überforderung. M.B.

22.5.16
ich bin soeben auf Ihre Website aufmerksam geworden, da ich "Hochsensibiliät und Epilepsie" in die Suchmaschine eingegeben habe. Mir war als Kind schon klar, dass ich "anders" denke, als die meisten Menschen. Bin Kinderkrankenschwester und arbeite seit 26 Jahren in der Pflege, was mir persönlich auch sehr viel gibt. Dass ich hochsensibel bin, weiss ich noch nicht sehr lange, allerdings erkenne ich mich in ganz vielen Dingen wieder. In letzter Zeit habe auch ich eine schwere Zeit durchmachen müssen: Da ich seit 16 Jahren nur im Nachtdienst auf einer neurologischen Station arbeite, ist mein Schlafbedarf natürlich nicht immer gedeckt. Jetzt habe ich nach meinem letzten Nachtdienst meinen 1. generalisierten Krampfanfall mit Zungenbiss und völlig fehlendem Bewusstsein erlitten. Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber ich glaube, dass dies etwas mit meiner Hochsensibiliät zu tun hat. Natürlich werden jetzt Untersuchungen gemacht, mich würde interessieren, ob es noch mehr Menschen mit Epilepsie und Hochsensibiliät gibt. K.B.

12.7.16 Gedanken zu HS und Epilepsie
Ich möchte hier gern meine subjektive Erfahrung in Bezug auf HS und Epilepsie anfügen. Ich gehe mittlerweile davon aus, dass epileptische Anfälle in direktem Zusammenhang zu entweder körperlichen Traumata (z.B. infolge von Hirnverletzungen und dadurch entstehende Vernarbungen) oder durch seelische Traumata entstehen. Beide Formen von Verletzungen können zu Krampfanfällen auf der somatischen Ebene führen. Die Unterscheidung zwischen psychogenen Anfällen und sog. "echten" epileptischen Anfällen finde ich daher nicht gelungen. Sie führt lediglich dazu, dass sogenannte psychogene Epileptiker nicht recht ernst genommen werden. Wahrscheinlich kann man sich die Übergänge zwischen rein psychogenen und neurologisch belegbaren Krampfanfällen fließend vorstellen und beide Formen können sich auch vermischen. Wenn man in beiden Fällen ein Trauma als Ursache zugrunde legt, ist es wahrscheinlich eine Frage der graduellen Abstufung wie weit das Trauma sich "somatisiert" hat, d.h. auf der körperlichen Ebene manifest ist und im EEG sichtbar ist. Je älter und schwerer das zugrunde liegende Trauma, desto mehr könnte man sich vorstellen, dass sich das Krampfgeschehen auf der Körperebene verselbständigt und desto schwerer ist es behandelbar. Je stärker das ursprüngliche Trauma noch präsent ist und seelisch wieder bewusst gemacht werden kann, desto bessere Chancen könnte es u.U. geben, dass der Körper das Anfallsgeschehen als Reaktionsmuster wieder "verlernt". Einen Versuch ist es jedenfalls wert.
Einen besonderen Zusammenhang sehe ich daher zu körperlichen und seelischen Gewalterfahrungen in der Biografie. Kommen solche unaufgearbeiteten Traumata im Laufe des Lebens durch irgendein Ereignis hoch und können zunächst nicht verarbeitet werden, führt das zu extremem Stress, insbesondere, weil wahrscheinlich durch wiederholte Traumaerfahrungen zunehmend HS dazu kommt. Was zuerst da ist, ist schwer auszumachen. Beides kann sich wahrscheinlich wechselseitig bedingen.
Ein solches traumatisches Stresserleben wird von einer HS Person zu 1000 % erfahren, also hochpotenzierter Stress. Das kann zu messbaren oder nicht messbaren Krampfanfällen führen. Das System schaltet sich einfach wie ein Computer ab, ein Systemabsturz, wenn die Stressbelastung so groß ist, dass sie nicht mehr anders abgebaut werden kann. Danach gibt es einfach einen Neustart des Systems. Bei jedem Anfall kommt es auch dazu, dass bestimmte Erinnerungen gelöscht werden. Es kann sein, dass die Amygdala im Gehirn dabei eine zentrale Rolle spielt. Wie gesagt, dass sind keine belegten Fakten und rein subjektive, nicht medizinische Erklärungsversuche und Spekulationen! Es könnte aber Sinn machen, die Ursachen der Traumata sowohl bei psychogenen als auch bei epileptischen Anfällen therapeutisch aufzuarbeiten. Jemand der Epilepsie oder psychogene Anfälle hat, muss genauso wie jemand der HS hat, auf ein absolut gesundes Leben achten. Er braucht immer mehr Schlaf und Erholung als andere und muss sich sehr gute, andere Stressbewältigungsstrategien schaffen, und zwar ein Leben lang. Er wird niemals mehr so stressbelastbar sein wie ein Mensch ohne Krampfanfälle. Wenn der Körper sich den Weg der Stressentladung durch Krampfanfälle einmal als Ventil gesucht hat, dann wird er bei wiederkehrendem Stresserleben in diese eingefahrene Straße ausweichen. Deswegen ist es wichtig, dass ein Mensch der Krampfanfälle hat, lernt sich selber gut wahrzunehmen und Anzeichen von Überlastung frühzeitig zu erkennen.
Es ist nicht gesagt, dass ein Mensch, wenn er diese Punkte beachtet, komplett anfallsfrei wird, aber es bestehen gute Chancen, dass die Anfallshäufigkeit zurückgeht. Insgesamt kann man sehen, dass es viele Parallelen zu HS gibt. Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass es sich bei einer diagnostizierten Epilepsie um eine chronische neurologische Erkrankung handelt, die auf jeden Fall fachärztlich behandelt werden muss! Es geht hier nur um Gedankenanstöße wie man mit HS und auch mit Krampfanfällen im Alltag besser klar kommen kann. Für Epilepsie gibt es auch eine genetische Prädisposition, das heißt nichts anderes, als dass der Körper dieses Reaktionsmuster bereits familiengeschichtlich kennt. A.Z.

12.3.17
Seit kurzem erst weiss ich, das ich eine HSP bin. Meine Epilepsie habe ich seit gut 40 Jahren - seit meiner Pubertät. Da ich Stress gar nicht vertrage und sich meine Anfälle bemerkbar machen, wenn ich Morgens zu schnell aufstehe/aufwache - und mir inzwischen auch das morgendliche Radiohören auf die 'Nerven' geht, sehe ich hier sehr wohl einen Zusammenhang. P.B.

Bestehen Zusammenhänge zwischen HS und Migräne?

6.7.2014
Für mich ist das Thema HS sehr aufschlussreich, finde mich bei vielen Aspekten wieder. Frage: Haben Sie Infos., ob das Krankheitsbild "Migräne" mit hineinpasst, bin sehr empfindlich bei Lärm, Blendung, Stress, Flackerlicht, Wetterveränderungen, und, und und... A.H.

--> Migräne-Betroffene sind herzlich eingeladen, zu dieser Forschungsfrage mit ihrem Kommentar zum Thema beizutragen. Bitte benutzen Sie dazu das Kontaktformular.

Übermässiges Schwitzen

15.5.13
Vor kurzem bin ich auf das Thema Hochsensibilität gestossen und beim Lesen der Informationen habe ich mich oft wiedererkannt. Ich habe auch einen Test gemacht, welcher sehr eindeutig zeigte, dass ich offensichtlich zu dieser Menschengruppe gehöre. Meine Hochsensibilität könnte einiges erklären, was mir Schwierigkeiten bereitet und meine Lebensfreude beeinträchtigt. Ich wollte Sie fragen, ob Sie von ähnlichen Fällen gehört haben. Seit ich ca. 12 Jahre alt bin, leide ich unter verstärktem Schwitzen/Schweissausbrüchen. Es hat sich im Laufe der Jahre gebessert, und heute habe ich es nur noch in Situationen, wo ich mich nicht wohlfühle, unter Druck bin oder wenn ich in Gruppen von Menschen bin, die ich nicht kenne, wenn ich etwas leisten muss (Arbeitsplatz) oder wenn ich Körperarbeit mache (Massage etc.). Sobald ich jemandem für eine Weile die Hände reichen muss, beginnen diese an zu schwitzen. Ich fühle mich generell sehr unwohl in Menschengruppen, wo ich niemanden kenne. Mein Körper reagiert dann wieder mit extremem Schwitzen. S.G.

Kennt jemand dieses Problem? Dann schreiben Sie uns über das Kontaktformular.

14. Mai 2014
Tolle Website, vielen Dank dafür!
Dieses Problem kenne ich gut. Es begann an einer Prüfung oder wurde mir damals zum ersten Mal bewusst, als ich 12 war. Wie im Abschnitt beschrieben, ergeht und erging es mir. Seit gut 10 Jahren bin ich das Handschwitzen los. Ich habe viel Psychotherapie (Aufarbeitung) hinter mir:-) Das Achselschwitzen aber ist geblieben. Liebe Grüsse, B.

Neurodermitis

20.1.12 Neurodermitis als Reaktion?
Ich bin sehr verzweifelt und hoffe, endlich Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Unser Sohn hat sehr sehr starke Neurodermitis. Zur Zeit hat er wieder einen Schub, wo er keinen Quadratzentimeter gesunde Haut am Körper hat. Sein Körper ist übersät mit offenen, nässenden, blutenden Stellen. Diese Schübe hat er immer und immer wieder. Beim letzten Schub waren wir wieder einmal in der Kinderklinik.
Inzwischen haben wir alle Cremes durch, wir haben zuckerarm ernährt, haben Ei weggelassen etc,.... Das einzige, was hilft, ist Cortisoncreme beim Schub. Zwischen den Schüben pflegen wir ihn mit Mandelöl und Neribast. Und ohne, dass sich irgendetwas ändert, kommt früher oder später der nächste Schub. Kein neues Waschmittel, keine neuen Lebensmittel, keine neue Seife etc. Vor wenigen Wochen wurde er wieder auf Allergien getestet, es war alles unauffällig. Es kann einfach keine körperliche Ursache gefunden werden.

Unser Sohn (er war auch bis nach seinem 1. Geb ein Schreikind) ist sehr sensibel und sehr schmusebedürftig. Zudem ist er pingelig; d.h., es muss immer alles korrekt sein. Spielzeuge werden immer in eine bestimmte Ordnung aufgestellt, er räumt immer wieder zwischendurch auf und wenn ich z.B. für seinen Trinkbecher einen andersfarbigen Aufsatz nehme, schreit er und trinkt keinen Schluck und möchte "seinen" Aufsatz haben.
Einen festen Tagesablauf etc haben wir. Auch ein Abendritual. Verschiebt sich das auch nur um 30 Minuten, schreit er viel und schläft schlecht. Auch am nächsten Morgen schreit er dann bis zu 2 Stunden. Ab dann ist alles wieder scheinbar ok.
Er ist eher ein Beobachter. Auch wenn andere Kinder da sind, steht er meistens erst sehr lange und beobachtet intensiv, bevor er mitspielt.
Inzwischen habe ich den Gedanken, dass diese Schübe eine Reaktion auf eine (von uns nicht wahrzunehmende?) Veränderung seiner Umwelt sind. Der Gedanke kam mir, weil der Schub zeitgleich mit zwei Hiobsbotschaften kam, die mich etwas aus der Bahn geworfen haben.
Aber wie kann ich ihm dann helfen?
Ich möchte nicht wieder und wieder ins Krankenhaus, denn .... es ändert sich nichts.
Die Therapien, die sie dann vorschlagen, lassen sich im Alltag nicht umsetzten, zumindest nicht in meinem Alltag. Leider ist das so.
Er wird alle paar Stunden eingecremt, bekommt bei Kratzanfällen kühlende Verbände, bekommt abends Fenistil, hat Neurodermitisoveralls, alle 2 Tage wird mit wechselnden Badezusätzen gebadet.
Ich glaube wirklich, er reagiert nicht auf irgendwelche "Stoffe", sondern auf Veränderungen - aber ich habe Angst, meinen Arzt darauf anzusprechen, weil ich Sorge habe, dass er mich für völlig gaga hält,....

6.6.2016: Dem betroffenen Jungen geht es mittlerweile besser!
Meinem Sohn geht es glücklicherweise sehr gut. Wir haben einen sehr guten Weg gefunden, damit klar zu kommen, und seine Schübe sind nun deutlich milder und wir steuern direkt entgegen. Es war kein leichter Weg - aber ich bin froh, dass es ihm jetzt endlich so gut geht und er fast unbeschwert spielen und toben kann, egal ob auf dem Spielplatz oder im Pool.:)...

Tipps zum Thema Neurodermitis sind trotzdem - für andere Betroffene - immer noch sehr willkommen! --> Kontaktformular

(jüngste Berichte zuunterst):

10.12.13
Beim Lesen des Berichts über den Sohn mit Neurodermitis musste ich spontan an Autismus denken. Wahrscheinlich wegen der Reaktionen auf Veränderungen. Aber auch Schwierigkeiten im Kontakt werden beschrieben - und Neurodermitis ist ja auch ein Ausdruck dessen (die Haut als Kontakt&Grenze zur Außenwelt) - ist Thema bei Autismus-Spektrum-Störungen.
Kann aber auch total daneben liegen. Würde mich interessieren, ob schon mal in diese Richtung gedacht wurde, und auch generell, wie es dem Jungen jetzt geht; hatte auch mal Neurodermitis (aber nur lächerlich schwach im Vergleich zu dieser Geschichte).
Bemerkenswert finde ich auch, dass das Kind so gerne kuschelt trotz der schlimmen Haut. Wenn ich einen Schub hatte, durfte mich keiner anfassen. Mitfühlende Grüße, L.

30.6.14
Hallo! Ich kann mir Ihre Sorgen um Ihren Sohn vorstellen. Und die Ohnmacht, ihm nur zusehen zu können, ohne echte Hilfe!
Bevor ich auf Hochsensibilität gestoßen bin, habe ich mich intensiv mit "Familienstellen" nach Bert Hellinger befasst. Sich darin eizuarbeiten lege ich Ihn sehr ans Herz!!! In jeder Familie wirken Kräfte nicht aufgearbeiteter Geschehnisse, die unbewusst an die nächsten Generationen weiter gegeben werden. Es scheint mir, dass gerade Hochsensible diese Schwingungen und Verschiebungen innerhalb des Familiensystems intensiv, aber leider oft unbewusst, wahrnehmen und "ausbaden". Mir ging es lange Zeit genau so. Sie können bei einer Familienaufstellung unter fachlicher Anleitung schauen, ob Ihr Sohn, bzw. Sie unbewusst Sorgen, Ängste, Schuld etc. "übernimmt/übernehmen", damit das System der Familie "ausgeglichen" wird/bleibt.
Ergänzend dazu rate ich Ihnen dringend, sich an einen erfahrenen Homöopathen/in zu wenden, um von dem Cortison weg zu kommen!!! In der Homöopathie, die den Menschen als Ganzes sieht, wird Neurodermitis eng mit Problemen der eigenen Abgrenzung und "Durchlässigkeit" von Gefühlen (anderer) in Verbindung gebracht. Ähnlich wie bei Hochsensiblen auch. Alles, was die Seele beeinflusst, drückt der Körper aus. In einer angemessenen homöopathischen Behandlung könnte Ihr Sohn ev. durch die passenden Mittel dahin geführt werden, sich abzugrenzen und auszudrücken, ohne sich "zerfleischen" zu müssen. Alles Gute für Sie und Ihr Kind! B.W.

4.9.2014
Hallo, der Bericht über Ihren Sohn liess in mir intuitiv das Thema Asperger-Syndrom aufflackern. Das Asperger-Syndrom ist eine Form von Autismus. Darauf gebracht hat mich Ihre Beschreibung der akribisch genauen Tagesabläufe, die geschehen müssen. Es gibt einen wunderschönen Animationsfilm zu diesem Thema: "Mary and Max" von Adam Elliot. Liebe Grüsse B.Z.

28.1.16
Lesen Sie das Buch: "Hoffnung, die unter die Haut geht - endlich frei von Neurodermitis".
Autor: Alexander Egger, Hänssler Verlag (Gerth Medien)
Es wird Ihnen weiterhelfen. Viele Grüße, D.

26.5.16
Das Problem der Neurodermitis, wie auch viele andere Erkrankungen ähnlicher Art haben grundsätzlich Ihren Ursprung im Darm und dessen nicht vorhandener Balance. Eine Linderung der Neurodermitis, oder Psoriasis etc. tritt am ehesten ein, wenn man primär die Ernährung umstellt und eine Möglichkeit der Behandlung sucht, die bewirkt, dass sich bestimmte, positive Darmbakterien ansiedeln und ausbreiten können, welche für das Wohlbefinden und die körperlichen Stoffwechselprozese unverzichtbar sind, um einen gesunden Körper- und Gemütszustand zu halten. (siehe z.B. im Internet Infos über den zertifizierten indischen Ayurveda-Arzt Dr. Vikram Chauhan) L.K.

HS und Gehör: Wer kennt Misophonie? Hyperakusis? Wer hat Tipps für überempfindliche Ohren?

Tipps für überempfindliche Ohren?

17.6.12 Umgang mit lauten Männerstimmen
Ich bin vor einem halben Jahr auf durch einen sehr lieben Menschen auf diese Seite aufmerksam geworden. Nun mein aktuelles Anliegen: Ich bin sehr geräusch-empfindsam, auch sehr was markante, laute Männerstimmen angeht. Wie kann ich im alltäglichen Leben besser, für meine Ohren sinnvoll mit einer lauten Männerstimme umgehen? Gibt es zu diesem Thema vielleicht ein paar technische Tipps?
Für eine Anregung oder Hilfe wäre ich sehr sehr dankbar!
Gruß C.

Ein Tipp ist zu finden auf einer Website zum Begriff Hyperakusis (anklicken). Hyperakusis wird hier bezüglich niedriger Reizschwelle - auf der Ebene des Gehörs - ähnlich beschrieben wie Hochsensibilität.

--> Danke für weitere Tipps für empfindliche Ohren über das Kontaktforumular

17.1.12 Wer kennt Misophonie? Zusammenhänge zu Hochsensibilität?
Misophonie bedeutet eine starke selektive Abneigung gegen ganz bestimmte Geräusche aufgrund einer niedrigen Geräusch-Toleranz (Selective Sound Sensitivity Syndrome). Man nimmt an, dass diese Störung das Resultat einer aussergewöhnlich starken Verbindung ist zwischen dem vegetativen Nervensystem und dem limbischen System (-->Gefühle) im Gehirn. Betroffene reagieren ungewollt heftig (inkl. körperliche Reatkionen) auf ganz "normale" Geräusche wie z.B. das Schmatzen eines Essenden, Husten, elektrische Geräusche etc. Ein Betroffener sucht andere Betroffene zum Austausch und zur eventuellen Gründung einer Selbsthilfegruppe für Misophoniker: Bitte folgende Mailadresse zur Kontaktaufnahme benutzen: miso.phonie@gmx.ch

16.7.13
Ich habe eine interessante Seite gefunden für Misophonie betroffene:
www.misophonie.info
Viel Glück allen! R.M.

Hochsensibilität und AD(H)S

4.3.11 Hochsensibilität und AD(H)S
Haben Sie auch Erfahrung mit AD(H)S im Zusammenhang mit Hochsensibilität? Ich bin bald 58 Jahre alt und habe mein AD(H)S vor 6 Jahren entdeckt. Via Boreout, Angsstörung und Depression.

Sieger sind nicht
Menschen
die niemals verlieren
sondern
Menschen
die niemals aufgeben

N.B. Ich probiere jetzt mein Glück in einer Selbsthilfegruppe in U. mit dem Thema Hochsensibilität. Am Montag haben wir unsere zweite Sitzung. Ich habe Ihre Home-Page via Link von der Selbsthilfegruppe entdeckt. Ihr Homepage ist gut aufgebaut. Herzliche Grüsse, J.A.

14.7.09 Hochsensibilität und ADS/ADSH/ADHS? Austausch gesucht!
Hallo zusammen! Ich heisse Dominik, 28 und nehme seit 5 Jahren "Ritalin" gegen mein ADHS (Aufmerksamkeitsdefizithypersyndrom). Gibt es hier auch Leute die unsicher sind betreff ihrer Diagnose oder gibt es ev. einen Zusammenhang zwischen HS & ADHS ?? Lieber Gruss *dominik*

(Siehe für direkten Austausch das Forum "Austauschanzeigen".)

--> Inzwischen gibt es zum Thema einen Bericht von Birgit Trappmann-Korr auf dieser Website: Gibt es "echtes" oder "unechtes" AD(H)S?

Psychisches Leiden, am Beispiel eines jungen männlichen Hochsensiblen

In diesem Kapitel "Leidensberichte" überwiegen Beiträge über körperliches Leiden, weil dem psychischen Leiden, das bei Hochsensiblen beider Geschlechte häufig auftritt, auf der Website in vielen Kapiteln bereits sehr viel Raum gegeben wird.

Auf ein Thema sei hier aber speziell eingegangen: Männliche Hochsensible haben es in einer Beziehung schwieriger als weibliche: Das "männliche Idealbild" transformiert sich zwar langsam in unserer Gesellschaft, jedoch ist es für einen Mann nach wie vor wichtig, stark und "lässig" zu wirken: Sensible junge Männer, welche ihre Sensibilität leben, werden von Geschlechtsgenossen oft als Schwächlinge angeschaut (irrtümlicherweise!) oder in einer Gruppe von Jungs weniger geduldet. Häufiger als andere werden sie auch Opfer von Mobbing.

So geschieht es leider häufig, dass sich hochsensible Jungs und Männer dem herkömmlichen Männlichkeitsideal anzupassen versuchen und sich und ihre Bedürfnisse dabei ständig übergehen, anstatt in der eigenen Sensibilität eine Kraft zu entdecken. Dadurch spielt sich ihr Leiden vorwiegend innerlich ab, was den inneren Leidensdruck erhöht und zu starken Gefühlen von Einsamkeit und Verzweiflung führen kann, da es auch noch nicht überall als "männlich" gilt, sich z.B. therapeutische Hilfe zu holen.

Stellvertretend sei hier ein Bericht wiedergegeben über die Situation eines jungen Mannes, der sehr eindringlich seine innere Befindlichkeit widergibt.

1.3.12
Hallo Frau Schauwecker, ich weiss nicht wo ich jetzt anfangen soll. Es fällt mir auch gerade sehr schwer, das hier zu verfassen und ich versuche auch mich kurz und knapp auszudrücken, da ich ihnen nicht ihre Zeit rauben will. Ich war immer schon anders als die anderen Kinder, eine extreme fantasywelt, ich habe auch ständig Tagträume, die sehr extrem zum Teil sein können. Naja ich habe ihre Seite gelesen, weil ich mich viel mit der psychologie befasse, dass ich ein helfersyndrom habe ist mir schon etwas länger bewusst und einige andere symptome auch. die Sachen die ich heute hier gelesen habe (und ich bin zufällig auf diese Seite getroffen, weil ich nach "etwas zerfrisst mich von innen" gegooglet habe aus einer stark emotionalen Phase resultierend...) haben mich erdrückt, da wirklich jeder Punkt auf mich zutrifft. besonders der punkt mit dem stur sein, trotzig, weil ich gefühle als schwäche empfinde. Ich habe nur noch nie so richtig aktiv den Hintergrund wahrnehmen können. Wenn ich jedoch alleine bin, ist es oft wie ein film, ein klassisches Stück, komponiert mit geige und Klavier, kann Emotionen in mir hochrufen die ich nicht beschreiben kann, tiefe Trauer, viel nachdenken, hier steht dieser draht zur musik, ich habe nie verstanden, wieso ich so extrem der musik verfallen bin. Und das noch in so vielen richtungen und Musikarten. Ich selbst spiele Gitarre, hab es mir selbst beigebracht und lustig ist, dass es das einzige ist, was ich nicht hab nach ner zeit fallen lassen. Ich fühle mich immer als aussenseiter, eigenartig, um es banal auszudrücken, nach aussen wirke ich wie ein sehr stabiler und selbstbewusster mann, bin aber total den computer und videospielen verfallen, passe aber gar nicht in dieses bild, gehe sehr gerne angeln, spiele schach, gitarre, liebe anime serien. Ich begreife nicht, wieso ich an sovielen dingen interessiert bin und verfalle auch in tiefe Trauer, da ich weiss, dass so sachen wie geige spielen, für mich nicht mehr in frage kommen, da es zu spät ist. Ich denke auch, dass ich krank bin, da ich dazu neige sehr enge und brüderliche bindungen zu meinen freunden aufzubauen. ich kanns mir halt nicht erklären, wieso bist du so, wieso sprichst du der person solch einen hohen wert aus, wenn du siehst, dass sie dir nicht den selben zuspricht... habe damit auch einige schmerzhafte erfahrungen machen müssen. Meine Gefühle müssen immer so extrem sein, andersartig. Ich bin zb so sehr fasziniert von revulutionären, ich verwerfe eher den fortschritt, da ich der Meinung bin, dass wir damit die welt schlechter machen. Soviel Hunger, krieg, leid, gier, Geldhunger, korruption, kälte. das macht mich so dermaßen krank, dass ich morgens keine lust habe aufzustehen. Ich mache eine Ausbildung zum Kafumann und habe so das gefühl, dass ich da gar nicht rein passe. Oft sage ich Kunden, das sie gewisse waren nicht kaufen sollen, ich kann einfach nicht alles verkaufen und das stellt mich wie unter druck, weil ich immer ehrlich bleiben muss... Viele sind dankbar dafür und irgendwie mache ich meistens sehr nette erfahrungen mit den menschen aber irgendetwas fehlt mir. ich bin meist sehr müde und unkonzentriert, für die schule kann ich nicht lernen, ich weiss nicht wieso, komme aber auf meine konstanten 1en und 2en, die ich mir nicht wirklich erklären kann. Im betrieb fällt es mir auch oft schwer mit jedem klar zukommen. Ich sehe halt wie kollegen die sich weniger mögen trotzdem so verhalten als wäre nichts und sich anlächeln. mein problem ist einfach, dass ich das nicht kann, man sieht das bei mir, ich kann diese emotion nicht unterdrücken, ich kann auch nicht dann einfach so tun als wäre nie was gewesen, wenn die person mich gekränkt hat. Ich denke auch immer viel darüber nach, wie über alles andere auch. eigentlich denke ich am tag mehr nach wie ich atme oder schritte gehe. Immer dieses denken, 1000 gedanken, 1000 probleme anderer die mir im kopf rum schwirren, für die ich lösungen suche, aber seit einiger zeit jedoch zu überfordert bin um mich dieser probleme anzunehmen und resultierend daraus fühle ich mich dann noch super schlecht, weil ich mich dann als ignorant und selbstsüchtig empfinde. ich kann gegen all diese dinge nichts tun, ich weiss nicht wohin ich will und wer ich bin, ich kann mich selber nicht verstehen, ich kann diese kalte raue welt nicht verstehen und das grösste ist, dass meine umwelt nicht mal allzu grausam zu mir war, ich kann mich ihnen super anpassen mehr oder weniger und komme auch mit netten menschen bei denen mir mein gefühl sagt, ja die sind anständig, ich kanns nicht erklären ich fühle das einfach, wenn jemand rein ist. Genau mit diesen menschen kann ich ein sehr starkes band aufbauen und dennoch fühle ich mich so allein. Diese einsamkeit verdränge ich immer, nach dem motto ich komme zurecht, ich brauche niemanden, dass liegt evtl auch daran, dass ich sehr stoltz bin. Zum Glück habe ich so eine wundervolle chefin, die mir soviel verständniss entgegen bringt, sich einmal die woche mit mir befasst für 1 std oder länger und mir zuhört und mir hilft einen weg zu finden, doch habe ich manchmal das gefühl, dass sie mir vielleicht nicht helfen kann obwohl sie sehr weise und vorrausschauend ist und mich ziemlich gut einschätzen konnte. Ich will ihr nicht zur last fallen, dafür mag ich sie viel zu sehr. Gott ich merke gerade wieviel ich geschrieben habe, dass tut mir sehr leid... Ich weiss einfach im moment nicht was ich machen soll oder was sache ist, nachdem ich all diese sachen gelesen habe und in einem selbsttest auf 288 von 300 möglichen punkten gekommen bin (hs). beinahe alles was ich hier lese trifft auf mich zu... Im moment zb. bin ich immer nur zuhause, gehe nicht mehr zu freunden, spiele jeden tag computerspiele und manchmal denke ich, es ist eine art fluchtweg aus der realität die ich so sehr verabscheue, andererseits waren videospiele schon immer meine leidenschaft, verzeihung ich mache hier einen punkt, sie müssen mir nicht antworten, ich finde das wirklich sehr lobenswert mit ihrer internetseite. Sie haben ein gutes herz und versuchen anderen menschen zu helfen, dass was ich nie wirklich konnte, wozu mir der mut zum ersten schritt fehlt, dafür bewundere ich sie und ich bedanke mich, dass sie mir endlich zeigen konnten woran mein verhalten mein ganzes ich liegen kann. ich bezweifle bzw weiss, dass alles auf mich zutrifft jedoch merke ich wie gerade mein hirn versucht, alles zu blocken, sachen wie "ne du steigerst dich da viel zu sehr rein, du leidest nicht daran, das wäre ja zu einfach jetzt gewesen, nach all den jahren durch eine internetseite zu erfahren was dir wirklich fehlt". ich bin mir sicher sie haben schon vielen anderen menschen geholfen, die so verloren sind wie ich. Ich wünsche ihnen alles glück dieser welt. J.

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