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Persönliche Berichte, Meinungen

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20.5.17 Ein "Erfahrungsbericht"...
Sehr geehrte Frau Schauwecker, zunächst vielen lieben Dank für Ihr Engagement und ihre so überaus informative und Impulsgebende Seite.
Wie vermutlich den meisten HSP, erging es mir in meinem Leben nicht anders. Immer das Gefühl zu haben "anders" zu sein und nicht "dazugehörig", aber nicht zu wissen warum. Immer dieses "Denken" und "Sinnieren", das Grübeln, die gefühlte Freudlosigkeit, und im Inneren zu wissen das es einem Alleine eigentlich besser geht, obwohl es sich doch so "falsch" anfühlt. (Positive) Gefühle kaum zeigen können, (negative) gleichsam aber nicht verbergen können.
Wie oft habe ich mir gewünscht anders zu sein. So zu sein wie die Anderen. Weniger empfindsam, belastbarer, härter. "Selig sind die geistig Armen" fiel mir dabei immer ein. Was natürlich Blödsinn ist, denn normal sensible Menschen sind natürlich nicht dümmer. Aber als Jugendlicher sah ich das so und das fortwährende "Denken" wurde zur Last. Deshalb wünschte ich mir oft einfach dümmer zu sein.
Vor wenigen Wochen hatte ich so ein Erlebnis, wo mir von außerhalb bestätigt wurde, dass ich ein "guter Indikator" wäre. Es war ein Vorstellungsgespräch für eine hochbezahlte Führungsposition in unserem Unternehmen, an dem ich teilnahm. Nachdem der Bewerber gefunden war (einer aus mehreren), sagte ein Kollege zu mir: "...bei allen Anderen hat man dir an der Nasenspitze angesehen, dass das nicht passt". Vor dem Hintergrund von HS und dem Wissen darüber sehe ich diese Aussage in einem anderen Licht. Offenbar kann man introvertiert sein (denn das bin ich) und trotzdem wie ein offenes Buch sein. Kein angenehmes Gefühl.

Ich erinnere mich noch sehr gut an ein Ereignis, da war ich vielleicht 12 oder 13 Jahre alt. Da sah ich einen Jungen der in sich versunken auf einer Bank saß und eine Banane aß. Dieses Bild hat mich so berührt, dass ich völlig unvermittelt an zu weinen begann. Ich weiß bis heute nicht warum, was da so berührend war, aber es hat sich eingebrannt.
Aus der Erinnerung heraus hatte ich eine glückliche Kindheit in der mir meine Familie den Freiraum ließ, den ich benötigte. Ich spielte viel allein und zog mich oft in mein Zimmer zurück. Oder ich unternahm etwas mit den zwei einzigen Freunden. Damals hat mich das nicht gestört. Es ging mir gut damit. Der Wendepunkt, so weiß ich heute, kam erst, als mich meine Eltern auf eine weiterführende Ganztagsschule in der nächsten Stadt schickten. Ich war am Boden zerstört, weinte tagelang, vermutlich weil ich ahnte, dass nun der Freiraum und die Möglichkeiten des Alleinseins, die Möglichkeiten zur Ruhe zu kommen, gegen Null gingen. Anfangs fuhr ich mit dem Schulbus dorthin. Das ging nicht lange gut. Ich ließ mir immer häufiger Ausreden einfallen, warum ich nicht mit dem Bus fahren konnte (Er ist nicht gekommen, er war voll, man hat mich stehen gelassen). Dann fuhren mich meine Eltern zur Schule und später fuhr ich mit dem Fahrrad 30 km am Tag.
Klassenfahrten waren mir ein Gräuel. Da mein Vater Lehrer war, fuhren wir mehrmals im Jahr in die Ferien nach Österreich. Die meisten Kinder hätten vermutlich gejubelt, für mich war das nicht witzig. Nur wusste ich nicht warum. Ganz schlimm war immer die Rückkehr nach Hause. Die Blumen waren verblüht, die Felder abgeerntet, das Licht war anders und wenn es ganz blöd lief wurden die Bäume schon herbstlich. Das hat mich immer traurig gemacht, weil alles anders war als zu dem Zeitpunkt als wir wegfuhren.
Auch heute fahre ich privat ungern weg, da ich es beruflich viel tun muss. Im Urlaub bleibe ich lieber Zuhause und genieße meine "kleine große Welt".
Erst jetzt, nachdem ich über HS gelesen habe weiß ich, warum dass alles so war. Und auch warum es so ist. Das ist zwar irgendwie erleichternd, aber ändern tut sich leider nichts.

Ich lernte als Kind neben anderen Instrumenten auch das Gitarrespielen. Übrigens das einzige was mich mein Leben lang begleitet. Ich habe es nie aufgegeben. Es dauerte nicht lange und ich brachte mir auch sehr schwierige Stücke selbst bei. Einzig und allein durch Zuhören. Irgendwann hatte ich es im Ohr und konnte es auf mein Instrument übertragen.
Ich lernte einen technischen Beruf in dem ich viele Jahre arbeitete bis er mir zu "oberflächlich" wurde. Später absolvierte ich ein naturwissenschaftliches Studium. Das war eine der schönsten Zeiten in meinem Leben, weil ich endlich verstand was um mich herum geschah. So deute ich es heute. Ich bin handwerklich sehr begabt und mache die tollsten Sachen. Allerdings ohne darüber nachzudenken, was ich da tue. Es funktioniert einfach.
Im Hirn hingegen findet der allgegenwärtige und nicht enden wollende Verarbeitungsprozess der Einflüsse statt, die z.B. im Tagesverlauf (oder gar im Leben?) auf einen hereingerasselt sind.
Ich glaube dieses intuitive Handeln und die feinen Sinne (bei mir hauptsächlich das
Gehör) sind wirkliche große Vorteile der HS. Ich glaube, dass HSP viel besser die Folgen des eigenen Handelns abschätzen können. Und zwar im Vorhinein. Und wenn ich die Folgen meines Handelns nicht abschätzen kann, dann dauert es eben etwas länger. Deswegen leben sie eigentlich "sicherer" und schützen sich z.B. besser vor Verletzungen. Während meine Mitschüler in der Schule sich schon das dritte Mal den Arm gebrochen hatten, habe ich bis heute keinen Bruch oder sonst eine schwerere Verletzung erlitten. Möglicherweise eine Folge der differenzierteren Wahrnehmung und deren Verarbeitung?
Als ich das erste Mal, durch Zufall, über HSP las, war es so wie es oft zu lesen ist. Es fiel mir ein Stein vom Herzen. Zu fast 100 % erkannte ich mich und mein Verhalten seit frühster Jugend wieder. Es ist jetzt etwas über ein Jahr her dass ich von HSP erfuhr.
Die Euphorie verschwand aber bald. Mir geht es mit der Erkenntnis eine HSP zu sein nicht unbedingt besser, nur das ich jetzt eben weiß warum ich so bin wie ich bin. Denn die Probleme die damit einhergehen bestehen ja weiterhin und je älter man wird - ich bin jetzt 52- umso schwerer wird es, sein Leben "HSP-gerecht" zu gestalten. Die Abläufe sind zu eingefahren, der Handlungsspielraum wird kleiner. Für wichtig erachte ich, dass man sich dessen bewusst sein sollte, dass man intensiver aufnimmt, verarbeitet und reagiert und man dazu den Raum braucht und man sich diesen Raum auch nehmen muss.
Leider musste auch ich mehrfach erfahren, dass das HSP-sein kaum beziehungstauglich ist. Aktuell ist bei mir wieder eine langjährige, erfüllende Partnerschaft gescheitert, weil "mein" Raum zum "Abarbeiten" fehlte oder immer kleiner wurde. Beruflich mit extremem Input beschäftigt geht das offenbar im Privaten nicht mehr. Man kann nicht permanent über seine Grenzen hinausgehen. Das fatale ist wieder einmal: es wird mit dem "Anderssein" des Partners verbunden. Von beiden Seiten.
Und da sind Schuldgefühle wieder ganz nah. So tragisch das klingen mag, dieses mal habe ich die Beziehung beendet. Es wurde zu "eng" und ich fürchtete um meine Gesundheit. Einerseits bin ich froh darüber mein "Sein" in den Vordergrund gestellt zu haben, andererseits fühle ich mich schuldig. Aber das ist offenbar ein Los, dass die HSP "gezogen" haben und mit dem sie leben müssen...
Es grüßt sie ganz herzlich, M.W.

10.7.16 "Immer alles recht machen..."
Ich bin 35 und Mutter einer 6 Monate alten Tochter. Ich fühle mich irgendwie anders, seit ich klein war. Schon als Kind habe ich mich immer von anderen Kindern distanziert und war ein kleiner Einzelgänger. Ich hatte zwar 2-3 beste Freundinnen welche bei mir im Dorf wohnten, aber das waren ebenfalls nette bei denen ich mich einfach wohlgefühlt hatte und so sein konnte wie ich bin, ohne drüber nachzudenken wie ich mich zu verhalten "hatte". Als es dann in die Pubertät ging und wir langsam erwachsen wurden und ich auch noch die Schule gewechselt habe, haben wir uns leider schnell aus den Augen verloren. Ich hab mich irgendwie nicht verändern und in die Erwachsenenschiene reinrutschen wollen, in der man anderen Kontra geben muss, sich anpasst, mit Menschen sinnlosen Smalltalk führt usw. Ich bin irgendwie in meiner "alle sind lieb unpd nett" Traumwelt geblieben und habe die nicht verlassen. In der Schule war ich immer die Ehrgeizige und wollte immer zu den besten gehören, aber ich war einfach zu ruhig, weil ich immer jede kleine Spannung unter den anderen aufgesaugt habe, alles beobachtet habe und mir dann immer nur die schwachen Leute ausgesucht habe, mit denen ich mich dann unterhalten habe weil ich wusste, sie tun mir nichts. Klingt irgendwie seltsam aber das war so.
Ich muss noch dazu sagen, dass mein Vater früh gestorben ist und ich immer sein Liebling war und mit seinem Tod ziemlich zu kämpfen hatte. Richtig zu trauern hab ich irgendwie nie geschafft weil ich niemanden hatte, wo ich mich ausweinen konnte - meine Mutter wurde depressiv und war mir nicht wirklich eine Hilfe. Meine Geschwister haben sich auch distanziert.
Ich bin schon immer sehr feinfühlig gewesen und merke irgendwie jede kleinste Spannung die
im Raum liegt. Ich hab immer das Gefühl ich kann bei jedem Menschen direkt sehen was er denkt, wenn ich mich kurz mit ihm unterhalte, obs ihm gutgeht oder nicht, ob er arrogant ist oder nett.
Nun ist es so dass ich seit mittlerweile fast 10 Jahren in einer Autovermietung arbeite wo es darum geht, anderen Autos zu vermieten, Angebote zu machen und Versicherungen zu verkaufen. Da ist eine gewisse Menschenkenntnis nötig um zu erkennen, was mein Gegenüber möchte. Aber wir haben auch eine sehr aggressive Firmenpolitik in der es darum geht, soviel wie möglich zu verkaufen und dabei den Kunden zu überzeugen. Ich nutze meine Menschenkenntnis hier dahingehend aus, dass ich merke, wen ich überzeugen kann oder nicht, aber nicht durch Erklärungen, sondern mit meinem Charme und meiner Nettigkeit. Und da ist das Problem. Denn meine Kollegen (welche direkt neben mir hocken) sind alles sehr durchsetzungsfähige Charaktere, die durch geschickte Gespräche den Kunden überzeugen. Ich komme mir dann immer komisch vor, wenn ich als einzige auf nett mache, denn dann geraten sie schnell in eine arrogant wirkende Rolle, das merk ich dann auch wieder schnell und ändere dann wieder meine
Gesprächsart. Wenn ich das nicht mache, werd ich schnell die Gesprächsführerin unter allen und sozusagen die Leitperson, die dann alles gefragt wird wenns Probleme gibt. Sie will ich aber nicht sein, da mich das schnell überfordert. Auch untereinander sind die Kollegen zwar nett, aber gestellt nett, und ich merke immer, wie einer dem anderen Arbeiten zuschiebt, sich ausredet, teils lästert, andere anfallenden Arbeiten einfach liegenlässt etc. und ich dann vieles erledige, weil ich mich dann einfach verbal nicht wehren kann. Ich kann mich mit den meisten nicht über private Dinge unterhalten, weil ich dann gleich zu persönlich werde oder persönliche Dinge frage, wo mein Gegenüber gleich nervös wird. Und sobald ich das merke fahr ich die Gegenschiene und hör mir all seine Geschichten an, die mich teils überhaupt nicht interessieren. Nach mir wird dann aber nie gefragt, und wenn dann läuft das immer nur auf Smalltalk aus, den ich überhaupt nicht leiden kann.
Ich habe immer irgendwie das Gefühl, dass ich andere Menschen kopiere wenn ich mich mit Ihnen unterhalte, in der Art zu reden usw., und bei mehreren Menschen wird das schwierig, da denk ich dann immer andere merken das und denken ich bin anders. Überall wo viele Menschen zusammenarbeiten gibt es Konflikte, ich merke jeden einzelnen und versuche dann alles und jedem recht zu machen, damit ich selbst nicht in Konflikte mit den andern gerate. Es ist wie ein Teufelskreis in den ich mich jeden Tag von neuem bewege.
Ich überlege seit Jahren dort zu kündigen, aber krieg es nie auf die Reihe weil ich nie weiss was ich dann machen soll. Ich bin langsam am verzweifeln weil ich mich privat auch jeden Tag aufs neue irgendwie durchkämpfen muss, meine Energie immer weniger wird und sich meine Gedanken jede Minute und jeden Tag um das gleiche drehen, andere zu analysieren. Mir fehlt irgendwie ein Halt an dem ich sagen kann ich bin glücklich... A.M.

8.4.16
Ein Leben lang hochsensibel.
Lange nicht erkannt, und ungeschützt.
Ich sollte als Kind (und später) immer das Gegenteil von dem sein, was ich war.
Ich wollte nicht Theater spielen, nicht Flöte und Klavier vor anderen Leuten, nicht Klassensprecher sein.
Ich wollte lesen, in der Natur und lieber für mich sein.
Ich brauche Ruhe, die Natur, bin gern allein.
Hab vieles in mir drin
Sinnieren, Nachdenken, Schreiben
"Du bist nicht richtig, wie Du bist. Du solltest anders sein."
Anpassung, meinerseits. Über-Anpassung.
Über die eigenen Grenzen, immer.
Nachbarn, laute Kollegen, und die Arbeit - alles eine Qual.
Musik und alles - tief empfunden.
Der Sinn für Schönes.
Hohe Emotionalität, sehr "irritierbar".
In der Liebe oft verletzt. Jetzt keine Kraft und Nerven mehr dafür.
Die weit offenen Antennen sind ein Segen - für die Anderen.
Sie sind für mich - ein Fluch.
Mit 50 ausgebrannt, ja krank.
Muss trotzdem weitermachen, da allein.
Auch Psychologen, Ärzte verstehen meistens nichts von HSP. Zwecklos, so meine Erfahrung, von dort Verständnis, Hilfe zu erwarten.
Ich passe nicht zu dieser Welt, und nicht zu diesen Menschen, wie es scheint.
Wie's weiter geht? Ich weiß es nicht.
Wo ist der Raum für mich?
w, 50)

20.1.16
Geliebtes Kind
Du sehnst Dich nach Liebe und Geborgenheit.
Manch Türe geht auf und wieder zu. Lass los, vertraue. Du bist Liebe. Es fällt Dir schwer zu glauben. Du bist Liebe. Lass Dich führen, lass Dich so sein wie Du bist. Es gelingt Dir immer besser, zu sein. Breite Deine Flügel aus, lass Dich vom Wind dahintragen. Siehst Du die glitzernen Steine? Das Wasser formt sie immer wieder neu. Es flutet und läuft, es formt und geschieht. Das Wasser nimmt Dich mit auf eine Reise. Die Sonne wärmt Dich. Du spürst den Wind im Haar, Leichtigkeit fliegt.
Komm mit, gib mir Deine Hand. Du atmest diese frische Brise ein, lässt Dich tragen, Dein Herz wird ganz leicht. Du gehst einige Schritte zu Fuss im dunklen Sand, das Rauschen des Meeres erfrischt und erneuert Dich. Es ist und bleibt ein verborgener Tropfen. Du siehst in an und lächelst. Alles Lebendige erfreut Dich. Du gibst und empfängst. Wie eine leichte Feder läufst Du beschwingt durch Dein Leben. Du lässt geschehen, Du gibst Vertrauen, Du bist weise und klug. Lass vieles hinter Dir, gib Acht auf das, was Du Dir erhoffst. Löse Dich von Deinen Gesetzen, gib Dich frei. Es gibt immer Boden, lässt Dich stärken. Lass los und lebe. D.

17.7.15 Meine Erfahrungen
Guten Tag Frau Schauwecker, ich möchte mich zuallererst einmal bei Ihnen für die Publikation dieses Themas bedanken.
Ich bin 21 jährig (m) und würde Ihnen gerne von meinen persönlichen Erfahrungen, aus meinem Leben mit Hochsensibilität berichten. Vielleicht können Sie ein paar Informationen für Ihre Arbeit gebrauchen.
Als Kind, etwa 5 jährig, fiel es meiner Mutter und Bekannten auf, dass ich oft andere Interessen verfolgte als die Gleichaltrigen. Es lag jedoch nicht hauptsächlich daran welche Interessen das waren, sondern vielmehr wie ich diese ausführte. Man musste mich ermahnen doch eine Pause einzulegen und etwas zu trinken, denn ich war dermassen vertieft und interessiert in meinem Tun, sodass ich jegliche Ablenkung vermeiden wollte. Die Interessen waren breit gestreut.
Aus der Sicht meiner Mutter und denjenigen welche mich kannten, war ich ein ausgesprochen ruhiges Kind, was ich auch selbst zu bestätigen weiss. Ich mochte die Ruhe, ich mochte es wenn es im Sommer Abend wurde und ich, wie fast immer, über die Felder spazierte und das Licht in mich aufnahm. Mich berührte diese Atmosphäre zutiefst. Die Gerüche die in der noch warmen, doch stellenweise kühlen Abendluft lagen, lösten in meinem tiefsten Innern etwas aus, was ich bis heute nicht zu beschrieben weiss. Es ist ein Gefühl das mich zu Tränen rührte. Es war aber kein Gefühl der Traurigkeit, sondern vielmehr ein Gefühl des tiefsten Friedens in mir. Ich verspürte das selbe Gefühl auch wenn ich Musik hörte, welche ich schön fand oder beim betrachten von gewissen Bildern. Ich zog mich gerne zurück, was viele Erwachsene in meinem Umfeld als ein negatives Zeichen ansahen. Ich selbst fühlte mich jedoch in dieser "positiven Einsamkeit" sicher und geborgen. Ich brauchte diesen Rückzug um das Gesehene zu verarbeiten. Es fiel auf, dass ich mehr wahrnahm als andere z.B. ich sah einen Vogel sofort bevor die anderen Ihn sahen. Es war für mich, oder ist immer noch so, als würde jeder einzelne Reiz der Umwelt sofort von mir bemerkt werden. Ich mochte als Kind keine lauten Orte, oder Orte an denen viel passierte, wie beispielsweise Bahnhöfe, Einkaufszentren, Gartenbäder etc. Ich empfand es als Stress und machte meine ersten negativen Erfahrungen mit meiner Hochsensibilität. Wenn ich mit meiner Mutter über den Bahnhof lief, dann war ich so gestresst, dass es keinen Platz mehr hatte für irgendwelche Gespräche. Ich gab dann gereizte Antworten und wurde unhöflich ihr gegenüber.
Meine Mutter nahm Erlebnisse dieser Art immer sehr schlecht auf und ich bekam zuhören, dass eben alle anderen Kinder nett wären zu ihren Eltern. Als ich sie fragte was sie sich denn zum Geburtstag wünsche sagte sie, dass sie sich einen netteren Sohn wünsche.
Ich muss an dieser Stelle noch erwähnen, dass meine Mutter einen enormen Druck zu tragen hatte, da mein Vater uns kurz nach meiner Geburt verliess. Das Verhältnis zu den Grosseltern mütterlicherseits war zu dieser Zeit nicht wirklich gut und väterlicherseits gab es niemand da dieser Strang in Bolivien beheimatet ist.

Wie schon erwähnt war ich sehr ein ruhiges Kind und hatte schon früh einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, welchem ich auch immer folgte und Partei ergriff für Schwächere. Zu Tieren hatte ich eine starke Bindung. Ich hatte Mitleid sogar mit Insekten und versuchte so viele wie möglich aus dem Wasser zu fischen und vor dem sicheren ertrinken zu retten. Auch liebte ich es draussen zu sein, im Wald zu spielen, denn ich mochte die Atmosphäre der Natur, die Gerüche, Geräusche und natürlich das Licht welches so zart durch die grünen Blätter stiess. Ich konnte einfach dort sein und zuschauen. Es fiel auf, dass ich irgendwie anders war.
Meine Mutter machte sich Sorgen, da ich mich so oft zurückzog und praktisch nichts für die Schule lernte und mich im Unterricht langweilte. Wir waren bei Ärzten, Psychologen, bei Heilpraktikern ja sogar mal bei einer Hexe an einem See. Meine Mutter war überzeugt das etwas mit mir nicht stimmte. Die Heilpraktiker empfahlen einen Ernährungsplan um herauszufinden ob ich gewisse Lebensmittel nicht vertrage. Die Hexe gab mir ein Spruch mit auf den Weg, den ich jeden Abend vor dem Schlafen aufsagen sollte. Die Psychologen haben mir gleich den Stempel aufgedrückt und diagnostizierten ADS. Man sagte, dass wohl Ritalin das beste sei um meine schulischen Leistungen zu heben und meine Verträumtheit zu senken. Meine Mutter jedoch, wollte mir keine Pharmazeutika verabreichen und so blieb es vorerst bei der speziellen Ernährung und den Sprüchen.
Meine Leistungen in der Schule verschlechterten sich immer weiter und man sah bald nicht mehr das friedliche Kind in mir, sondern vielmehr ein Kind, welches schlecht in der Schule war und sich lieber mit "Blödsinn" beschäftigte als mit Lernen.
Dieser "Blödsinn" war für mich aber extrem wichtig. Ich besuchte ab und zu eine grosse Eiche und erzählte ihr von meinem Tag. Natürlich ist mir klar, dass Bäume nicht sprechen können aber ich fand es schön Abends unter dieser Eiche zu sitzen und alles zu geniessen. Der Wind der mir so sanft über den Körper streichelte und die Vögel die ihr Abendlied sangen, welches ich als begeisterter Zuhörer immer so genoss. Dieser "Blödsinn" machte mich irgendwie aus und ich war auch ein bisschen stolz so zu sein. Der "Blödsinn" beinhaltete auch alle Lokomotiven der SBB und BLS mit technischem Namen bezeichnen zu können und sie auch zu erkennen. Meine Interessen waren weit verstreut und ich ging immer extrem in die Tiefe, denn ich wollte es einfach wissen.
Es wurde dann verboten mich mit diesen Dingen zu beschäftigen, bis sich in der Schule etwas änderte. Ich dachte es sei nicht in Ordnung, so zu sein wie ich bin und ich wurde wütend und traurig. Was man mir jedoch liess war die Musik. Ich spielte seit dem 7. Lebensjahr Schlagzeug, bald darauf folgten Klavier, Marimbaphon und andere Perkussionsinstrumente. Es bereitete mir viel Freude und Entspannung zu musizieren. Ich fing an meine eigenen Lieder zu komponieren und hatte Auftritte. Ich schrieb auch gerne Gedichte und lass sie meiner Mutter oder Bekannten vor. Doch ich schämte mich dieses Wesen meinen gleichaltrigen Freunden zu zeigen, was ich auch nie tat. Ich dachte immer, dass ich schwach bin im Innern und vielleicht nicht ganz dicht. Auch sagte mir meine Mutter oft was für ein fauler Sack ich doch wäre und dass ich sowieso Strassenkehrer werde. Ich merkte wie anders ich war, genau gesagt ich fühlte mich wie ein Alien.
Doch auch als Alien hatte ich Spielkameraden, auch wenn ich mich der Gesellschaft gern entzog, wurde oft nach mir gefragt ob ich denn Lust hätte zum Spielen.
In der 5. Primar meinte Mutter, man müsse meine musischen Talente fördern und meldete mich an einer Rudolf Steiner Schule an, da man der Meinung war die Staatsschule ist nichts für mich. In den 4 Jahren Steiner Schule tat ich jedoch alles andere als meine Talente zu fördern. Ich kam in eine sehr unruhige Klasse und merkte wenn ich so bleibe wie ich bin, dann werde ich zum Opfer. Also fing ich an mich zu wehren.
Ich fing an die Lehrer zu beleidigen und machte, wenn auch ungern andere Mitschüler runter. Bald hatte ich, wenn auch selten, meine ersten Kontakte mit Alkohol. Ich kämpfte von nun an mit aller Kraft gegen mein Wesen und schlüpfte in eine Rolle die mir "normal" erschien. Ich hörte auf zu musizieren, ich hörte auf zu malen und besuchte nie mehr den Wald oder die grosse Eiche. Ich packte alles weg und begründete es, dass ich mich nicht mehr dafür interessieren würde. Ich war fest davon überzeugt, dass es falsch war so zu sein wie ich.
Meine Mutter schleppte mich wieder zu einem Psychologen, da ich nun wirklich depressiv war. In der 9. Klasse, also dem letzten Schuljahr waren meine Noten dermassen miserabel, dass ich wohl nie eine Lehrstelle gefunden hätte. Ich bekam jedoch die Möglichkeit ein Jahr nach England zu gehen um die Englische Sprache zu erlernen und das Jahr mit einem Examen zu beenden. Also stieg ich mit 16 in den Reisecar und fuhr nach Britannien, da ich dachte es gäbe sonst keine Zukunft für mich. In England fing ich an mehr zu trinken, denn ich war immer noch im Krieg gegen mich selbst. Auch wurden von meinem Psychologen verschiedenste Pharmazeutika verschrieben, welche ich jedoch unregelmässig nahm. Ich polierte in diesem Jahr meine Noten dermassen auf, sodass ich danach das Gymnasium besuchen konnte.
Innerlich war ich zu diesem Zeitpunkt irgendjemand aber niemals ich. Ich fühlte mich oft sehr traurig und dachte mir, es stimmt was meine Mutter oft sagte, ich bin vielleicht wirklich nicht ganz dicht.
Am Gymnasium verliebte ich mich leider in ein Mädchen, doch sie erwiderte diese Gefühle nicht, was mich zutiefst verletzte. Ich hatte schon oft "Freundinnen" doch hatte ich immer Angst mich ihnen zu öffnen, da ich mich ja für schwach hielt und solch ein feinfühliges Verhalten für mich nicht männlich war.
Ich lebte in dieser Zeit einen "Prollmodus" um alles an mir zu vertuschen. Ich hasste mich in dieser Figur dermassen. Meine Selbstreflektion ist eigentlich sehr gut, doch wer nicht sich selbst sein will, der beginnt bestimmt nicht mit Selbstreflektion.
Ich verlor vollkommen den Bezug zu mir selbst, natürlich hat auch die Pubertät ihren Beitrag dazu geleistet. Ich trank viel und verkehrte in Clubs und an Parties, obwohl ich beides überhaupt nicht mag. Ich besuchte die Schule nur noch unregelmässig, lebte in den Tag hinein, suchte Streit. Ich war im Innern so traurig und zerrissen, sodass ich anfing über Selbstmord nachzudenken.
Mein Vater meldete sich einmal per Telefon doch ich erkannte seine Stimme nicht, also legte ich auf, denn auch er gab sich nicht zu erkennen. Ich erfuhr später von meiner Mutter, dass es wohl mein Vater war, der ein paar Unterlagen brauchte.
Mein Grossvater mütterlicherseits meldete sich auch einmal und sagte ich würde seine Tochter, also meine Mutter, kaputt machen und das ich doch einfach verschwinden solle.
Ich brach das Gymnasium nach zwei Jahren ab. Auch begann ich mein Geld auf illegalem Weg zu verdienen, trieb mich herum. Von dem sensiblen Kind und seinen Interessen war nichts mehr zu sehen.
Ich hatte auch zwei Abstürze und landete im Spital, da ich mit Alkohol "einschlafen" wollte. Ich akzeptierte es nicht, dass ich anders war als die Anderen und wehrte mich um endlich normal zu werden, doch ich war immer noch anders. Meine Ängste nahmen zu und ich kam in die Jugend Psychiatrische Anstalt aufgrund einer Depression und dem ganzen, nun wahrhaften Blödsinn den ich veranstaltete.
In diesem Umfeld fühlte ich mich als wäre ich nichts wehrt, ich dachte ich bin ganz unten angekommen. Man veranlasste auch einen IQ-Test und es wurde bei mir eine Hochbegabung festgestellt. Als ich nach zwei Monaten einmal in der Woche aus der Institution heraus durfte klaute ich wieder alles mögliche und tat was ich vorher schon machte. Mit der Polizei kam ich nur einmal in Konflikt, die anderen male hatte ich Glück. Ich hatte mich selbst verloren, ich verspürte nur noch eine innere Zerrissenheit.
Als ich die Psychiatrische Anstalt, nach 6 Monaten verliess, kam ich in ein Betreutes Wohnhaus. Das soziale Umfeld war auch dementsprechend. Es wurde oft geschrien, geprügelt, am Wochenende wurde gesoffen und randaliert. Ich selbst war nie gewalttätig, ich provozierte sehr oft, doch ich hatte erst zweimal eine Auseinandersetzung in diesem Masse.
Ich merkte wie es mit mir bergab ging und ich fing wieder an zu malen. Ich malte, schrieb Gedichte, ich tat dies da ich mich nach meinem alten "Ich" sehnte. Mir ging es jedoch nicht besser und ich verliess, gegen jegliche Vernunft und Beratung, das Betreute Wohnhaus und zog wieder zu Hause ein.
Ich schlief den ganzen Tag und wollte mit niemandem zu tun haben. Nachts ging ich alleine raus und bemalte Züge. Doch besuchte ich gerne Museen und lass viel. Das einzige was mir, durch diese Zeit, immer blieb war mein Interesse an vielen Dingen.
Irgendwann warf mich meine Mutter hinaus, da ich nichts machte ausser mich selbst zu zerstören. Ich lebte dann 2 Monate auf der Strasse, ab und zu bei einem Freund.

Ich trat dann wieder ins Betreute Wohnhaus ein und absolvierte ein Praktikum als Koch und begann eine Lehre in diesem Beruf. Der raue Umgang schreckte mich zuerst, doch hatte ich keine andere Eventualität.
Mit der Zeit fand ich richtigen Gefallen an dieser Arbeit, vor allem das kreative und doch exakte Anrichten der verschiedensten Farb-, Geschmacks- und Geruchs- Komponenten lösen bei mir einen Sprudel von Gefühlen aus, welcher mich immer wieder überwältigt.
Ich fing an zu lernen mich wieder selbst zu spüren und liess meinem ganzen Wesen freien Lauf. Ich besuchte wieder den Wald und sogar die Eiche, auch lösche ich meinen Wissensdurst mit allerlei Büchern und Taten. Ich trinke keinen Alkohol mehr, nehme weder Pharmazeutika noch Drogen; betreibe viel Sport. Und heute, wenn ich über die Felder wandle und das Licht mir ein unbezahlbares Schauspiel bietet, bleibe ich stehen und kann es nun geniessen, denn ich merke, dass ich etwas sehr Wertvolles in mir habe, für das ich unendlich dankbar bin.
Ich kann dieses Zückerchen in meinem Beruf sehr gut gebrauchen und ich bekomme auch dem entsprechende Rückmeldungen, welche mir seelisch sehr gut tun.
Die Hochsensibilität hat sich bei mir sehr früh gezeigt, doch, so glaube ich, war die Forschung noch nicht so weit. Ich erzähle Ihnen dies, da ich finde Ihre Arbeit ist sehr wertvoll und erleichtert Zukünftigen Hochsensiblen oder Hochsensiblen- Hochbegabten ihr Weiterkommen immens, sodass sie ihre Fähigkeiten als Bereicherung anerkennen und nicht als "Negatives-Anders-Sein". Freundliche Grüsse, C.

24.4.15 Mir war schon IMMER klar, ich bin anders und es ist ok so...
Liebe Frau Schauwecker, ich danke ihnen für diese Seite...... Bestimmt fangen viele Nachrichten so an die an sie gerichtet sind. Auch mir fällt nichts anderes dazu ein. Danke! Ich bin überglücklich diese Seite gefunden zu haben. Ich bin vor etwa 8 Wochen auf dieses Thema (HSP) im Internet aufmerksam geworden. Ich habe mich SOFORT in den verschiedenen Berichten der Leute und in den HSP Tests wiedererkannt. Bei den Tests schliesse ich fast immer mit 300 Punkten ab. Auch ich kann berichten, schon als Kind anders gewesen zu sein. Ich war ein sehr scheues Kind, sehr verletzlich, ein Außenseiter von den anderen Kindern gemieden. Ich dachte immer, mit mir stimmt etwas nicht und die anderen werden wohl recht haben. Ich kann einfach nicht verstehen, dass Menschen so hart sein können. Sie hinterlassen sooo tiefe Spuren.
Später empfand ich es als sehr schlimm, tiefer zu lieben(Partner, Freunde usw) als andere Menschen und sie auf diese seltsame Weise wahrzunehmen die ich mir NIE erklären konnte, erkennen zu können was in ihrem Inneren vorgeht, eben einen tieferen "BLICK" zu haben. Wahrzunehmen was sie fühlen und zu merken wann man belogen worden ist. Ich merke sofort ob ein Mensch mir zugetan ist oder nicht. Ich "sehe Menschen" mit all ihren Facetten und nehme sie wahr. Wenn ich in einem Kaffee sitze und ich ins Gespräch mit dem Tischnachbarn komme oder im Bus oder wo auch immer mir Fremde begegnen. Ich sehe einfach wie es ihnen geht.
Menschen fühlen sich in meiner Nähe sehr wohl und verstanden. Manchmal bin ich ihnen aber auch suspekt, weil ich so gut zwischen den Zeilen lesen kann. Sie fragen mich oft ob ich eine Hexe bin, weil ich sehr viel von ihnen weiss ohne das sie es mir erzählt haben. Ich bekomme immer so viel von ihnen mit. Deswegen habe ich mich auch mit Psychologie befasst. Ich wollte
einfach begreifen was an mir so anders war oder ob ich mir diese Sachen die ich wahrnehmen
konnte einfach nur einbildete. Meine dadurch entstandene Zerrissenheit, machte mich sehr traurig. Ich hatte so viel zu geben und ich selber fühlte mich sooo unverstanden und ungeliebt! Andere waren halt nicht so wie ich.
An meiner ersten großen Liebe, die leider gescheitert ist, bin ich fast zugrunde gegangen. In mir ist wahrhaftig ein Stück gestorben und dann kam meine Rettung, mein Heiland und Erlöser Jesus Christus. Alles Leid was ich bis da in meinem Leben erfahren habe, wurde mit einemmal geheilt. Und ich kann ihnen wirklich sagen, ich habe VIEL Leid in meinem Leben erfahren. Ich wusste bevor ich zum Glauben kam, nichts über mich. ich war soo eingenommen von fremden Menschen ich hatte ihnen so viel Raum gegeben dass ich mich nicht kennen lernen konnte. Ich wusste von anderen so viel und von mir selber kaum etwas. Aber das ist jetzt alles anders.
Gott hat mir eine Gabe gegeben und ich bin sehr dankbar dafür. Ich bin anders als andere und das ist gut so...LOL
Was ich noch sagen möchte, Geräusche, bestimmtes Licht, Unruhe in einem Raum und verschiedene Emotionen der Leute bringen mich fast um. Ich bekomme dadurch einen wahnsinns Migräneschub. Andere empfinden mich als anstengend weil ich meine Umgebung leise brauche. Das Licht muss passen (etwas abgedunkelt) usw... Ich höre alles soooo viel lauter. Habe dadurch Schwierigkeiten 100% an meiner Arbeitstelle zu geben. Jedes knacken (Kugelschreiber) raschelndes Papier, ist unerträglich. Das ist eine sehr große Behinderung für mich.
Es tut mir Leid, dass ich so viel geschrieben habe aber zum ersten Mal fühle ich mich verstanden. Dank ihrer Seite habe ich den Mut darüber zu erzählen, dass habe ich wirklich noch nie getan. Jetzt weiss ich was ich "habe", Ich bin Hochsensibel... Ich bin sehr erleichtert dass es jetzt einen Namen dafür gibt. Ich dachte auch immer ich sei von einer seltenen Krankheit befallen.
Danke für diese Seite! Hier kann man Berichte Lesen von anderen denen es auch/ähnlich geht. Man ist nicht mehr ALLEIN. Ich wünsche ihnen Gottes reichen Segen. Es grüßt sie ganz herzlich, C.

5.3.15
wieso scheinen hier viele trotz ihrer hochsensibilität ganz gut klar zu kommen und freunden sich sogar damit an? alles was ich mir wünsche ist, dass ich auch zu so einem holzklotz werde, wie die menschen, die mich umgeben, damit ich endlich einmal ein wenig zur ruhe kommen könnte und mir endlich einmal nicht über jeden umgeknickten grashalm gedanken machen muss. es ist ganz fürchterlich für mich, ich zu sein! für mich fühlt sich mein leben eher so an, als würde ich durch ein minenfeld stolpern und abends bin ich geradezu erschlagen. ich habe festgestellt, dass ich zumeist eine art "schleier" über mein gesamtes bewusstsein gezogen habe, als filter gegen allzu viele reize. jedoch bin ich dadurch lethargisch und abgelenkt geworden und fühle mich, als ob ich ein unbeteiligter zuschauer wäre, der einem absoluten wrack beim leben zuschaut. ich bin überhaupt nicht die person, die ich eigentlich wäre, wenn ich mich getrauen würde, wirklich ich zu sein. ich verstehe mich selber nicht. ich komme nur ein wenig zur ruhe (und gleichzeitig quält mich dies ganz besonders) wenn ich mir mein leben erträume, wie ich es eigentlich gerne hätte. manchmal bin ich in diesen träumen so gefangen, dass ich völlig neben der spur bin und erst recht nichts auf die reihe kriege. ich will diese eigenschaft nicht haben, wenn ich dadurch einfach nur permanent leide, und ich habe niemanden, der das versteht, zumal es eh nur ganz wenige menschen gibt, die davon wissen und denen ich mich öffnen kann. die meisten leute bezeichnen mich als lebensfroh und als jemand, der sein leben im griff hat. da kann ich nur lachen, wenn ich so etwas höre. es zeigt mir nur, dass ich meine rolle gut spiele als "braves mädchen, das teil der gesellschaft ist" und mich tatsächlich keiner kennt (kein wunder, da ich ja kein sozialleben habe). ich bin absolut unglücklich und am liebsten würde ich einfach auf eine einsame insel abhauen. nein, ich kann wirklich nichts gutes an meier sensibilität finden, sie macht mich schwach und nutzlos, ich falle anderen dauernd zur last und fühle mich als opfer. ich habe mein ganzes leben lang nur angst gehabt, ich fühle mich wie ein freigelegter nerv. ich bin so müde und einsam :-( w.r.

11.1.15 Endlich endlich endlich
Danke danke danke Frau Schauwecker!!
Ich kann verstehen, wenn sie keine Zeit haben sich mit mir zu beschäftigen, aber einen Versuch ist es wert. Gerade weil mein Beitrag wirklich unstrukturiert ist. Aber danke schon mal im Voraus. Sie glauben gar nicht, wie gut es mir geht, seitdem ich auf Ihrer Seite war. Endlich weiß ich, "was mit mir los ist" und vor allem, was noch viel wichtiger ist, dass es Gleichgesinnte gibt. Gleichgesinnte, ja danach habe ich gesucht und wurde oft enttäuscht... hab meine Mitmenschen glaube ich oft überfordert.... gerade meine Familie.
Zu mir: Ich bin ein 16 jähriges Mädchen. Schon seid längerem überlege ich, wie ich nun endlich mal Gleichgesinnte finde. Ich dachte mir dass ich einfach mal im Internet etwas über mich schreibe... vielleicht fühlt sich ja jemand angesprochen? Dann hab ich in der Suchleiste "Gleichgesinnte finden" eingegeben und bin so auf HSP aufmerksam geworden. So hab ich viel gelesen und sehr schnell festgestellt, dass ich mich dort einordnen kann. All das was hier steht... Sie glauben gar nicht was für ein großer Stein mir vom Herzen fällt... denn gerade in der letzten Zeit (aber eigentlich schon seit ich denken kann) zerreißt mich etwas von innen... ich habe das Gefühl viel intensiver zu leben... es ist einfach so, dass ich mich vollkommen wieder erkenne. In letzter Zeit hab ich unbewusst gelernt, mit mir besser umzugehen. Mein größtes Problem sind aber soziale Kontakte.
Oberflächig Freunde zu finden ist kein Problem für mich. Aber wie gesagt... oberflächig... solche Freundschaften "befriedigen" mich einfach nicht... das hört sich komisch an... aber so ist es. Gespräche langweilen mich oft, ich habe keine Lust mit ihnen zu telefonieren zum Beispiel. Und dabei komme ich mir immer so unfair vor. Oft erzählen mir Personen viel über sich, auch "intime" Dinge, sie vertrauen sich mir an. Ich aber hab mich noch nie jemanden anvertraut, mich nie loslassen können... und das ist es, was mich ziemlich belastet. Ich habe hier auf der Seite etwas gelesen, das ziemlich gut beschreibt wie ich das meine: In meiner Seele steckt so unendlich viel Liebe, und ich würde, wenn eine Person meine Qualitäten erkennt und sich mir quasi annimmt, sie bedingungslos lieben (freundschaftlich, sowie auch
beziehungstechnisch). allerdings stelle ich mir das so vor, da ich ja mich kaum erinnern kann, jemanden so zu lieben (meine Familie natürlich). das letzte mal, dass ich auch von meiner Seite aus alles für die Freundschaft getan habe, war für meine beste Kindergarten-Freundin (vor ca. 10 Jahren) ...ich glaube (und das habe ich jetzt erst festgestellt) dass ich sie zu sehr
geliebt habe... aktuell bin ich sehr froh über eine andere Freundin (seid der 1. Klasse), sie ist ein komplett anderer Mensch, aber ich glaube sie ist ein Mensch der mich erden lässt (ich glaube du verstehst was ich meine), ansonsten habe ich nur oberflächige Freundschaften und ich sehne mich so sehr danach, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen und habe seit gestern
das erste Mal Hoffnung, das tut so unglaublich gut... so das wars erst einmal... der Text ist bestimmt total unstrukturiert, das tut mir leid... aber ich kann mich so schlecht ausdrücken, ich will immer so viel ausdrücken und am Ende kommt da so etwas bei raus. Aber ich glaube Sie verstehen mich. Und ich danke Ihnen von ganzem Herzen! Ich glaube ich kann von nun an noch besser damit umgehen. Mein Traum wäre es, Gleichaltrige ähnlich denkende Menschen kennen zu lernen... Liebste Grüße, J.

27.11.14: M, 14 Jahre alt
Hallo, mein name ist Name ist M., ich bin 14 jahre alt.
Ich hoffe sie denken jetzt nicht dass die (also ich) doch gar nicht wissen kann ob sie hochsensibel ist oder nicht wegen dem alter, ich wusste sehr lange (seit ich mehr mit anderen menschen zu tun habe) nicht was diese abneigung bedeutet, die selbstgewählte einsamkeit in Büchern, die schon fast abgrundtiefe abneigung gegen übernachtungen und verabredungen, ich habe eigendlich die welt immer komplizierter gesehen, hinterfragter, bunter wo sie andere farblos sahen, ich tue meinen beiden besten freundinnen jedes mahl weh wenn ich mal wieder bei einer anfrage nach einer verabredung nein sage und sie verstehen es nicht. leider.
ich weine viel, sehr viel, manchmal weil jemand auf meine kosten einen witz gemacht hat den ich ja auch irgendwie witzig fand manchmal einfach so z.b. wenn wir irgendwo essen gehen (Was wir zum glück! nicht oft tun). Meine Mutter weiß das nicht sie denkt ich wäre einfach sehr nahe am wasser gebaut.
Meine eltern sind geschieden, ich bin jedes zweite wochende bei meinem Vater, ich sehe ihn gerne doch ich bin nicht allzu gerne da, da wo ich ruhe habe ist mein zuhause und mein zuhause ist der friedhof, der wald daneben oder mein bett mit einem Buch. Ich liebe bücher. Ich sage nicht gerne ich liebe, denn das muss meiner meinung nach einen grund haben. Meistens weiß ich wie es den Menschen in meiner umgebung geht.
Die meisten sagen ich sei geistig sehr reif und würde weiter denken als die meisten erwachsenen. Außerdem verhalte ich mich in sehr vielen situationen nicht so wie alle anderen, ich habe das beobachtet und denke dass ich das nicht tue um mich irgendwie abzugrenzen, sondern das sind einfach meine natürlichen reaktionen auf situation x und y. Ebenfalls mag ich regen und kälte, ich mag es nicht zu schwitzen und die sonne ist mir zu hell. Ich stehe komischerweise gerne weit weg von einer Menschenmenge entfernt und beobachte sie, ich beobachte generell alles gerne.
Ich habe eine sehr ausgeprägte fantasie, deswegen stehe ich manchmal auch einfach nur so da und schaue ins angeblich leere, denn nur ich sehe das Pferd die wiese und die überlebensgroßen Blumen, niemand sieht sie nur ich. Deswegen denken manche menschen auch ich bin geistig eingeschränkt, das ist schade denn eine zeit lang habe ich versucht zu erklären wie komisch meine welt aussieht, generell lebe ich in vielen Welten bei meinem Vater, bei meiner Mutter, in der schule... alles das sind welten, und meiner Katze gefällt es nicht wenn sich die Welten vermischen.
Ich habe keinerlei Allergien, ich bin so selten krank das ich in den letzten vier zeugnissen nicht einen versäumten tag stehen habe.
Ich schreiben geschichten, eine menge menschen sagen dass sie sehr gut sind (Bitte nicht falsch verstehen ich möcht mit nichts angeben was ich hier schreibe) meistenst stirbt ein mensch oder auch zwei. Ich liebe meine Geschichten, sie verstehen mich sozusagen obwohl ich sie geschrieben habe, sammelt sich dort mein leid.
ich habe frieden, meine katze schläft sozusagen wenn mein zimmer aufgeräumt ist, wenn nichts und niemand etwas von mir will. Selbst in sozialen netzwerken ist es mir zu voll und zu wuselig ich fühle mich dann wie ein Hund ohne gesuchsinn. Es fühlt sich nicht schön an.
Ich hasse es zu fliegen, nicht etwa weil ich flugangst habe sondern wegen den menschen massen. Ich weiß nicht was mich daran stört es ist halt einfach so.
Manchmal liebe ich meine gesonderte sichtweise auf viele dinge, weil sie dann nicht so trist ist, doch meistens verkompliziert sie sehr vieles.
Gestern und vorgestern habe ich texte gelesen wo ich mich wiederfinde, es war wunderschön. Das klingt einfältig aber ich wusste nicht wie man dieses Bunte, Laute, dass sich sein leben in welten aufteilt, nennt, dass es dafür überhaupt einen namen gibt.
Ich habe mich immer so gefühlt als würde mein innerstes wie eine Katze das Fell sträuben und einen buckel machen, dann habe ich die Katze gestreichelt bis sie sich ein bisschen beruhigt hat, doch sie ist immer weiter umhergelaufen, hat hin und wieder gefaucht und dann das Fell gesträubt als die situation z.b. eine übernachtung dann vorbei war hat sie geschnurrt und sich beruhigt zusammengerollt und geschlafen, sehr lange. Ich hoffe sie haben den vergleich verstanden.
Es ist auch wundervoll zu wissen das diese bunte laute welt die abneigung gegen menschen menschenmengen das alles zusammen gehört! es dafür ein wort gibt das man nicht alleine ist.
Ich wusste bis vor kurzem nicht dass mir das so wichtig ist. Ich weiß nicht warum ich das schreibe aber ich glaube ich wollte einfach jemandem davon erzählen.
Ich möchte mich sehr entschuldigen für meine eventuell vielen rechtschreib und und satzbau fehler, das liegt an meiner lästigen Rechtschreibeschwäche (Ich schreibe bewusst nur rechtschreibschwäche weil sich mein lesen so sehr verbessert hat das man zu glück nicht mehr von einer schwäche sprechen kann) Und ich wollte sie allerhöflichtst fragen wie erkläre ich meiner "Umwelt" das die angeblichen abweisungen nichts rein gar nichts mit ihnen zu tun hat sondern nur mit mir. Und wie erkläre ich das meiner mutter und wie meinem vater?
Ich kann ja wohl schlecht zu meiner mutter hingehen und sagen ich bin HS, das klingt ja wie eine krankheit. Und sollte ich ihnen das überhaupt sagen bevor ich das thema nicht genau genug erklärt habe und sie dann tatsächlich denken dass ich krank bin oder das ich mich wichtig machen möchte. Das währe sehr schlimm.
Und gibt es bücher für hochsensiebele kinder also die nicht auf die die eltern ansprechen sondern wirklich für die kinder geschrieben sind und nicht für die eltern der kinder.
Es wäre sehr sehr nett wenn sie meine fragen beantworten könnten.
Ich habe noch einen hoffentlich guten vergleich, mein leben fühlt sich an als ob ich nackt mit allen empfindungen über die welt laufe, mich stört in diesem vergleich meine nacktheit nicht, und alle anderen laufen dick eingepackt über die welt mit verschlossenen augen, sie denken zwar sie könnten sehen aber das können sie nicht nur ich sehe. ich sehe alles.
Ich hoffe ich habe ihnen nicht ihre Zeit gestohlen. Mit absulut freundlichen grüßen M.

Antwort der Website-Autorin: Leider hat M. in ihrer Mail eine falsche Mailadresse aufgeschrieben. So konnte sie meine Antwort offenbar nicht bekommen, das tut mir wirklich leid, denn ihre schöne, ehrliche Schilderung hat mich sehr berührt. Ich veröffentliche hier meine Antwort, vielleicht findet M. sie ja einmal in diesem Forum:

Liebe M, danke dass du mir von dir erzählt hast. Du belästigst oder verärgerst mich überhaupt nicht: deine Zeilen haben mich berührt. Und ich denke, dass du sehr gut spürst, dass du hochsensibel bist. Vieles, was du schreibst, ist sogar ganz typisch für Hochsensible. Und dann hat auch jeder hochsensible Mensch seine ganz persönlichen Eigenschaften, die du sehr schön beschreiben kannst. Deine Vergleiche mit der Katze sind sehr gut, - denn Katzen gelten als sehr sensible Tiere. Es ist ganz wichtig, dass du lernst, ganz zu dir zu stehen und dich nicht zu entschuldigen für deine Persönlichkeit: du bist genau richtig, wie du bist.

Ich verstehe sehr gut, dass es dir leid tut, wenn deine Freundinnen traurig sind, dass du dich nicht mit ihnen verabreden willst. Erzähle ihnen doch einfach ganz ehrlich, warum das so ist. Sag ihnen: "Das hat überhaupt nichts mit euch zu tun, ich mag euch. Aber ich vertrage einfach nicht so viele Verabredungen."
Ein Kinderbuch über Hochsensibilität kenne ich leider nicht.

Auch bei Mutter und Vater würde ich es mutig wagen, ihnen zum Beispiel die Website über Hochsensibilität zu zeigen und ihnen zu sagen: "Schaut mal diese Website an, ich glaube, das was da steht, passt zu mir. Ich glaube, dass ich hochsensibel bin." Wenn die Eltern kurz nachlesen, um was es sich handelt, dann merken sie sicher bald, dass das überhaupt nichts mit Kranksein zu tun hat. Hochsensible Menschen können mit ihrer Besonderheit und ihrer feinen Wahrnehmungen die Welt bereichern. Es müssen nicht alle gleich sein, - wie langweilig wäre da unsere Welt. Es braucht auch die Menschen, die so empfinden wie du und wie andere Hochsensible.

Falls es nicht auf Anhieb klappt und du nicht auf viel Verständnis stösst: sei nicht verzweifelt und gib nicht auf: das heisst nicht, dass du nicht richtig bist, sondern dass die andern das noch nicht verstehen. Man weiss noch nicht so lange von Hochsensibilität, und es ist wichtig, dass das Thema bekannt wird. Verletzt und traurig sein, wenn nicht gleich alle einem glauben, bringt uns nicht viel: du selber musst an dich glauben und dich nicht mehr entschuldigen und sagen du seist nicht wichtig... Doch, du bist wichtig! Und du selber musst daran glauben.
Alles alles Gute für dich und ganz herzliche Grüsse, Marianne Schauwecker

2.11.14 HSP und Kunst
nachdem ich einiges zu HSP gelesen habe, würde ich gerne wissen ob meine besonderen Gefühle sich hier einordnen lassen, bzw, ob andere Menschen ähnliche Erfahrungen haben.
Ich kann teilweise einzelne Töne körperlich spüren - vergleich mit einer Welle die durch den Körper fließt. Auch kann ich bei bestimmten Bildern oder Statuen, speziell wenn die Hände abgebildet sind, die gezeigte Bewegung auch selbst spüren. m.s.

Antwort: Hochsensibilität kann - nebst einigen allgemeinen Wesenszügen - ganz verschiedene persönliche "Ausformungen" zeigen, darum kann ich mir gut vorstellen, dass das, was Sie schildern, mit einer hochsensiblen Veranlagung zusammenhängen könnte.
Es gibt ähnliche Phänomene, z.B. das der Synästhesie: Lesen Sie nach bei folgendem Link: Synästhesie.

23.6.14
Danke erstmals für die interessante Seite! Ich finde sie sehr bewegend. Ich fühle mich als Teil dieses Themas. Erst seit kurzem hörte ich von diesem Thema. Seit ich mich damit befasse, wühlt es mich sehr auf und beschäftigt mich. Ich bin erst 22 Jahre alt und habe schon einige Diagnosen erhalten. Eine davon ist das ADH(hypo)S. Dies ist ja sehr ähnlich wie diese Hochsensiblität. Es verwirrt mich nun fast schon, wo ich mich den nun "einordnen" soll.
Jedenfals sind "wir anders" in dieser Welt. Das spüre ich schon länger, und ich bin so froh, nicht alleine damit zu sein. Schön, wenn "wir" vieleicht auch irgendwann besser in diese Welt passen und das Thema bekannter wird. Danke und liebe Grüsse, N.F

Hinweis der Autorin dieser Website: Lesen Sie zu den Zusammenhängen zwischen ADHS und Hochsensibilität das Kapitel "Hochsensibilität ist keine Krankheit.

2.11.13
Wie soll ich meinen Beitrag beginnen....ach ja....DANKE!
Danke an sie Frau Schauwecker für diese ganz, ganz tolle und wertvolle Webseite! Und auch Danke sage ich dem Sandmännchen, das mich diese Nacht wieder gemieden hat! Normalerweise bin ich stets zornig wenn ich über Stunden vergeblich auf seinen Besuch warte, sprich, ich leide an Schlaflosigkeit gegeben durch den fiesen Parasiten Namens Burnout! Aber letzte Nacht hat sich das wach sein gelohnt!
Ich bin nun seit 2 Monaten krankgeschrieben und habe in kürzester Zeit sämtliche Phasen durchlebt und erfahren, was ein Burnout alles mit sich bringt! Aber dank dem jüngsten Vorfall, bei dem ich eine 17 jährige Freundschaft beenden musste, bin ich auf diese Webseite gestossen! Eigentlich wollte ich diesem Freund nur eine letzte Mail senden, mit einem Link, der ihm vielleicht hilft, mein Burnout besser zu verstehen! Und bei all den Schlagwörtern wie 'Umgang mit Burnout Patienten', 'wie hilft man einem Burnout Patienten' uvm, wurde mir klar, dass mein Burnout wirklich spezieller ist, als das 'normaler' Patienten.
Und somit komme ich auf das, warum wir hier sind! Das ich mehr sehe und wahrnehme als andere Menschen, ist für mich seit Kindesalter ganz alltäglich und normal. Auch meine Mutter ist hochsensibel und daher war das für mich nie etwas Fremdes. Bewusst gefördert wurde meine Hochsensibilität zwar nicht, aber ich habe instinktiv gelernt, mit wem ich über diese Gabe sprechen kann! Ich nenne es bewusst eine Gabe, denn ist man geerdet und mit sich und der Welt im Reinen, erlebt man unbeschreibliche Momente, egal welcher Art! Kontrollieren oder bewusstes Abrufen war mir nie wichtig. Eben, es war für mich immer normal, dass ich Vieles anders wahr nehme. Und darum habe ich mich auch nie speziell damit auseinander gesetzt mit dem was, wie , warum!
Ja und jetzt hat es mich gnadenlos erwischt! Ich schreibe aber nun nicht alles auf was ich in kürzester Zeit erleben musste und welche Brocken mir vom Universum und leider auch von meinem Umfeld in den Weg gelegt wurden, oder immer noch werden, sonst schreib ich übermorgen noch! Und hätte ich nicht innert wenigen Monaten 20 Kilo Gewicht verloren, würden mir viele Leute nicht glauben, dass ich krank bin! Denn was eigentlich typisch ist bei einem Burnout, der soziale Rückzug und das Gefühl von Leere und die meist darauffolgenden Depressionen, kenne ich zum Glück gar nicht! Als ich gemerkt habe, das etwas wirklich am tun ist, konnte ich auch von einem Moment auf den anderen, sämtliche negativen Einflüsse ausblenden! Auch meinen Humor und meine Kreativität habe ich nicht verloren und kann meine Geschichte beim schreiben verarbeiten! Aber körperlich und seelisch hat es gnadenlos zugeschlagen! Und wie gesagt, leider ist es nicht nur damit getan, dass man die Krankheit erkennt und sie sich eingesteht und somit anfangen kann zur Ruhe zu kommen! Nein, alles muss mitspielen, oder besser gesagt Alle! Und mein Umfeld ist mit mir gefallen und das traurigste, noch tiefer als ich! Und momentan kann ich ihnen nicht helfen, denn zuerst muss ich mir helfen! Und ich weiss das ist erst der Anfang, denn die Veränderungen die auf mich zukommen, sind massiv!
Aber ich sehe mich und meine Zukunft sehr positiv und weiss, dass ich es schaffen werde und seit ich diese Webseite gefunden habe fühle ich mich völlig gelöst von der Frage, warum ich? Ich bin doch eigentlich so stark....?! Aber nun lasse ich es mir nicht nehmen euch zu schreiben, wie ich den Weg zur Seite gefunden habe....Google Suche: 'macht zu viel Empathie krank '....spricht doch für sich!
Nun wünsche ich euch allen ein wunderbares Wochenende und freue mich riesig darauf, mich endlich mit Menschen auszutauschen, die auch mit diesem gewissen Etwas, das uns so besonders macht, vom Schöpfer beschenkt wurden! Und ich weiss jetzt schon, dass sich hier für mich Kreise schliessen, die mir helfen, gesund zu werden :) M.L.

7.9.13 Seelenreichtum
Hier etwas aus meinen Gedanken geschrieben: Meine Seele ist wohl zu empfindsam, sie niemand verstehen kann, es erahnt niemand welchen Reichtum ich an Liebe und Gefühlen in mir habe, und diese niemanden geben zu können ist ebenfalls schmerzlich. Meine Seele kann diese nur geben und zeigen jenem der es verdient hat, der es versteht und auch erwidern kann. Jedem der das versteht und gleichwertig erwidern kann, dem wird sie dann alles doppelt und dreifach wiedergeben.
Wer das nicht erahnt der bekommt nur einen kleinen Teil davon zu sehen, mein Seelenreichtum ist so groß und könnte dem, der verstanden hat soviel geben an Gefühl, aber er muss es auch tragen können was er dann bekommt. L.H.

28.8.13 Befreiend
Hallo! Ich habe heute durch Zufall diese Website entdeckt, nachdem ich "Entscheidungsschwäche" gegoogelt habe. In den letzten Tagen sind Entscheidungen - insbesondere Kaufentscheidungen, da kann eine Leggins schon mal zur Prüfung werden... - für mich sehr schwer gewesen und ich wollte mich ein bisschen im globalen Netz zu dieser Frage treiben lassen.
Ich habe viel auf dieser Seite gelesen, vieles davon noch nicht verdaut, aber in mir bewahrt. Diese endlos scheinende, kribbelige Suche in mir ist heute zur Ruhe gekommen. Ich kann nun endlich benennen, was mit mir los ist.

Als Kind dachte ich immer, ich sei "melancholisch", "zu emotional" und dergleichen. Es ist unsagbar befreiend, sich von dem Gedanken zu verabschieden, dass man uU depressiv sei. Oder "psychisch defekt" - alles Gedanken, die ich schon in Betracht gezogen habe.
Ich dachte, ich hätte den richtigen Umgang mit Emotionen nicht erlernt. Ich dachte, ich sei einfach psychisch defizitär im Vergleich zu anderen, die durch die Welt zu trampeln scheinen.
Sie haben mir die Augen geöffnet für die guten Seiten daran. Das differenzierte Sehen, das Wahrnehmen von Kleinigkeiten. In gewisser Hinsicht habe ich mir dadurch eine kindliche Sicht bewahrt - ich sehe auch heute noch die Biene, die auf der Straße liegt oder die Blume in der kaputten Mauer.
Mir sind viele, viele Dinge aus meiner Kindheit wieder eingefallen - ich und meine Geschwister konnten kaum ertragen, wenn Dinge sich abrupt veränderten. Ich wollte gar ein Schuhmuseum für meine alten Schuhe aufmachen. Die Anschaffung eines neuen Wagens geriet zum Fiasko, da wir nicht Gelegenheit hatten, in unserem Tempo Abschied vom alten zu nehmen. Ich trauerte heruntergefallenen Butterbroten meiner Mitschüler hinterher. Usw. Ich könnte einen ganzen Roman schreiben.

Ich habe so viel von mir auf dieser Seite gefunden. Das Gefühl der Überforderung und Überreiztheit. Der Rückzug. Meine Tendenz, nach anstrengenden Tagen einen Tag zu Hause zu bleiben - ich arbeite Teilzeit - welches ich nun nicht mehr als Faulheit deuten muss, sondern als notwendige Regeneration. Das Gefühl, auf Reisen stückchenweise mich selbst zu verlieren, Reisen mit vielen anderen als anstrengend zu empfinden.
Ich habe so viele Erklärungen gefunden und so viele gute Anregungen, wie man besser damit umgehen kann.
Ich habe es vorhin gleich ausprobiert: Mir ist etwas unangenehm gewesen, was ich gesagt habe. Mein normales Verhaltensmuster wäre gewesen, mir stundenlang im Kopfkino zu erklären, dass mein Verhalten nicht schlimm und nicht inadäquat gewesen sei. Dadurch haben die immer wieder durchlaufenen Situationnen nur nie ihre emotionale Aufladung verloren.
Stattdessen habe ich dem heute einmal nachgespürt und festgestellt, dass solche Situationen wie ein Blitz in mich einschlagen, mir durch und durch gehen. Für Blitze benutzt man einen Blitzableiter, der sie in die Erde ableitet. Genau dieses Bild hat mir vorhin geholfen - der unangenehme Blitz ging einfach in die Erde.
Ich werde von nun an anders mit mir umgehen. Herzlichen Dank dafür! Ihre J.E.

17.8.13 Gratulation für diese Website:)
Hallo Frau Schauwecker, die Lektüre Ihrer Seiten hat mich sehr berührt, denn vieles was Sie schreiben kann ich nachempfinden. Was ich besonders schön in Ihren Zeilen finde, ist der Gedanke des Organischen (!) z.B. in dem Entscheidungsprozeß oder ganz allgemein gesprochen. Dem stimme ich Ihnen voll zu. Diese Einsicht begleitet mich schon seit meiner Kindheit und es ist so wichtig in der heutigen schnelllebigen, oft oberflächlichen und materialistischen Zeit, dies hervorzuheben.
Ebenfalls, die Kraft zu haben, dem Fluss des Lebens zu folgen, finde ich sehr inspirierend und wahr. Das erfordert viel Geduld (wie Sie es schreiben), aber Schritt für Schritt, wenn der Weg klarer und stimmiger wird, ist es wie eine Eingebung. Vielen Dank für die Existenz dieser Site! Ich wünsche Ihnen Alles Gute, Gesundheit und viel Erfolg! Liebe Grüße, www.simamo.de

25.5.13
Hallo, ich bin schon vor einigen Jahren auf das Thema "Hochsensibilität" gestossen und habe mich sehr darin wieder gefunden. Nun habe ich vorhin den HSP-Test auf der Seite "zart besaitet" mal wieder gemacht - und erziele immer noch Spitzenwerte. Das ist für mich manchmal gar nicht so einfach - und ich bin froh und dankbar dass es solche Internetseiten wie diese gibt. Die der Information und dem Austausch dienen.
Ich möchte ein Gedicht beilegen - ich habe es vor vielen Jahren geschrieben. Es zeigt auf wie ich meine Hochsensibilität wahrnehme und versuche damit umzugehen:

WER BIN ICH
In Hommage an Albert Freys CD "Für den König"

Weiß ich wer ich bin? Stehe ich zu mir?
Oder strebe ich viel mehr danach,
wie andere mich haben wollen -
Wie ich mich selbst sehen will?
Ich lache viel und gerne - manchmal
Erscheint es mir, wie wenn das Lachen einfach raus muss.
Es gehört zu mir
Ich liebe alles, was mit Musik zu tun hat
Zum Glücklichsein brauche ich manchmal nicht viel.
Meine Gitarre und ein Liederbuch
Reichen oft schon.
In Liedern begegnet mir Gott
Alles lässt sich hier ausdrücken:
Freude, Dankbarkeit, Lobpreis
Aber auch Schmerz und Trauer,
die "ruhigeren" Töne eben.
Lieder bleiben nicht in meinem Kopf -
Sondern rutschen unmittelbar in mein Herz
Und klingen dort weiter.
Ich bin begeistert von Kindern:
Sie sind so direkt und offen
Bei ihnen muss ich oft nicht fragen was sie fühlen
Man sieht es ihnen an.
Und wenn sie unseren Vater im Himmel preisen
Wenn sie ihn in ihrer Art loben
Dann weiß ich wieder, für welche Menschen
Ich da sein möchte.
Ich brauche Zeit
Vieles verstehe ich nicht auf Anhieb.
Ich bin kein Freund von Veränderungen
Sicherheiten sind wichtig für mich
Habe ich sie nicht, komme ich ins Strudeln.
Ich brauche Zeit um mich auseinanderzusetzen
Mit mir selbst, meinen Mitmenschen
Und mit Gott.
Vielleicht mehr Zeit wie andere
Ich fühle mit -
Es fällt mir leicht, mit "den weinenden zu weinen"
Und mit den "Fröhlichen froh zu sein".
Ich nehme viel Anteil am Leben und am Erleben anderer.
Manchmal zu viel
Menschen sind mir nicht egal
Ich nehme sie wahr - und wo Not ist
Möchte ich helfen.
Manchmal habe ich nicht aufgepasst
Habe meine Grenzen übersehen
Wurde Grenzenlos.
Mein "Fühlen" hat zwei Seiten:
Ich nehme alles Schöne wahr -
Und es fällt mir leicht meinem Gott zu danken
Für alles was er mir schenkt.
Freude, Dankbarkeit, Schönheit
All das nehme ich intensiv wahr
Und freue mich daran.
Genauso nehme ich auch alles Dunkle wahr:
Streit und Zwietracht
Verletzungen und Ausgrenzung
Menschen die meine Grenzen missachten
Und mich selbst - die ich das zulasse.
Ich konnte es so oft nicht aushalten:
Verletzt werden tat so weh
Streit machte Angst
Und Tränen sind so oft unpassend
In dieser gefühlsarmen Welt.
Mitfühlen ist gefährlich
Weil ich nie weiß
Ob wieder jemand meine Grenzen übertritt
Und ich ja dazu sage -
In mir sich aber alles dagegen sträubt.
Ich habe versucht meine Gefühle auszugrenzen
Habe geschluckt und geschluckt
Und kam mir bald vor wie ein Pulverfass
Das jeden Moment explodiert.
Ich habe gebetet:
Herr, nimm doch meine Angst
Ich möchte frei und offen umgehen
Mit meinen Mitmenschen.
Herr, nimm meinen Neid
Ich will nicht auf das schauen
Was andere können.
Die Angst blieb - die Einsamkeit auch.
Der Neid blieb und die Schuldgefühle,
der Perfektionismus und Stolz.
Langsam fange ich an zu ahnen
Worauf es ankommt.
Es geht nicht darum,
dass ich krampfhaft versuche zu fliegen
und doch wieder auf die Nase falle
Weil meine Flügel verletzt und zerbrochen sind.
Es kommt darauf an
Dass ich still werde
Still halte vor meinem Schöpfer
Und meine Flügel von ihm heilen
Und verbinden lasse.
Jetzt bete ich so:
Herr, lass mich entdecken
Was hinter meiner Angst, meiner Einsamkeit
Dem Neid, Perfektionismus und Stolz steckt.
Beseitige nicht die Symptome
Sondern offenbare mir die Motive.
Und ich fange an zu spüren
Dass Gottes Wahrheiten beginnen
In mir Wurzeln zu schlagen.
Nicht von heute auf morgen
Heilung braucht Zeit
Nicht schnell und schludrig
Sondern langsam und gründlich.
Und ich fange an zu ahnen, wer ich in Gottes Augen bin:
Ein Königskind, mit Macht und Würde ausgestattet.
Der Königsthron macht mir Geschmack darauf
Mich nicht mit den unteren Rängen zufrieden zu geben.
Ich bin auf dem Weg das Fliegen zu lernen.

Herzliche Grüsse, B.I.

11.4.13
Guten Tag Frau Schauwecker, ganz herzlichen Dank für Ihre tolle Webseite. Ich habe seit meiner Kindheit unendlich viele Tränen vergossen, für mein so anders sein. Ich wurde als Kleinkind sexuell missbraucht und meine kleine Seele wurde aufs tiefste verletzt. Mit 22 Jahren erkrankte ich an Bulimie. Ich wollte diese Sucht nie akzeptieren und machte mich auf die Suche nach dem Grund. Vor ca. 13 Jahren kam dann der Missbrauch zum Vorschein, welchen ich mit Therapeuten Stück für Stück aufarbeitete. Durch das Lesen ihrer Webseite realisierte ich dass ich durch meinen Lebensweg zur hochsensiblen Frau wurde. Ich weiss nicht mehr wie viele Male ich weinte, als mir wieder etwas bewusst wurde beim Lesen.
Aber das schönste möchte ich Ihnen noch mitteilen, ich habe seit einigen Jahren Kraft im Glauben an Gott (ohne Kirche, Sekte, Esoterik etc.) gefunden und spreche viel mit Gott über meine Herausforderungen. Ich bin zur Zeit in der Ausbildung zur Sozialpädagogin und denke dass ich noch viel mit diesem Thema konfrontiert werde. Ganz herzliche Grüsse, B.S.

24.12.12.
Liebe Marianne.... ich musste und wollte Dir jetzt einfach schreiben und Dir tausendmal Danke sagen für Deine Seite..... ohne die es eine sehr aussergewöhnliche Liebesgeschichte nicht geben würde, obwohl weder gesucht noch geplant!
Ich hatte im Austauschforum Antwort bekommen... und es ist.... wie soll ich sagen.... ein totales nach Hause kommen entstanden.... endlich nach so vielen Jahren und sicherlich liebenswürdigen Beziehungspartnern... doch immer war ein Gefühl des trotzdem irgendwie Alleinseins....nicht verstanden werden... und ich hätte nie gedacht, dass es in meinem Leben einmal möglich sein könnte....nach Hause zu kommen bei einem Partner...und jeglicher Vernunft zum trotz, vielleicht grade deshalb hat es uns erwischt... weil die vernunft sagte, der altersunterschied ist doch zu gross, da kann nix passieren.... ist es passiert .... und wir sind einfach nur glücklich uns gefunden zu haben... es verbindet uns sovieles, so ähnlich erlebtes...so vieles was endlich heilen kann... wir sind einfach nur glücklich miteinander..
Danke, danke danke.....danke...
wir wünschen Dir von ganzem Herzen eine wunderschöne Weihnacht und du hast zweien das schönste Geschenk gemacht.... ...

19.12.12

"WER BIN ICH?"


Ich nehme mich so an, wie ich eben bin,
etwas anderes käme mir gar nicht in den Sinn,
mein Äußeres ist mir nicht übertrieben wichtig,
mein Status, der ist für mich nichtig,
was soll ich denn mit viel Geld und Gut?
Hätte ich damit vielleicht mehr Lebensmut?
Auf der oberflächlichen Ebene, ja, vielleicht!
Bin ich in dieser Existenz eigentlich darauf geeicht,
mich vollständig selbst zu begreifen, zu erkennen,
wüsste ich dann auch Leben und Tod zu benennen?
Ich glaube, ich bin nur ein winziger armer Wurm,
der sich am Boden krümmt, nicht nur im Sturm!
Mein Körper, meine Seele, sie gehören zusammen,
fallen sie auseinander, ja, dann muss mir doch bangen!
In der Phase der Selbstwerdung befinde ich mich gerade,
aber, oh Wunder, es ist mir gar keine große Plage,
sondern ich empfinde es sogar als einen Gewinn,
weil ich empfänglicher, einfühlender und sensitiver bin
als ich es in jugendlichen Jahren zu sein pflegte,
als mich noch das wilde Leben umtrieb und bewegte.
Mein Leben empfinde ich als eine einzige Metamorphose,
und rückblickend ging doch so manches in die Hose,
was ich heute aber als wertvolle Lektion betrachte,
und nun in reiferen Jahren viel mehr auf die Wesen achte,
die um mich herum sprechen, lachen, singen und weinen,
und es ist unsere Mutter Erde, die uns sollte alle vereinen.
Die Liebe zu Mensch, Tier, zu Pflanzen, besonders zu Bäumen,
geben meinem Leben Sinn und Halt, lassen mich träumen
von einer besseren, gerechteren und viel friedlicheren Welt,
in der nicht alles ist dem Erfolg, der Macht und dem Geld unterstellt.
Ein besserer Mensch zu werden, zu meinen Fehlern zu stehen,
achtsam, geduldig zu sein, das Blümlein am Wegesrand nicht zu übersehen,
darum bemühe ich mich minütlich, ständig, täglich, Jahr für Jahr,
und im Sommer 2009, da wurde es mir ganz plötzlich offenbar,
denn ich fuhr mit meinem Rad in die untergehende Sonne,
und fühlte mich eins mit Erde, Natur, Rad, dem Universum, eine Wonne
war dieses Gefühl, ich war innerlich völlig hohl, völlig leer,
nichts drückte mich mehr, keine Probleme, kein Denken, nichts war schwer,
keine Ahnung, was und wer da fuhr auf diesem Vehikel,
ich war, wenn überhaupt, höchstens ein Sandkorn, ein Partikel,
dieses Gefühl der Freiheit, dieses ausschließliche nur SEIN,
dieser wundervolle Moment nahm mir augenblicklich jene Pein,
die seit meiner gewaltvollen Kindheit auf mir lag,
und es wurde mir gewahr auf einen Schlag,
dass ich ein NICHTS bin, eigentlich nur ein Phänomen,
und mit diesem Denken lebt es sich leichter, man kann besser bestehn.
Ich nehme mich selbst gar nicht so wichtig, denn im Grunde bin ich für die Welt einfach nichtig.
Vom Typ her bin ich ein FREIGEIST, der seine Überzeugungen lebt,
und nach Selbstwerdung, Selbstfindung, nach Liebesfähigkeit strebt.
Dies alles kostet mich viel Kraft, viel Anstrengung, aber auch Mut,
und was ich noch lernen musste, war das Bewahren von ruhigem Blut,
denn manchmal kochte es gewaltig in meinen Adern,
ich fühlte da meine Emotionen brodeln, überschäumen und wabern.
Zwischenzeitlich habe ich nun doch Vieles gelernt und erfahren,
und kann mir unnötige hitzige Emotionen ersparen.
Mit Geduld und Ruhe und einer Portion Gelassenheit geht alles sehr elegant,
und seit neuestem habe ich auch noch die Unerschütterlichkeit vor den Karren gespannt.
Noch bin ich in der Erprobungsphase, die Lektionen sind neu,
und manchmal meditiere ich auf einem riesigen Rundballen von Heu,
stecke mir lächelnd einen Strohhalm in den Mund,
und fühle mich dabei ganz, erfüllt, froh und gesund
an Leib und Seele, meine Gedanken, sie fliegen,
und ich weiß, gehe ich diesen Weg weiter, dann werde ich siegen,
und, das wurde mir längst klar, die einzige Schlacht,
die es zu gewinnen gilt, bevor man in die Kiste kracht,
das ist diejenige, sich selbst zu überwinden,
und vollständig und ganz zu seiner BUDDHANATUR zu finden,
zu seinem Urgrund, seiner geheimnisvollen Heimat ganz in einem drin,
das glaube ich, ist unseres Lebens ganz einfacher Sinn.
Und je mehr wir unsere Erwartungen, unsere Wünsche reduzieren,
desto mehr wird unser Charakter davon profitieren.
Als ich den nachfolgenden Gedanken der Tibeter las, gab es mir einen Stich:
"Lass Vorteil und Gewinn den anderen, nimm Niederlage und Verlust auf dich."
"Das ist die rechte Einsicht, die rechte Achtsamkeit, so nehme ich mich zurück", das dachte ich.
Der Alltag ist die Übung, auch wenn er oft sehr mühsam ist, schmerzhaft, wie eine klaffende Wunde,
so denke ich mir, das sind die Prüfungen, die mir gestellt, und bestehe ich sie, ich wohl gesunde.
"Wer bin ich?" Eine gute Frage! Ich bin die Seele, die heimatlos war und die Zuflucht fand,
meine Lebensgrundlage ist der DHARMA, die SANGHA, aber ich bin auch GOTTES Unterpfand.
©Maggie Eder www.elfentanz-hsp.de

16.12.12
Ich bin durch eine Zeitungsanzeige auf HSP gestoßen. Alleine der Begriff machte mich neugierig und ich hab mal gegoogelt. Bin hier gelandet und kann es kaum fassen. Es wird beschrieben, was ich schon als Kind empfand: ich bin anders, ich gehöre nicht hier her. Ich hab das als Kind so beschrieben, als lebe ich in einer anderen Dimension als "die Anderen". Eine andere Ebene, nebenher leben, aber doch nicht zusammen finden. Ich befinde mich seit meinem 4. Lebensjahr in psychologischer Betreuung, eigentlich hat man all meine Eigenschaften auf die Erziehung, die Lebensumstände zurück geführt. Ich denke mir, es stimmt Beides. Ich habe die Veranlagung und dann auch noch blöderweise die entsprechenden Umstände mit bekommen, weswegen alles total schief lief mit mir. Manchmal frage ich mich ernsthaft, warum ich dennoch "lebe" und mich "aufrecht halten" kann. Nachdem mir durch meine eigenen KInder wieder viel meiner eigenen Kindheit auffällt, habe ich mich aktuell in einer Krise befunden und wie oft das Gefühl, dass ich in diesem Leben niemals bestehen kann. Ich fühle mich sooo oft überfordert, grade mit den zwei Kindern. Mein Alltag ist geprägt von übertriebenen Ängsten. Natürlich werde ich oft genug belächelt, gelte als nicht belastbar. Ja, aufgrund der Überforderung "draußen" bin ich viel zuhause, wobei ich eher aus der Reihe tanze bei den HSP - ich bin sehr sehr offen! ZU offen! Ich bin grundehrlich, Lügen und Intrigieren sind mir völlig fremd - ja, ich bin total naiv und werde sehr sehr oft enttäuscht. Und dann immer kritisiert, ich würde alles viel zu ernst nehmen. Ich habe es ehrlich gesagt total satt, ich ernte nur Kritik. Und frage mich immer wieder, warum ... denn ich erkenne den Fehler selbst leider nicht. Dabei spüre ich doch deutlich, dass ich zu Großem fähig wäre .... aber mich versteht niemand.
Ich könnte nun sooo viel schreiben und es gäbe so vieles von der Seele zu schreiben ... aber das hier war wohl mal das Wesentliche. Das ist auch sowas: ich erschlage und überfordere die Leute manchmal wohl mit meinen Gefühlsausbrüchen, rede und rede, schreibe und schreibe ...
Wenn ich diese HP lese, dann ist da nichts NEues für mich, ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich meiner Art einfach diesen Namen "HSP" geben kann, oder ob es nicht doch die Lebenserfahrungen sind, die mich dazu gemacht haben. Aber ich denke eher nicht. Ich habe einen ausgeprägten Geruchssinn, Geräusche überfluten mich, die Musik ist für mich nicht wegzudenken und ich "fühle" die Musik. Ja, es passt alles auf mich zu!!! Genauso wie ich beim Schreiben dieser Zeilen gerade heule ... auch dafür bin ich bekannt, meinen Gefühlen überall nachzugeben bzw. ich kann sie einfach nicht zurück halten, ist völlig unmöglich, das zu kontrollieren. Ich kann extrem mitfühlen, habe ein Helfersyndrom, habe Essstörungen, konnte meinen Körper noch nie annehmen und habe leider auch diverse OPs hinter mir, die alles noch schlimmer machten .... es passt einfach ALLES! Beruflich war ich nie lange an einer Stelle, weil ich immer Gründe fand, weswegen die Arbeit "zu viel" für mich ist. Mir ist immer alles "zu viel"! Ich habe total Angst vor Verantwortung. Wobei ich letzten Endes, sollte ich mich dennoch drauf einlassen, alles auch gut meistere. Wenn man das so liest, scheint mein Leben eine einzige Katastrophe zu sein. Ich bin grad unschlüssig, ob das so ist oder nicht. Ja, so ist es wohl, aber um nicht daran zu zerbrechen, muss man es sich ja irgendwie schön reden. Irgendwie komme ich klar, leider oft nur durch Hilfe Anderer. Ich habe irrsinnig große Angst vor dem Tod meiner Eltern (75), denn ohne sie, werde ich nichts mehr sein, ich werde niemanden mehr haben. Ja, ich hasse es, so zu sein ....
Und wie so oft, wollte ich gar nicht so viel schreiben und schon gar nicht so negativ ... aber es kam jetzt halt eben auch aus mir heraus ... wie so oft ... und dann soll man (geschweige denn Andere) nicht denken, dass man einen Dachschaden hat?!
Jedenfalls Danke für diese HP, Danke für die Informationen, ich werde ganz ganz sicher nun damit weiter arbeiten, denn ich möchte zu gerne irgendwie lernen, wie ich damit umgehen kann um vielleicht endlich ein wenig Erleichterung und Frieden zu finden! N.

28.8.12
Beim Surfen im Internet bin ich auf diese Seite gestossen. Beim Lesen einiger Kapitel erlebte ich auf einmal eine Befreiung. Ein Licht ging mir auf - Ich bin nicht allein! Ich denke, dass ich auch hochsensibel bin. Seit ich denken kann, hatte ich immer einen "Krampf" mit meinem Leben. Ich hatte und habe das Gefühl, sehr anders zu sein wie die anderen. Ich habe auch Probleme, mich mitzuteilen. Auch jetzt, während ich diese Zeilen schreibe. Auf einmal bin ich dann wieder blockiert, es geht dann einfach nicht. Dies kann bei allen möglichen Dingen passieren, auch bei der Arbeit. Auch nehme ich Kritik viel zu ernst, immer gleich persönlich.Dann drifte ich wieder ab und bin irgendwo anders. Es passiert einfach. Manchmal geniesse ich das auch, aber im Alltag ist es ab und zu schon schwierig. Auch Fragen über den Lebenssinn und das Universum und alles, was sonst noch dazu gehört, beschäftigen mich jeden Tag. Dann falle ich wieder von einem Extrem ins andere. Ein Wort kann genügen, und 2-3 Tage beisse ich dann daran. Dann mache ich mir wieder Schuldgefühle und Vorwürfe, dann wird wieder hinterfragt..... hätte ich doch und würde ich und dann ging es mir..... Ich weiss, ich schreibe völlig durcheinander, aber so kommt es mir spontan in den Sinn. Ich denke, ich habe Glück, dass ich ein wenig Zugang zur Musik habe. Ich spiele gerne Klavier, aber nur für mich alleine. Wie könnt es auch anders sein, bin ja zu schüchtern. Ich möchte im Leben eigentlich nur meine Sache "recht" machen. Ich fühle mich oft allein, allein im Sinne von verstanden-Sein. Noch vieles könnte ich aufschreiben, möchte aber langsam zu Ende kommen... C.C.

24.6.12
heute dieser tag wird mir immer in erinnerung bleiben, denn heute las ich in der zeitung den für mich wegweisenden artikel. endlich hab ich ein aha-erlebnis erfahren. allgemein im leben fragte ich mich immer wieder: bin ich ''normal''? so oft zogen mich geschehnisse nach unten, ich wurde nicht verstanden... ich werde das buch ''zart besaitet" morgen kaufen und mit in die ferien nehmen. ich bin soooo glücklich endlich mehr klarheit über mein wesen zu haben, ich gehöre mit 311 punkten, dem test den ich gemacht habe, also in diese gruppe. es erstaunt mich nichts mehr... ich bin nur DANKBAR und SEHR GLÜCKLICH darüber. ich werde jetzt mit der neuen selbsterkenntnis meinen weg gehen können.
es ist wirklich unglaublich was sich in mir abspielt. es kommt mir vor als ob ich ein ganz kleines glückliches mädchen wäre... an weihnachten... und ich darf all die schönen päckli, die nur für mich sind aufmachen und ANNEHMEN.:) herzgruss j.b.

14.6.12
...Seit früher Kindheit fiel mir auf, dass ich einfach anders bin als mein Umfeld. Es als Hochsensibilität zu erkennen, dauerte bis vor wenigen Tagen. Dies befreite mich ein Stück weit und hat mir einige Fragen beantwortet. Doch mein Umfeld hat Mühe mit mir, weil sie mir oft nicht folgen können. Ich sehe, dass sie es einfach nicht ganz verstehen können. So muss ich immmer wieder mit Enttäuschungen, Missverständnissen und Verletzungen klar kommen, auch wenn ich weiss, dass sie es im Grunde nicht böse meinen, sondern nur nicht verstehen können.¶
Deshalb bin ich auf der Suche nach Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und auch wissen wollen, wie ein lebenswerter Umgang mit sich und der Umwelt erreicht werden kann. Im Grunde will ich einfach Menschen finden, die mehr mit mir gemeinsam haben.¶
Ich glaube, dass Menschen wie wir sich gegenseitig stützen sollten. Denn wer könnte uns besser verstehen als diejenigen, die ähnliches erleben, aufgrund ähnlicher Wesenszüge und mit den selben intensiven Gefühlen, Gedanken und Erfahrungen umgehen lernen müssen oder mussten. Ich denke, es liegt in unserer Hand, etwas zu verändern und so manchen Stein aus dem Weg zu räumen, für uns und alle die nach uns noch kommen mögen. D.M.

29.5.12
...ganz spontan ist ein Gedicht enstanden:

Zwiebelhaut

Eine Zwiebel möchte' ich sein
Mit ihren vielen Häuten
Kein böses Wort kein dummer Spruch
Müssten mir was bedeuten

Es perlte ab an meiner wasserfesten Haut
Jegliche Derbheit tauber Zeitgenossen
Allein mein Duft täte ein Übriges
Wer hätt' sich je mit Eau de Zwiebel übergossen?

Und wenn mich doch mal was verletzt
So lös' ich das zerstörte Kleid
Der Welt zu zeigen seht her seht
Bin unverwundbar - nur kein Neid

Es grüsst Silvana E. Schneider (freie Autorin und selbst HSP)

Notiz der Autorin M.Sch.: Da eine Leserin den nächstfolgenden Beitrag kritisierte, möchte ich kurz erklären, warum ich ihn als wichtig erachte: Viele Menschen idealisieren Hochsensibilität und denken (wohl wegen dem Wort "hoch"), Hochsensible müssten besonders gute, altruistische Menschen sein ("sensibel" eben...) - und dazu verpflichtet, einen Beitrag an die Gesellschaft zu leisten. Sonst seien sich doch nicht hochsensibel... Dies ist ein Irrtum! Hochsensibilität bedeutet eine neuropsychologische Besonderheit, was das Gehirn, die Wahrnehmung und das Temperament anbelangt und hat mit Wertungen wie gut oder schlecht, richtig oder falsch... nichts zu tun, genau so wenig handelt es sich um eine Krankheit oder Störung. Über meine Website komme ich jedoch sehr häufig in Kontakt mit Menschen, die unter ihrer hohen Sensibilität ein Leben lang gelitten haben, die sich in Krisen befinden und nicht weiter wissen. Der folgende Beitrag zeigt, dass besonders hochsensible Männer mit ihrer sensiblen Veranlagung oft Schwierigkeiten haben, weil sie nach aussenhin dem Image des "starken Mannes" entsprechen sollen, was eine immer grössere Divergenz zwischen innerer Befindlichkeit und äusserem Image zur Folge haben kann. Ich hoffe, dass die folgenden ehrlichen Worte eines hochsensiblen jungen Mannes anderen Betroffenen in ähnlichen Situationen zeigen können, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind:

1.3.12 (siehe oben eine Bemerkung zu diesem Bericht.)
Hallo Frau Schauwecker, ich weiss nicht wo ich jetzt anfangen soll. Es fällt mir auch gerade sehr schwer, das hier zu verfassen und ich versuche auch mich kurz und knapp auszudrücken, da ich ihnen nicht ihre Zeit rauben will. Ich war immer schon anders als die anderen Kinder, eine extreme fantasywelt, ich habe auch ständig Tagträume, die sehr extrem zum Teil sein können. Naja ich habe ihre Seite gelesen, weil ich mich viel mit der psychologie befasse, dass ich ein helfersyndrom habe ist mir schon etwas länger bewusst und einige andere symptome auch. die Sachen die ich heute hier gelesen habe (und ich bin zufällig auf diese Seite getroffen, weil ich nach "etwas zerfrisst mich von innen" gegooglet habe aus einer stark emotionalen Phase resultierend...) haben mich erdrückt, da wirklich jeder Punkt auf mich zutrifft. besonders der punkt mit dem stur sein, trotzig, weil ich gefühle als schwäche empfinde. Ich habe nur noch nie so richtig aktiv den Hintergrund wahrnehmen können. Wenn ich jedoch alleine bin, ist es oft wie ein film, ein klassisches Stück, komponiert mit geige und Klavier, kann Emotionen in mir hochrufen die ich nicht beschreiben kann, tiefe Trauer, viel nachdenken, hier steht dieser draht zur musik, ich habe nie verstanden, wieso ich so extrem der musik verfallen bin. Und das noch in so vielen richtungen und Musikarten. Ich selbst spiele Gitarre, hab es mir selbst beigebracht und lustig ist, dass es das einzige ist, was ich nicht hab nach ner zeit fallen lassen. Ich fühle mich immer als aussenseiter, eigenartig, um es banal auszudrücken, nach aussen wirke ich wie ein sehr stabiler und selbstbewusster mann, bin aber total den computer und videospielen verfallen, passe aber gar nicht in dieses bild, gehe sehr gerne angeln, spiele schach, gitarre, liebe anime serien. Ich begreife nicht, wieso ich an sovielen dingen interessiert bin und verfalle auch in tiefe Trauer, da ich weiss, dass so sachen wie geige spielen, für mich nicht mehr in frage kommen, da es zu spät ist. Ich denke auch, dass ich krank bin, da ich dazu neige sehr enge und brüderliche bindungen zu meinen freunden aufzubauen. ich kanns mir halt nicht erklären, wieso bist du so, wieso sprichst du der person solch einen hohen wert aus, wenn du siehst, dass sie dir nicht den selben zuspricht... habe damit auch einige schmerzhafte erfahrungen machen müssen. Meine Gefühle müssen immer so extrem sein, andersartig. Ich bin zb so sehr fasziniert von revulutionären, ich verwerfe eher den fortschritt, da ich der Meinung bin, dass wir damit die welt schlechter machen. Soviel Hunger, krieg, leid, gier, Geldhunger, korruption, kälte. das macht mich so dermaßen krank, dass ich morgens keine lust habe aufzustehen. Ich mache eine Ausbildung zum Kafumann und habe so das gefühl, dass ich da gar nicht rein passe. Oft sage ich Kunden, das sie gewisse waren nicht kaufen sollen, ich kann einfach nicht alles verkaufen und das stellt mich wie unter druck, weil ich immer ehrlich bleiben muss... Viele sind dankbar dafür und irgendwie mache ich meistens sehr nette erfahrungen mit den menschen aber irgendetwas fehlt mir. ich bin meist sehr müde und unkonzentriert, für die schule kann ich nicht lernen, ich weiss nicht wieso, komme aber auf meine konstanten 1en und 2en, die ich mir nicht wirklich erklären kann. Im betrieb fällt es mir auch oft schwer mit jedem klar zukommen. Ich sehe halt wie kollegen die sich weniger mögen trotzdem so verhalten als wäre nichts und sich anlächeln. mein problem ist einfach, dass ich das nicht kann, man sieht das bei mir, ich kann diese emotion nicht unterdrücken, ich kann auch nicht dann einfach so tun als wäre nie was gewesen, wenn die person mich gekränkt hat. Ich denke auch immer viel darüber nach, wie über alles andere auch. eigentlich denke ich am tag mehr nach wie ich atme oder schritte gehe. Immer dieses denken, 1000 gedanken, 1000 probleme anderer die mir im kopf rum schwirren, für die ich lösungen suche, aber seit einiger zeit jedoch zu überfordert bin um mich dieser probleme anzunehmen und resultierend daraus fühle ich mich dann noch super schlecht, weil ich mich dann als ignorant und selbstsüchtig empfinde. ich kann gegen all diese dinge nichts tun, ich weiss nicht wohin ich will und wer ich bin, ich kann mich selber nicht verstehen, ich kann diese kalte raue welt nicht verstehen und das grösste ist, dass meine umwelt nicht mal allzu grausam zu mir war, ich kann mich ihnen super anpassen mehr oder weniger und komme auch mit netten menschen bei denen mir mein gefühl sagt, ja die sind anständig, ich kanns nicht erklären ich fühle das einfach, wenn jemand rein ist. Genau mit diesen menschen kann ich ein sehr starkes band aufbauen und dennoch fühle ich mich so allein. Diese einsamkeit verdränge ich immer, nach dem motto ich komme zurecht, ich brauche niemanden, dass liegt evtl auch daran, dass ich sehr stoltz bin. Zum Glück habe ich so eine wundervolle chefin, die mir soviel verständniss entgegen bringt, sich einmal die woche mit mir befasst für 1 std oder länger und mir zuhört und mir hilft einen weg zu finden, doch habe ich manchmal das gefühl, dass sie mir vielleicht nicht helfen kann obwohl sie sehr weise und vorrausschauend ist und mich ziemlich gut einschätzen konnte. Ich will ihr nicht zur last fallen, dafür mag ich sie viel zu sehr. Gott ich merke gerade wieviel ich geschrieben habe, dass tut mir sehr leid... Ich weiss einfach im moment nicht was ich machen soll oder was sache ist, nachdem ich all diese sachen gelesen habe und in einem selbsttest auf 288 von 300 möglichen punkten gekommen bin (hs). beinahe alles was ich hier lese trifft auf mich zu... Im moment zb. bin ich immer nur zuhause, gehe nicht mehr zu freunden, spiele jeden tag computerspiele und manchmal denke ich, es ist eine art fluchtweg aus der realität die ich so sehr verabscheue, andererseits waren videospiele schon immer meine leidenschaft, verzeihung ich mache hier einen punkt, sie müssen mir nicht antworten, ich finde das wirklich sehr lobenswert mit ihrer internetseite. Sie haben ein gutes herz und versuchen andere nmenschen zu helfen, dass was ich nie wirklich konnte, wozu mir der mut zum ersten schritt fehlt, dafür bewundere ich sie und ich bedanke mich, dass sie mir endlich zeigen konnten woran mein verhalten mein ganzes ich liegen kann. ich bezweifle bzw weiss, dass alles auf mich zutrifft jedoch merke ich wie gerade mein hirn versucht, alles zu blocken, sachen wie "ne du steigerst dich da viel zu sehr rein, du leidest nicht daran, das wäre ja zu einfach jetzt gewesen, nach all den jahren durch eine internetseite zu erfahren was dir wirklich fehlt". ich bin mir sicher sie haben schon vielen anderen menschen geholfen, die so verloren sind wie ich. Ich wünsche ihnen alles glück dieser welt. J.

Reaktion auf diesen Beitrag vom 12.11.14
Soeben habe ich den aufrichtigen und berührenden, bewegenden Brief des jungen Mannes vom 1.3.2012 gelesen. Bei mir war das so, dass ich bis zu meinem 28. Lebensjahr die Hochsensibilität nicht wahrhaben wollte. Das heisst, dass ich immer schon viel wahrgenommen habe, aber dieses Wahrgenommene, wie bereits erwähnt, nicht wahrhaben wollte. Da gab es zb eine Situation am Flughafen Zürich, wo ich vor lauter vieler Eindrücke, hauptsächlich Schwingungen und Stimmungen "in der Luft", fast nicht mehr wusste, wo "hinten und vorne ist" - dennoch war es mir in diesem Moment nicht wirklich bewusst, dass das nicht nur meine Emotionen sind, die ich in diesem Moment am Flughafen wahrgenommen habe. Aber wie bereits geschrieben, wollte ich dieses Wahrgenommene dazumals nicht wahrhaben. Dieses verdrängen wollen und nicht akzeptieren der Hochsensibilität hatte zur Folge, dass ich mit der Zeit in einem inneren Krieg mit mir selber war. Dieser innere Krieg wurde mit der Zeit so heftig, dass mir schlussendlich nichts mehr anderes übrig blieb, als meine Hochsensibilität anzuerkennen, Ja zu ihr zu sagen und als Aspekt meiner Selbst nicht nur anzunehmen, sondern auch lieben zu lernen.
Als hochsensibler Mensch bin ich nicht besser oder schlechter als ein "normal" sensibler Mensch, aber in vielerlei Hinsicht anders. Ein "normal" sensibler Mensch kann sich vielleicht nicht vorstellen, wie das wirklich ist, im Flughafen an einem Gate zu warten und die vielen verschiedenen "Schwingungen und Stimmungen" wahrzunehmen, die da alle im Raum sind. Aber auch ich kann mir nicht wirklich vorstellen, wie das ist, an einem Gate zu warten und alle Stimmungen von anderen Menschen um mich herum nicht wahrzunehmen.
Ich möchte jedem Hochsensiblen Menschen ans Herz legen, dass er trotz den vielen Schwierigkeiten, die die Hochsensibilität mitbringen kann, beginnt, einfach ja zu Ihr zu sagen.
Allein durch dieses Ja, kann sich einiges ändern und man realisiert vielleicht, dass die Hochsensibilität auch individuelle Gaben und viele schöne Möglichkeiten für das Leben in sich birgt. Herzlicher Gruess, D.D.

7.2.12
Nun weiß ich endlich, weshalb ich schon seit der Kindheit so unendlich viele Dinge anders und vielschichtiger erlebt habe als andere. Die Erkenntnis "HSP-das bin ja ich" war unglaublich stark und überwältigend und sie machte mich freier... H.

3.11.11 Ich glaube, ich bin hochsensibel
Durch eine Schülerin von mir bin ich auf das Thema Hochsensibilität aufmerksam geworden. Ich bin Künstlerin, Jazzsängerin von Beruf. Schon seit vielen Jahren, eigentlich schon seit meiner Kindheit, habe ich das Gefühl, oft so intensiv wahrzunehmen, daß ich es als Belastung ansehe. Mir fehlt der Filter, ist so mein Gefühl. Für die Kunst ist das prima, aber im täglichen Leben häufig sehr anstrengend. Bin ich hochsensibel? Möchte es gerne wissen. Auf eine Antwort von Ihnen freue ich mich, herzliche Grüße, B. Sch.

Da mir diese Frage häufig gestellt wird, veröffentliche ich hier auch meine Antwort:
Liebe Frau Sch.
Viele stellen mir die Frage, ob sie hochsensibel seien. Aber ehrlich gesagt wäre ich unprofessionell, wenn ich aufgrund von ein paar kurzen Zeilen jemandem darauf mit "Ja" oder "Nein" antworten würde, - das verstehen Sie bestimmt:-).
Was Sie kurz schildern, tönt aber zumindest danach, und viele Hochsensible drücken sich auch oft künstlerisch aus. Aber um klarer über Ihre Sensibilität zu werden, würde ich Ihnen vorschlagen, auf meiner Website oder auf einer andern zum Thema - oder in einem Buch (geben Sie bei Amazon "Hochsensibilität" ein, dann werden Sie sehen, was es da schon alles gibt) etwas "spazieren zu gehen". Und wenn Sie dann oftmals beim Lesen denken "Ja genau, das kenne ich!" dann lassen Sie sich davon ansprechen. Sie können auch den "Test" machen, wobei ich finde, Tests sind nicht immer so genau, und es gäbe noch viele zusätzliche Fragen für solche Tests. Ich bin prinzipiell der Meinung: wenn man sich angesprochen fühlt von einem Thema und sich darin wieder erkennt, dann hat dies meistens auch mit einem selber zu tun.
In diesem Sinne herzliche Grüsse und alles Gute, Marianne Schauwecker

Inzwischen gibt es bei "Fragen und Antworten" eine ausführlichere Antwort auf diese Frage.

7.9.11 Kraftfelder
Als Musiker hat man es einerseits schwer, wenn man alles um sich herum derartig sensibel aufnimmt, man störbar, ja verstörbar ist. Wenn ich auf die Bühne gehe, merke ich im Bruchteil einer Sekunde, welche Kraftfelder - positive oder leider auch oft negative - vom Publikum aus wirksam sind.
Jedes Publikum bekommt dann die Vorstellung, die es verdient (hat schon Tucholsky gesagt).
Andererseits kann man halt Musik viel intensiver fühlen und (nach)spüren, was der Komponist zu sagen hat. Und manchmal, wenn alles "paßt" kommt es dann zu Konzerten, wo "ES" spielt. Das sind dann die Momente, für die sich alles gelohnt hat, in diesen Momenten ist Wahrheit entstanden. Ein weites Feld... J.K.

10.7.11
Wenn ich beschreiben sollte, wie ich mich oft fühle, sehe ich eine tönend wabernde, sich nach allen Seiten hin spitz ausstreckende, grünviolette Fühlschnecke. Entspannung ist trotz mehrmals täglicher Meditation ein ziemliches Fremdwort für mich :) Ich berwerte mich in einem Fort, wälze immer wieder das Passierte, das ich im Moment noch nicht lösen kann, frage mich auch, was meine Anteile daran sind, wo ich im Konflikt mit Anderen falsch liege, und tue mir selbst, glaube ich, mehr Unrecht, als nötig.
Vielleicht wäre es einfach hilfreich, sich die Eindrücke von der Seele schreiben zu dürfen, ohne sich darin immer so "besonders" zu fühlen und übervorsichtlich in seiner Wortwahl zu sein, weil man denkt, man sei dann überheblich... Leider tun das die Wenigsten, und ich komme mir vor wie eine Seelenstripteaseseiltänzerin ohne Fallnetz...:) S.

5.7.11 Danke
Guten Tag Frau Schauwecker
Ich möchte mich für Ihre Seite bedanken. Es ist sehr wichtig, dass wir hochsensiblen Menschen auch unsere Vorzüge erleben dürfen.
Meiner Meinung nach resultieren psychische "Krankheitsbilder" oft auf Selbstablehnung nicht "normal" zu sein und nicht dazuzugehören. Dann wird man von "normalen" Menschen therapiert was wiederum das Gefühl von "nicht genügen" verstärkt. Manchmal wird man aber auch (und das ist viel schlimmer) von Hochsensiblen welche sich selber ablehnen therapiert und einem selbst natürlich unbewusst auch ablehnen. Ein Teufelskreis also. Heilung suchen meiner Meinung nach die Hochsensiblen oft im "Verstandenwerden" durch andere. Was natürlich durch "normale" nicht vollumfänglich möglich ist. Im Prinzip können "normale" von uns viel lernen. Über sich selbst und auch das der Mensch ein "ganzes" ist und nicht nur ein paar Wesenszüge die aus Profitgründen gezüchtet werden. Als ganzer Mensch zu leben ist nicht einfach in dieser Umwelt. Wenn man sich seiner vielen Wesenszüge bewusst ist und soviele Gefühle in sich trägt, wird man ständig getriggert. Anstrengend - und ein Ausdruck ist kaum möglich!
Wie aber finden wir (ich) zu einem neuen Selbst-bewusstsein und Selbstvertrauen, wenn doch meine Qualitäten (noch) nicht gefragt sind? Das bin ich am herausfinden. Wenn ich den Stellenanzeiger anschaue fürchte ich mich, weil nach Qualitäten gesucht wird die ich nicht habe und nicht will. Ein Stück weit muss man sich der Umwelt ja anpassen, ohne sich aufzugeben. Ein schwieriges Unterfangen, wenn man bedenkt dass wir uns im "fremden" Teritorium befinden.
Das sind meine Gedanken die ich mitteilen wollte. Vielen Dank, dass sie diesen Weg gehen und uns dadurch Mut machen. Liebe Grüsse, S.A.

4.4.11
endlich verstehe ich mein ganzes leben und kann das alles erklären. viele grüsse, h. aus norwegen

2.4.11
In meinem Kollegenkreis wurde und wird immer wieder erwähnt, dass ich mich an (für sie nicht so wichtige-?) Dinge erinnern könne, die lange zurückliegen. Dabei finde ich das ganz normal. Geräusche, Gerüche, emotionale Momente, starke Glücksgefühle aber leider auch Missbrauch, Abhängigkeiten, Überforderungen, Demütigungen, Zurückweisungen blieben und bleiben haften. Duch Zufall bin ich auf Ihre Website gestossen und hatte genau dieses beschriebene "Stein-vom-Herzen-fallen-Gefühl". Tönt vielleicht komisch, aber es ist irgendwie schön, die Panikattacken, die Phasen der totalen Überforderung (als Mutter von Babys war ich gelinde gesagt lausig) und nicht zuletzt das erwähnte Helfersyndrom oder in meinem Falle "Aufopferersyndrom" einordnenen zu können. Plötzlich sehe ich Möglichkeiten und Strategien, die mein Leben lebenswerter, irgendwie auch unbeschwerter machen können.
Ich kann mir vorstellen, dass es Ihnen nicht möglich ist, auf diese Zeilen zu antworten. Nach der Lektüre Ihrer Homepage zu urteilen, gibt es noch grössere "Problemfälle" als meiner. Deshalb bloss: Danke, dass Sie sich um diese Befindlichkeiten kümmern. U.

2.4.11 Meine hohe Sensibilität
Liebe Marianne Schauwecker, vielen Dank für Ihre liebe und ausführliche Antwort. Ich gebe zu, das ich zunächst einmal sehr aufgewühlt war, habe dann das Buch von Birgit Trappmann-Korr - Hochsensitiv einfach anders und trotzdem ganz normal - angefangen zu lesen, was mir schon sehr viel weitergeholfen hat, weil es auch meinen Humor, aber auch mehr mein Fühlen angesprochen hat, durch ihre Geschichten und Gegenüberstellungen.

Ich leide nur häufig darunter, wie soll ich sagen, ich nehme so viel wahr, wo ich mich frage, sehen die Menschen "das ERROR nicht auf ihrem Bildschirm", ich sehe Zusammenhänge die aussen vor gelassen werden, wodurch dann nur neue Probleme entstehen. Ich sehe den Abgrund auf den die Menschheit zusteuert. Wohlgemerkt, ich bemerke auch eine Form von Wandel, das heute z.B. ein Vegetarier nicht mehr überall ein Exote ist, und vieles mehr. Aber ich habe oft das Gefühl, die Last meines Wissens erdrückt mich. Dabei gehöre ich nicht zu den Menschen, die viel Nachrichten sehen, Tageszeitung lesen, aber ich lese z.B nur eine Überschrift einer Meldung und ich bin "auf Empfang geschaltet" alle wichtigen Infos erreichen mich, ohne das ich etwas tue. Hört sich vielleicht verrückt an. Aber vielleicht muss ich ja nichts damit machen, im aussen meine ich, nur innerlich umdenken.

Und ja, ich weiß es eigentlich, völlig unabhängig werden von dem was andere denken oder denken könnten, und ich weiß auch, leider gibt es viele Therapeuten die mir gesagt haben, wehren sie sich: sich zur Wehr setzen ist kein optimaler Weg, zum einen kann man sich gegen das Unausgesprochene, das wir hochsensitiven "leider" hören(fühlen) gar nicht zur Wehr setzen, und manches Wehren hat den Beigeschmack von sich rechtfertigen - da ist man dann wieder in die Falle getappt.

Wissen Sie, ich bin auch sehr dankbar, dankbar das ich mit einem Humor ausgestattet bin, der mich viele Ironien, Paradoxien erkennen lässt, ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll, aber am Ende lache ich doch fast immer über mich selbst und zusätzlich die Gabe, albern zu können wie ein Kind. Ich gebe meinem inneren Kind Raum, unsere Wohnung sieht aus als hätten wir Kinder...

Mir ist klar geworden (endlich!) wie stark ich eigentlich bin, wieviel ich für mich habe retten können. Und ja, ich werde mir viele Zettel in der Wohnung verteilen, die mich meine Wertigkeit sehen lassen und mich hindern zu vergleichen. Es sei denn ich ich stelle die Frage in den Raum, sind die anderen wirklich so viel besser, kann ich das wirklich bejahen? Während ich den letzten Satz formuliert habe, musste ich schmunzeln, mir fällt da eine gewisse Ironie auf.

Manchmal ist man zu dicht an sich selbst dran, oder sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht, erkennt nicht mehr was sind die eigenen Gedanken oder wo ist man ferngesteuert - fremdgesteuert.

Liebe Marianne, ich weiß gar nicht so genau, warum ich jetzt so ausführlich geworden bin, obwohl ich Romane schreiben könnte, aber vielleicht ist ja für andere, denen Sie schreiben eine hilfreiche Aussage dazwischen, - z.B. wie wichtig und hilfreich Humor ist, vielleicht ist er bei dem einen oder anderen verschüttet, aber ich denke den haben wir Hochsensitiven alle, wobei ich diesen ganz besonderen, intelligenten meine, wo man über sich selbst lacht, was aber nichts mit auslachen zu tun hat. J.

1.4.11 Klarheit
Es ist eine Erleichterung, nicht ADSkrank, sondern HSP gesund zu sein (zu werden). Da ich Jahrzehnte Frondienste bewältigen musste, weil ich nie wirklich gelernt habe, nein zu sagen und Grenzen zu setzen, und eigentlich mich selbst nicht wirklich für wichtig gehalten habe, muss es mich nicht wundern, wenn ich seit einem Jahr müde, depressiv und perspektivenlos bin. Die Angst, weitere Verletztungen über Mobbing auszuhalten und immer wieder gekündigt zu werden, haben mich sehr mutlos gemacht.
Doch deine Seite im Internet und so manches Buch über HSP geben mir gerade wieder Hoffnung, mein Leben neu zu organisieren. Dafür danke ich dir sehr. Deine Internetseite spricht meine Gefühlswelt und Sensibilität an, sodass ich endlich einmal das Gefühl von Verstandensein habe durch deine Texte, mir endlich selbst näher komme.
Bis dato hatte man mir immer nur signalisiert, ich sei verkehrt. Ich habe es schließlich tief in mir übernommen. Jetzt gilt es, meine HSP und die damit verbundene Gabe, wie auch Schwächen näher kennen zu lernen und hoffentlich neue Türen damit zu öffnen.
Ich weiß, ich darf noch selber sehr viel an meinem Selbstwert arbeiten, doch es gibt Gott sei Dank "Vorbilder". Ich freue mich auf neue Veröffentlichungen von dir. Einen lieben Gruß, P.

5.3.11 Danke - nun kann ich mein Kind besser verstehen
Liebe Frau Schauwecker - Im Landbote bin ich auf Ihren Artikel über hochsensible Menschen gestossen, und der Artikel ist die Antwort auf meine vielen vielen Fragen. Endlich weiss ich, warum meine 8 jährige Tochter so anders ist, in keine Schema passt, mir schon so oft schlaflose Nächte bereitete mit ihrem Verhalten. All die Therapien und Beratungen - niemand konnte uns helfen und immer hatte ich das Gefühl, irgendetwas stimmt nich mit diesem Kind, aber ich konnte es nicht einordnen.
Ich bin sehr sehr dankbar für Ihre Website und den Artikel und werde mir gleich das Buch kaufen. Liebe Grüsse, B.F.

27.2.11
Liebe Frau Schauwecker, heute bin über den Artikel "hochsensibel und nicht etwa scheu" gestolpert. Und nun auf Ihrer homepage gelandet. Für mich sind die geschriebenen Zeilen eine Befreiung, endlich habe ich gefunden, wonach ich gesucht habe. Ich bin nicht alleine und ich bin gut, sowie ich bin. Das Motto der Weg ist das Ziel gehört schon lange zu meinem Leben. (musste ich schmunzeln, als ich das gelesen habe). Nun weiss ich wo ich mir hilfe suchen kann. Welche Möglichkeiten ich habe. Natürlich habe ich entsprechend gefühlsvoll auf diese Zeilen reagiert. Mit Tränen. Aber mit einer grossen Dankbarkeit. Und ich möchte mich auch bei Ihnen bedanken. Ich wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem weiteren Weg. P.K.

26.2.11
grüezi, der heutige artikel im landbote winterthur hat mir sehr gefallen und mich sehr an meine freundin erinnert... sie hatte riesen freude, als ich ihr von dem artikel und von ihnen erzählte... ich habe übrigens beim ersten test, der vorgeschlagen wird gesehen, dass ich auch eine hsp bin, 228 punkte! hab ich mir schon gedacht. zum glück kann ich seit einigen jahren sehr gut damit leben. mir hilft aber sehr sehr sehr mein glaube. Gott gibt mir Halt und Kraft, Trost und viele Wunder. ich wünsche ihnen einen schönen abend. freue mich über ein paar zeilen von ihnen! herzliche grüsse, J.

6.2.11 verliebt
Hallo Marianne, ich weiß, dass ich mehr sehe und fühle als andere und bin mir auch meiner Begabungen bewußt. Ich bin weit davon entfernt, dass meine Empfindlichkeit mich gänzlich lähmen könnte. Nun lernt einer, der doppelt so viel fühlt eine Frau kennen, die zehnmal so viel fühlt. Da fühle ich mich plötzlich so ganz verstanden und durchschaut, wovor ich meine Seele in vorher nie gekanntem Vertrauen entblöße. Meine Liebe fließt so leicht und darin könnte sie ertrinken. C.F. aus D.

8.1.11 Danke!
Hallo liebe Marianne Schauwecker! Ich habe durch Zufall diese Seite entdeckt und lese sie seit einigen Tagen ganz gründlich durch! Und schon nach den ersten paar Sätzen hatte ich endlich zum ersten mal in meinem Leben das Gefühl eine Ahnung zu bekommen, "was mit mir los ist". Seitdem habe ich wieder neue Hoffnung und fühle mich schon viel selbstbewusster. Ich fühle mich nicht mehr so allein, ich kann mein ganzes Leben und meine Vergangenheit jetzt viel besser verstehen. Ich hab das Gefühl, jetzt wieder die Möglichkeit zu haben mein Leben neu zu ordnen, wieder richtig leben zu können. Das hört sich jetzt vielleicht etwas "hochtrabend" an, aber all die Jahre hatte ich das Gefühl, dass mir etwas Fundamentales in meinem Leben fehlt. Nun weiss ich was es war: Das Wissen darum, dass es Menschen gibt die Manches mehr wahrnehmen als andere und dass das NORMAL ist, das ich nicht "spinne" und auch meine kleinen und großen Nöte im Alltag eine Erklärung gefunden haben!
Dafür wollte ich von Herze meinen großen Dank aussprechen! Ich habe mir jetzt schon weiterführende Literatur zu diesem Thema gekauft und auch die Tipps, vor allem zu den Themen "Zentrierung/Erdung und Abgrenzung" sind für mich Gold wert! Die Website hat einen tollen und übersichtlichen Aufbau und ich werde mir viel Zeit nehmen sie weiterhin anzuschauen! Herzliche Grüße, N.L.

11.12.10 glücklich
liebe marianne, ich bin so glücklich, daß ich deine seite gefunden habe. endlich komme ich so auch mit anderen hochsensiblen menschen in kontakt, die dann auch verständnis haben. denn das ist bei normalsensiblen leider nicht sehr häufig der fall, jedenfalls nach meiner erfahrung. irgendwie ist das ja verständlich, denn die aufklärung ist halt noch nicht so stark, und woher will ein "normaler" wissen, was ein sehr sensibler so fühlt, aber schmerzhaft ist es halt doch...
bei mir hat es allerdings einige jahre oder gar jahrzehnte gedauert, bis ich kapiert hab, was eigentlich mit mir los ist.
mittlerweile bin ich mit mir selbst soweit einverstanden, ja ich bin sogar sehr froh darüber, zu spüren daß ich soviele dinge im leben so fein, intensiv und tief empfinden kann, z. b. so ganz einfache dinge wie das wetter oder das licht u.ä. musik und kunst berühren mich sehr stark.
das ist sehr schön, manchmal aber auch nicht leicht. ich leide besonders darunter, daß ich trotz begabungen und interessen viele dinge nicht tun kann, weil ich halt schnell überreizt und erschöpft bin.
auf jeden fall freue ich mich nun, daß ich mich mit menschen austauschen kann, denen es so ähnlich geht, und von daher verstehen können, wie man sich fühlt. ich würde mich sehr über eine antwort freuen. wenn es ein bißchen dauert, verstehe ich das sehr gut, denn du hast bestimmt eine menge anfragen und viel zu tun. auf jeden fall, vielen dank für diese ansprechende und informative seite, die ich von nun an regelmäßig besuchen werde. viele liebe grüße, s.

28.11.10 Danke!
Liebe Marianne Schauwecker! Von Herzen Danke für diese Homepage! Ein wahres Geschenk für mich und viele Andere!
Ich habe Glück, dass ich die Entdeckung der Hochsensibilität mit jungen Jahren gemacht habe und erlebe nun eine Art zweite Geburt, ich bin so richtig am ankommen in der Welt! Manchmal ist es noch etwas eine Zangengeburt und da sind viele Selbstzweifel, die sich durch Unwissen angestaut haben - es ist auch nicht einfach, aus alten Mustern auszubrechen. Aber ich weiss, dass ich auf einem guten Weg bin, was mich sehr froh macht! Toll auch zu merken, dass es in meinem Umfeld viele "Gleichgesinnte" gibt, wie sich das Thema nun verbreiten kann und viel Positives zurück kommt!
Übrigens, mein Lieblingsbuch über das Thema ist von Susan Marletta-Hart "Leben mit Hochsensibilität - Herausforderung und Gabe", da es sehr erdig und praktisch ist. Ich kenne noch eines über Beziehungen von Dr. Marianne Skarics "Sensibilität und Partnerschaft". Und ein anderes gutes Buch zum Thema Grenzen setzen von N. Blaser "So bin ich und Du bist anders". Nochmals vielen lieben Dank und eine schöne Winterzeit! In Verbundenheit, J.

21.9.10 schwerlebig: hochsensibel?
...Ich habe erst jetzt Näheres in ihrer Webseite nachgelesen und habe das Gefühl, dass Sie es tatsächlich als einen "inneren Auftrag" empfinden, zum Thema Hochsensibilität zu arbeiten (im Gegensatz zu Internet-Hilfsangeboten, die in Wirklichkeit eine Anwerbung zu teuren Therapiestrecken darstellen). Es spricht mich sehr an, dass Sie so offen von Ihren persönlichen Kämpfen und Entwicklungsstufen erzählen und ich möchte auch dafür danke sagen. Tatsächlich ist das Phänomen "Hochsensibilität" ein sehr unerforschtes und unbeschriebenes Thema, auf das auch ich eben immer wieder gestoßen werde und das mich existentiell interessiert.

Gerade heute hat mich der Gedanke getröstet, dass ich halt einfach zu meiner eigentlich "einsam-kreativ-künstlerischen" Eigenart stehen sollte, dann könnte ich vielleicht mit der ewigen Zurückweisung "du bist zu genau, zu eigenwillig, zu ehrgeizig" besser leben. Seit dem Beginn meiner Entwicklung zu meinem "Selbst" habe ich daran gearbeitet, "vom hohen Ross herunterzukommen", aber wenn ich es "so wie alle anderen" halt "laufenlasse, wie es kommt", herrschen Chaos und Desaster und ich lande buchstäblich "unter der Brücke". Es verbraucht alle meine Lebenskraft, wenn ich mich zwinge, "oberflächlich-realistisch-pragmatisch" am Lebensstil der heutigen Gesellschaft zusammen- und mitzuarbeiten. (Zur Klarstellung: ich entstamme einer gutbürgerlichen Famlie in immer gesichertem gesellschaftlich-finanziellen Rahmen, und dennoch sehe i c h mich nicht zu Unrecht auf einer Rutschbahn nach unten.)

Jede Beziehung, die ich habe (und ob es ein Wortwechsel an der Supermarktkassa ist) gestaltet sich tiefgründig, ich spreche auch immer gerne von "beglückenden Begegnungen" anstatt von "verpflichtender Freundschaftspflege", eine Eigenart, die bespielsweise meine studierenden Kinder ihrerseits daran hindert, in ein selbständiges Berufsleben hinein zu finden. Auch sie machen sich um Gott und die Welt, um alles, was "andere" für uns entscheiden müssen und um jeden, der ihnen über den Weg läuft unendlich viele Gedanken. Natürlich scheint das aus einer übermäßigen Empfindlichkeit gegenüber Kritik und Zurückweisung zu kommen, oder nicht? Das "Pflichtbewusstsein" ist beinahe zwanghaft und läuft genaugenommen auf eine übergroße Beeinflussbarkeit hinaus... (begleitet von rebellisch-eigenständigem Denken und hochfliegendem Planen und Tun). Angeblich hat es mit der "guten Emphatie" nicht viel zu tun (gerade habe ich mich im Internet vergewissert: wir sprechen ja immer von der "Empathie").

Hochsensibilität, Hochverantwortlichkeit (und letztlich nirgends in der Lage sein, sich wirklich einzubringen, konstruktiv mitzureden, sich eher immer nur benützt und ausgenützt zu fühlen) - immerzu muss ich darüber grübeln, woher das kommt, es tut einfach zu weh. Querulant, Wichtigtuer, Zu-Viel-Denker, jemand, dem man es eh nie Recht machen kann... - beim Tierreich, diese Aussage hat mich einmal sehr beglückt, heißt das angeblich "Leittiereigenschaft", S i e wieder sprechen von "schweren Erlebnissen in der Kindheit" (was bei mir bloß das Eine zu sein scheint, dass meine beiden Eltern bereits unter denselben Dingen litten wie ich), oder ist es eben doch eine bisher unerkannte "Krankheit" (Schwäche)? Nachgewiesenermaßen gibt es Änderungen beim Richtigstellen des "Gehirnstoffwechsels...", aber auch die "beste" Therapie vermag es nie, aus schwerlebigen Menschen unbeschwert-glückliche zu machen, - was heutzutage ein besonderes Manko darstellt.

Wonach ich immer s u c h e - und das kommt in der Beschreibung Ihrer Lebensgeschichte gut zum Ausdruck, ist (neben der "erleichternden Erkenntnis, der entlastenden Erklärung", die bemerkenswerterweise auch für mich am Grad dessen gemessen wird, wie meine nähere Umwelt dazu steht und damit umgeht) eben die Form, wie i c h sinnvoll damit leben kann.
Man neigt mit dieser Art "Besonderheit" ja fatalerweise dazu, sich anzupassen, und entwickelt eine Menge erst recht wieder ungünstiger "Strategien". Burnout- und Suchtpatienten sind wohl immer jene, die sich "selbstlos" den "besonderen Herausforderungen" stellen und s i c h dabei überfordern - und leider ohne dass sie es wollen auch ihre Umwelt. Aber dieses wohlgemeinte Ermuntern "denk an dich, tu, was dir gut tut, lass das sein..." kann ich nicht mehr hören! Das, worunter man leidet, ist ja doch gerade die empfindsame "Eingliederung in die Beziehungsgesellschaft"! Will ich Mitleid, will ich Anerkennung, will ich Rücksichtnahme? Je mehr ich "nein sagen" zu lernen versuche, umso schlimmer wird es mit mir. W i e lebe ich - angemessen - als ein eben "schwächeres Glied der Gesellschaft"?

Hoffentlich haben Ihnen meine Gedankenbeschreibungs-Versuche nicht zu sehr Mühe gemacht. Mir gibt es bereits sehr viel, wenn ich Menschen finde, die mich ernst nehmen. Immerhin bleibe ich in allen meinen großen "Lebensproblemen", die keiner sehen will und die trotzdem inzwischen üble Folgen zeigen, stets an der bewussten Frage hängen: wieso ist mein Umgang mit den Menschen so sehr belastet, von denen ich abhängig und die von mir abhängig sind? Wir wirke ich noch dazu als bekennende Christin auf die anderen?...
Sie sind mir eine Ermutigung! Danke und mit Segensgrüßen, E.N.

28.8.10 Entscheidungen
Seit fünf Jahren lebe ich in im Süden von Mexiko. Eigentlich wollte ich schon letztes Jahr zurück nach Europa gehen, doch etwas hemmte mich. Ich glaube, dass ich eine Angst entwickelt habe vor dem "zweiten Kulturschock". Mein eigentlicher Plan war es immer zurück zu gehen, doch seit einem Jahr habe ich nun meine Rückreise dreimal verschoben. Ich habe es auf das schöne Projekt geschoben, an dem ich arbeitete und die Lebensart und Menschen, die ich sehr mag. Gleichzeitig vermisse ich meine Familie und viele kulturelle Dinge meiner Heimat und habe das Gefühl, dass ich einmal zurückgehen sollte, um nicht den Bezug zu verlieren. Ich weiss einfach nicht, wann der richtige Moment ist zu gehen. Als ich diesen Sommer am Meer war, dachte ich plötzlich nur "ich will nach Hause" und bekam Panik, dass ich für immer hier "hängen bleiben" könnte aufgrund der Angst, die mich vor dem zurückgehen hemmt. Nun habe ich bei meiner Arbeit angekündigt, dass ich zum Frühjahr gehe und meiner Familie Bescheid gesagt und mir somit selbst ein Ultimatum gestellt, aber entschieden fühle ich mich immer noch nicht. Was, wenn ich unglücklich im so rationalen Deutschland bin und die Freude, die ich hier gefunden habe am "einfach Da-Sein" verliere? Andererseit werde ich es nie wissen, wenn ich nicht einmal zurückgehe und es erfahre. Ich fühle mich zerissen zwischen zwei Welten und weiss nicht, wie ich sie vereinen soll. Das eine sind meine Wurzeln und das andere, was ich als junge Erwachsene für mich selbst entdeckt habe. Ich wünsche mir, dass die Entscheidung sich organisch ergibt. Vermutlich habe ich auch zu sehr auf den Rat von anderen Menschen gehört und dabei meine innere Stimme überhört. Was soll ich jetzt tun, um vor mir selbst und anderen integer und wahrhaftig entschieden zu sein? Ich möchte nicht mit den Gefühlen und Plänen der anderen spielen, doch ebenso wenig möchte ich diesen so wichtigen Schritt ohne Überzeugung aus ganzem Herzen tun. A.

18.8.10 Eine feine Sache
Die Internetpräsenz ist wirklich klasse, meiner Meinung nach gibt es noch viel zu wenige Plattformen für Hochsensible. Durch das Buch von Elaine N. Aron über Hochsensibilität, das ich sehr empfehlen kann für alle Hsp's, sehe ich meine intensiven Empfindungen in einem ganz anderen Licht. Es ist nicht immer einfach mit der Hochsensibilität umzugehen, ich habe konsequent gegen diese überwältigenden Gefühle angekämpft. Folglich hatte bzw habe ich heute noch immer wieder mit Ängsten zu tun und traurigen Gefühlen. Allerdings bewerte ich diese Situatuinen heute anders als früher, da hat mir auch das Buch sehr geholfen. Dieses "innere Potential" ist bei mir wirklich sehr ausgeprägt. Ich bin sehr musikalisch, kreativ und empathisch in höchstem Maße. Naja, ich könnte noch sehr viel hier jetzt hinschrieben und ich werde auch bewusst so persönlich, weil ich zwar ein ganz glückliches Leben führe, nur meine Hochsensibilität kann ich noch sehr schwer vertreten. vor allem fehlt es mir, mich mit anderen darüber in Kontakt zu setzen. Meine Freunde schätzen meine sensiblen Eigenschaften sehr, nur können sie natürlich mit den einhergehenden Problemen wenig anfangen. J.

28.6.10 Hellfühligkeit
Grüezi, scheint mir ein kleines highlight des Tages zu sein ihre gute und informative website gefunden zu haben. Seit etwa 7 Jahren bin ich von meinen Wahrnehmungen zum Teil stark beeinflusst da ich Energien wahrnehme und diese manchmal recht heftig und auf mich entgrenzend wirken. Diese erweiterte Wahrnehmung geht soweit dass ich auch bei Menschen vieles wahrnehme. Weiss eigentlich gar nicht was ich alles schreiben soll. Hab schon so vieles erlebt, dass ich mich immer nur wundern kann was denn noch alles geschieht. Auftanken und regenerieren tue ich mich bis 6x die Woche im Wald, in der Natur die mich echt aufnimmt und auftankt. Aber auch da spüre ich feine Schwingungen. Doch etwas würde ich gerne wissen. Wie kann man sich besser schützen? Ich habe schon vieles probiert aber es funktioniert einfach nicht.
Ich lerne auch gerade diese Wahrnehmungen zu akzeptieren aber manchmals waren sie doch so stark, und sind es immer noch, z.b. in Einkaufszentren, dass ich z.B. an die Grenze der Bewusstlosigkeit kam. Dieses unangenehme kommt manchmal schon an das Wort Angst, weil ich mich manchmal wirklich ängstige und manchmal geht es eben wieder besser. Aber ich erlebe es auch so dass es mich manchmal nervt, weil es auch beruflich zu schaffen machte.
Es gibt ja z.b. in der Natur Plätze mit sehr stark dichten Energien die mir zu schaffen machen, z.b. als das Erdbeben in der Dominikanischen Republik geschah, fuhr ich in einer Ortschaft namens A. Dabei entstand in mir die Information von alten Häusern und Erdbeben und Ruinen und zeitgleich wurde es mir so schlecht, dass ich anhalten und umkehren musste weil mein Körper so sensitiv ist. Ich wurde überflutet. Ich wusste nicht was geschah... am nächsten Tag erfuhr ich aus der Zeitung, dass zeitgleich dieses Erdbeben in der Dominikanischen war.
Es gibt aber auch friedliche und gute Plätze, sag ich jetzt bewusst so, wo ich dann von einem leichten Strömen der Energie der Naturumgebung durchdrungen werde und dieses Gefühl ist so wie wenn sie verliebt sind, aber einfach in der Potenz um einiges höher und es kommt von innen.
Es gibt also für mich die guten Energien und stark negativen. Muss das bewusst so schreiben weil es wirklich für mich so ist.
Hab mit den Jahren auch gelernt dass es mir leicht fällt mich zu öffnen, also geistig, aber immer wieder auf meinen Körper als Gefäss bewusst einzulassen braucht dann jeweils etwas länger. Auf die Grenze des Körpers einlassen üben :-) Das ist mein Training. :-) An dem arbeite ich auch. Muss mir auch immer mühe geben im Körper zu bleiben und nicht geistig voraus zu sein am Ziel weil es sonst ein mismatch gibt. Das ist meine Erdungsarbeit die ich täglich machen muss.
Beruflich bin ich auch so dann durch manches gegangen, und heute bin ich an einer Weggabelung, wo ich noch nicht weiter weiss und so halte ich inne und warte mal ab. ich bin, was das berufliche anbelangt, noch nicht da angelangt, wo ich fühle dass ich hingehöre, weil ich noch nicht "weiss", was die Schöpfungs-Intelligenz mir mit auf den Weg gibt :-) .b. Kann ich rein durch die Atmung Sachen mit meinem Körper machen, andere gehen dafür in den Kurs und bei mir klappt das einfach so. Chakras aktivieren, holotropes atmen oder wie sie das nennen, ich habe einfach eine natürlich Begabung und bin dankbar. Hatte über Meditation (ZEN) früher schon NO-Mind Phasen von 2 Wochen und durch dies erfuhr "ich", was echte Liebe ist. Sie hat nichts mit aussen zu tun, sondern kommt von innen. Jiddu Krishnamurti bezeichne ich als meinen geistigen Vater und das lesen seiner Bücher im Jahre 2001 hat mir sicher auch etwas mit auf den Weg gegeben und das Herz geöffnet. :-)
Bin mir einfach nicht sicher wie weiter da ich mich etwas in mein Schneckenhaus zurückgezogen hab, aber ich bin mir dem bewusst und eigentlich liebe ich die Menschen und möchte mit ihnen zusammen arbeiten, weiss einfach noch nicht in welche Richtung und ob ich diese Begabung irgendwie weiter verschenken kann oder anderen helfen darf, keine Ahnung. Fühle mich etwas einsam was geistige MItschwestern und Brüder anbelangt. Einen schönen Nachmittag und herzlichen Gruss S.P. aus B.

18.6.10 Bin ich betroffen?
Erstmal bedanke ich mich für diese tolle Seite. Ich frage mich schon seit langem, ob ich betroffen bin, denn Geräusche um mich herum, die andere rücksichtslos (in meinen Augen) ausführen, aber für sie normal sind, tun mir oft in den Ohren weh und bringen mich zur Weißglut. Unser Haus ist extrem hellhörig, was mein Leben noch schwerer macht. Selbst das Plätschern des Brunnens der Nachbarn lässt mich nachts nicht einschlafen (Oropax halten in meinen Ohren leider nicht) und keiner versteht mein Denken und Verhalten. Wenn ich mich konzentrieren will werde ich zum Egoisten, alles, was andere tun (sich unterhalten, Musik hören, ...) stört mich, wenn ich z. B. im Zug Musik hören will (nicht lautstark) und damit die anderen Geräusche nicht ausklinken kann. Leicht schlecht wird mir außerdem bei manchen Dingen, aber ich denk mal, das gehört nicht dazu. Alles schlägt mir schwer auf Psyche und Körper, kann schlecht einschlafen, bin oft gereizt und unkonzentriert. Y. aus O.

12.5.10 Herzschmerz
Liebe HSP, kennt ihr auch dieses Gefühl von allein sein, in der grossen Welt, ich so klein, kann mich kaum bewegen. Suche in Gedanken einen Ausweg aus dem Irrweg. Die Gedanken gehen so tief, tief hinunter, bis es nicht mehr weiter geht und dann kommen Farben, ich erinnere mich an Farben. Soll ich die Farben hervor holen und ein Mandala malen?? Oder doch lieber noch weiterspinnen, die Gedanken spinnen lassen, wohin wollen sie gehen, fliegen, verweilen?? Es macht mich müde, gerne möchte ich mich ausruhen, auf einem weichen, warmen Kissen, warm muss es sein. Schon seit Tagen warte ich auf die Sonnenstrahlen, die meine Knochen wärmen und meine Seele. Mein Herz schreit nach Sonne und diesem wundervollen Licht. Wo bist du, komm bald zu uns, wir vermissen dich. Ich vermisse dich, so sehr, Sehnsucht liegt in der Luft. Sehnsucht nach Wärme, Licht und Geborgenheit. Amen. U.K aus S.

6.5.10
Mich selber anzuerkennen und tolerant und liebevoll zu sein ist unbedingt der Weg, den ich gehen will. Es ist eine tiefe Unsicherheit. Es ist wie der Drang danach, mich selber definieren zu wollen und gleichzeitig die Angst davor, definiert zu werden. Als "nur so" oder "nur so" angesehen zu werden. Dabei ist es, glaube ich, die Offenheit und Toleranz sich selber gegenüber, die wichtig ist. Es ist schon so, dass ich sehr stark wahrnehme, wie es meinen Mitmenschen geht, wo sie überfordert sind oder wo ich Angst habe, dass sie sich nicht selber verteidigen. Ja, es ist extrem, wie ich mitfühle, wenn jemand beleidigt wird. Und wenn ich dann da nichts machen kann, dann habe ich Angst, dass man mich nicht mehr gern hat.
Ich glaube, dass wenn man alles sein kann, weil man sich dieser immensen Freiheit bewusst ist, weil so vieles in einem Anklang findet, dann kann dies zwar sehr aufregend sein, aber man wird auch überwältigt. Ich bin hin und her gerissen, weil ich so vieles verstehen kann. Wenn man dann noch streng ist mit sich selber ist und Angst davor hat, das falsche zu tun, dann kann das sehr anstrengend sein. Ich sehne mich sehr nach Ruhe und mehr Ordnung in mir drin. Ich glaube, es braucht da wie eine Stimme in einem, die hilft in solch überwältigenden Situationen nicht den Überblick zu verlieren. Wie jemand, der einem zu ordnen hilft, was man eigentlich wollte und was man denkt dass gut sei für einen und was man jetzt will. Obwohl ich sehe, dass ich in fast allen Menschen etwas von mir erkenne, was mir zeigt, dass ja diese Gefühle nicht abnormal sind, bin ich unsicher. Ich mache mir sooo viele Gedanken darüber, wer ich wohl bin. Ich denke, dass wir mit unserem Kopf allein nicht herausfinden können wer wir sind, weil eben die geistigen Möglichkeiten unbeschränkt sind. Und ich denke, dass wir nicht Angst haben müssen, durch eine Handlung oder eine Entscheidung definiert zu werden, denn das geht nicht. A.B. aus M.

15.4.10 Erfahrungen einer HSP
Hallo Marianne, ich würde gerne wissen, ob meine Symptome typisch für HSP sind:

Körperlich (trotz Untersuchungen hat man nie Ursachen dafür gefunden):
Oft Herzrasen (manchmal einfach so beim Chillen auf dem Sofa, unerträglich bei Livekonzerten), oft nass geschwitzt, ohne dass es heiß ist, bei hellem Licht sehe ich anschließend bunte Farben vor Augen, oft Zahnschmerzen, besonders bei Kälte. Nach dem Zahnstein entfernen oder Fingernagel feilen spüre ich es noch eine Woche, bei Kälte fühlt es sich an, als würde jemand meine Muskeln auseinander reißen, ganz dünne Haut, die schnell aufreißt und schlecht heilt, spüre Ozonwerte in Form von Halsschmerzen, schon lange bevor im Radio davor gewarnt wird, Vollmond oder Gewitter machen mich extrem unruhig, nach Karussellfahrten und Liftfahren noch 8 Std lang schwindlig, als wäre ich noch im Karussell, bei Medikamenten spüre ich die Nebenwirkungen sehr stark, die eigentliche Wirkung gar nicht oder gegenteilig: Beruhigungsmittel zum Wegdösen machen mich wach, von Kaffee schlafe ich umgehend ein

Leistungsfähigkeit und Beruf:
Hoher IQ, sehr gute Noten, arbeite und quäle mich bis ich nicht mehr kann, brauche ewig bis zur Perfektion, schnell voller Speicher und leerer Akku, oft Blackouts und Burnouts, hasse jede Art von Wettkampf, Geldgier und Egoismus, brauche nette Kollegen um mich herum, ansonsten bin ich nur ein Schatten meiner selbst, eine 20-Std-Woche ist manchmal für mich so anstrengend als wäre es eine 60-Std-Woche, der Abend und die Nacht reichen zur Regeneration für den nächsten Tag oft nicht aus, habe meinen Beruf noch nicht gefunden, obwohl ich schon zwei erlernt habe, die mir aber keinen Spaß machen, bin für alles ein bisschen, aber für nichts richtig begabt

In Gesellschaft anderer Menschen:
Sitze oft nur stumm herum, weil mir nichts einfällt, in der Schule immer Außenseiter, viele halten mich für merkwürdig und tranig, mit nahestehenden Freunden jedoch kann ich 8 Stunden lang angeregt reden und lachen, das gibt mir Energie

Phantasie:
Daheim privat stundenlang Tagträume, male mir alles mögliche intensiv aus, in Schule und Beruf habe ich kreative Aufgaben immer gehasst, weil mir auf Kommando nix einfällt

Einfühlungsvermögen:
Kann Stimmungen erspüren, sehe manchmal Situationen vor Augen, die dann später genauso eintreten (funktioniert leider nicht auf Kommando), spüre Schmerzen meines Freundes, als wären es meine eigenen, selbst wenn er weit weg ist

Vorausschauendes Denken:
Sehe Probleme lange Zeit im voraus, die nach Meinung der Politiker "plötzlich" auftraten (Bildungskrise, Lehrermangel, Gründe für Arbeitslosigkeit, Klimaerwärmung, steigende Kosten im Gesundheitswesen)

Das brauche ich:
viel Rückzugsmöglichkeit (dadurch schöpfe ich Energie), Beständigkeit, Sicherheit, Verlässlichkeit, eine gemütliche Atmosphäre, ein Gefühl von Heimat, Wärme

Das ist mir wichtig:
Dass es den Menschen, die ich liebe, gut geht, Traditionen bewahren, Werte wie Ehrlichkeit und Loyalität, Natur, Tiere,

Das stresst mich:
Tage mit vielen Terminen, Leistungsdruck, Erwartungen, Menschenmengen, Diskussionen, Autofahren, Discos, Partys, Lärm

Das hasse ich:
Geldgier, Egoismus, Unehrlichkeit, Lärm, Kälte

Sonstiges:
Bin sehr widersprüchlich, z.B. liebe ich Kirmes, obwohl es mich schnell überstimuliert. Ich hasse Unordnung, räume dennoch nicht auf. Mag keine Termine, bin dennoch immer pünktlich. Bin sehr schnell müde und erschöpft, habe aber auch schon 16 Stunden durchgearbeitet. Habe einen Uni-Abschluss, kriege bei Erschöpfung und Überstimulation jedoch die einfachsten Dinge nicht hin. P.H. aus I.

5.4.10: Herzenswärme
Hörst du die flüsternden Stimmen im Wind
sie singen lieblich wie ein kleines Kind
Siehst du die wunderbaren Lotosblüten
wichtig ist es, sie vor Unbill zu behüten

Der Pfad der Schönheit leuchtet im Lebenswind
man gehe ihn gelassen, nicht zu geschwind
dann sieht man auch das feine Geisteslicht
das uns die erhellende Traumzeit verspricht

Die Klarheit des Geistes eigne dir bald an
bleib an der Offenheit des Herzens dran
bilde heraus deine Charakterstärke
hast die Individuelle Ganzheit erreicht, merke:

Lebe behutsam deine Fürsorglichkeit
verschwende von Herzen Warmherzigkeit
denke immer an andere und humanitär
dann braucht die Welt kein Militär
K.Onana, 09 www.gedichteseite.de, Kennwort Karina1

2.4.10 Zeitumstellung auf Sommerzeit
Wer glaubt, dass eine Stunde Umstellung auf Sommerzeit für alle Menschen ein Klacks sei, irrt sich. Hochsensible können auch hier mehr Schwierigkeiten haben als Normalsensible, was folgende Zuschrift ausdrückt:
"...ansonsten sitzt, wie jedes jahr, noch die zeitumstellung in meinen gliedern. bin zu den merkwürdigsten zeiten müde hungrig wach alles etwas durcheinander. aber ich bin wohl nicht die einzige..." s.b.

29.3.10 Wunderbares Forum
Ich bin sehr dankbar, das ich dieses Forum fand, seit Jahren suche ich nach Erklärungen, warum ich so bin, wie ich bin und wurde schon mal fündig bei den Indigos. Jahrelang oder Jahrzehnte habe ich gelitten wegen Ablehnung, Ausgrenzung, ect. Besonders als Kind in der Familie, wurde Kapriziös und Extravagant genannt und vieles mehr! Später auch im Arbeitsleben viel gemobbt.
Aber nun weiß ich alles noch genauer und dazu mußte ich 58 Jahre alt werden! Bei mir ist die Sensiblität besonders groß zur Natur und Tieren, mit denen mich außergewöhnliche Erlebnisse verbinden, dazu sind alle Sinne extrem scharf, nur die Augen ließen etwas nach. Dazu hab ich vor ca. 12 jahren mein Talent zum Schreiben wieder neu entdeckt und verfasse seit dem Texte, Gedichte und Kurzgeschichten, das mich sehr befriedigt. Möchte mich ganz herzlich bedanken für diese tolle Webseite und die Mühe, die Sie sich gemacht haben. DANKE K.O. aus I.

14.3.10 yo ich auch :/
gehöre auch dazu, die erkenntnis ist etwas erleichternd.. und würde am liebsten nur noch mit menschen die auch so sind zusammen sein.. denn alles andere ist so verletztend aber weiß nicht ob so ein vertrauen nochmal entstehen kann. hab es nicht einfach und könnte hilfe gebrauchen will endlich keine angst mehr haben und dann menschen in meiner situation auch helfen. J.W. aus M.

9.3.10
Liebe Autorin der Website Hochsensibilität - das ist WUNDERBAR, was Sie da eingestellt haben! Kam zufällig bei der Klärung meiner "bits & pieces" (geben & nehmen lag gerade an...) auf Ihre Webseite. Hatte gar nicht mit gekriegt bisher, dass Leute wie wir Thema sind / sein können, so lästig empfand ich mich ständig mit meiner erweiterten Wahrnehmung - den anderen... Allein schon, Hochsensibilität als Fähigkeit zu betrachten, verursacht ja einen Erdrutsch!!! Wo diese sensiblen Veranlagungen bei mir her kommen - aus traumatischen Erfahrungen bereits im Mutterleib und um die Geburt herum, hatte ich schon gefunden - aber was ich aus diesen "GESCHENKEN" machen könnte, da war noch so was wie ein Brett vorm Kopf bei mir. Daher: Vielen Dank einstweilen. Habe das Gefühl, ich melde mich bald noch mal.
Herzliche Grüße, U.H. aus M.

9.3.10 Danke
Liebe Frau Schauwecker, durch Ihre Beiträge bin ich ganz berührt. Endlich nach 74 Jahren eines leidvollen Lebens habe ich gefunden, was ich gesucht habe, nämlich eine Erklärung und ein Verständnis für mich selber. Der Weg, den ich gegangen bin, war immer mit den Sätzen: So nicht! Aber wie anders? bezeichnet. Das "Wie anders?" hat mich auf immer neue Entdeckungen geführt und letztlich nun zur Entdeckung meiner eigenen Hochsensibilität. Dafür bin ich sehr dankbar und möchte Ihnen das schreiben. Mit herzlichen Grüssen, H.R. aus B.

7.2.10
Ich denke, ich kann definitiv von mir sagen, dass ich übersensibel bin (der Test bestätigt das auch, war da aber eigentlich nicht mehr nötig). Ich bin dankbar für die Tipps hier, aber irgendwie bräuchte ich noch mehr. Seit Jahren versuche ich alles, um mit dem Alltag der Anderen fertig zu werden, inklusive Antidepressiva. Aber Anpassung klappt nicht, nicht mal Ansatzweise. Arbeiten, auch im Nebenjob, macht mich völlig kaputt, zumindest, wenn ich dabei unter Menschen bin. Selbst der relativ stressarme Unialltag überfordert mich oft. Ich reagiere körperlich, seelisch so stark! Es ist so anstrengend, ich würde mich am liebsten manchmal nur vor allem verstecken. Ich habe Angst vor der Zukunft, ich habe ja gute Noten, Sprachkenntnisse, alles, aber ich fühle mich keinem Job gewachsen! Das Schreiben tut mir gut, aber schon der Gedanke, mich um Veröffentlichung zu bemühen, ist mir unangenehm und setzt mich stark unter Druck. Ich bin überkritisch in Bezug auf mich selbst und die scheinbare Oberflächlichkeit und Gedankenlosigkeit der Anderen treibt mich fast in den Wahnsinn. Als ob ich allein verstände, dass die Welt komplizierter ist als schwarz oder weiß und was ICH denke stimmt! M. aus O.

13.1.10 Fragen und Wunsch nach Austausch
Liebe Frau Schauwecker, bin durch das Stichwort "hochsensibel" bei Google auf Ihre Seite gestoßen. Habe jetzt auf der österr. Seite "Zartbesaitet" den Test ausgefüllt. Das Ergebnis war eindeutig: ich gehöre auch zu den Hochsensiblen.
Ich möchte hier Folgendes anregen, was mir zu dieser Thematik noch wichtig erscheint:
1. Die Frage, warum das Sensible in unserer Gesellschaft so einen negativen Stellenwert hat und dadurch die Hochsensiblen zusätzlich belastet werden und als "Mimose", "Heulsuse" etc. bezeichnet werden.
2. Die Frage, inwieweit die Hochsensibilität doch auch mit körperlichen Symptomen zusammen hängt bzw. körperliche Erkrankungen auslösen kann. Insbesondere geht es mir hier um die Krankheit Fibromyalgie. Es wäre interessant festzustellen, ob sich in der Gruppe dieser Patienten auch überdurchschnittlich viele Hochsensible befinden. Da ich selbst von dieser Konstellation betroffen bin, habe ich stark die Vermutung, dass es gerade im Bereich der Schmerzempfindung (seelischer, körperlicher Schmerz), Schmerzverarbeitung und Schmerzbewältigung Zusammenhänge gibt.
Was ich auch noch gerne ansprechen würde, ist das Thema Vielseitigkeit. Ich habe gerade den Radiobeitrag vom SWR angehört und mich darin wiedergefunden. Auch ich bin vielseitig begabt und interessiert. Aber dies wird mir leider meistens nachteilig ausgelegt. Es wird unterstellt, man sei oberflächlich. Beruflich habe ich auch schon einige Tätigkeiten hinter mir, aber richtig Fuß gefasst habe ich nie. Ich fühlte mich schon in meiner Schulzeit unterbewertet, missverstanden und meine Talente fand ich zu wenig gefördert und generell zu wenig Unterstützung von anderen, um mich so zu entwickeln, wie ich es gebraucht hätte. Ich habe so eine Vielfalt an Fähigkeiten, dass ich in einer ganzen Reihe von Berufen tätig werden könnte und dies auch mit Begeisterung ausüben würde. Aber von Arbeitgebern bekommt man keine Chance. Das belastet zusätzlich und macht einen noch sensibler ...
Es wäre schön, wenn dieses Thema auch mit anderen, denen es ähnlich geht, besprochen werden könnte. Weiterhin viel Freude! A.P. aus R.

30.12.09 Liebeskummer
Meine (ebenfalls hochsensible) Freundin und ich haben uns vor ein paar Monaten getrennt (nach einem Jahr Beziehung), d.h. sie hat mich verlassen, weil sie mit meinen Zweifeln bezüglich meiner Gefühle für sie nicht mehr umgehen konnte. Vor ein paar Wochen habe ich begonnen, Elaine Arons Buch "The Highly Sensitive Person in Love" zu lesen, und ich kann beinahe jedes Wort bestätigen. Wieso müssen Hochsensible nur so leiden? Ich spüre so sehr, dass ich meine Ex-Freundin liebe, mehr liebe, als ich je eine Frau geliebt habe, und ich vermisse sie so sehr, dass es mich fast zerreisst. Wie gehen Hochsensible mit Liebeskummer um? Die letzten Monate waren die schlimmsten Monate meines Lebens. N.

14.12.09 Starke Hochsensibilität
Hallo, mein Name ist Daniel, ich bin 23 Jahre alt (Abitur->Bundeswehr->Ausbildung Restaurantfachmann) und habe vor ca. einem Jahr über Internet über das Phänomen Hochsensibilität gelesen. Danach erlebte ich sehr einschneidende Momente, da mir mit einem Mal klar wurde was mit mir los ist. Viele Ereignisse in meiner Vergangenheit ergeben plötzlich einen Sinn. Ich bin immer davon ausgegangen dass etwas mit mir nicht stimmt. Nie Interesse an Feiern und Diskos, zu viel und lauter Lärm belasten mich, nicht fähig lange und auf Dauer zu arbeiten, gerne Leben in verdunkelten Räumen und das am liebsten alleine, keine Freunde und auch gerne, besonders guter Geruchssinn, ein Auge fürs Detail, ständiges Denken an viele Sachen die auch unwichtig sind, oft gekränkt wegen Sätzen anderer unwichtiger Menschen, hohes reflexives Handeln und selbstreflektives Denken. Immer hiess es von der Mutter oder Menschen in der Umgebung ich wäre asozial und unnormal. Dann hatte ich diesen Text über Hochsensibilität auf einer anderen Website gelesen und war schier erschrocken wie sehr beinahe alle Aspekte auf mich zutrafen.
Ich suche Kontakt zu anderen die auch diese Erfahrung gemacht haben und mit denen man sich austauschen kann wie sie damit umgehen, denn ich habe festegestellt dass sogar viele der eigentlichen Vorteile nur Nachteile sind weil zb dieses Interesse am Detail andere abschreckt und zurückstößt. Ich wohne in München und es wäre super mal Kontakt zu haben zu anderen Menschen die auch so eine, wie ich denke, starke, umfangreiche Version der Hochsensibilität haben. Daniel aus M.

(siehe für Wünsche nach Austausch das Forum Austauschanzeigen)

11.11.09
Liebe Marianne Schauwecker, ich erlaube mir jetzt einfach diese Anrede, obwohl wir uns (noch) nicht kennen. Aber ich habe einfach das Bedürfnis auf diese Weise aus zu drücken, wie sehr mich gerade der Blick auf diese Web Seiten bewegt hat (mir kamen gerade ein paar Tränen in die Augen). Vor ein paar Wochen habe ich im SWR2 Programm eine Sendung über Hochsensible Menschen gehört, in der Sie auch gesprochen haben und war sehr bewegt. So vieles konnte ich bestens verstehen und bin froh nun auch diese Homepage besucht zu haben. Ich bin übrigens auch Musikerin und Instrumentalpädagogin an einer Musikschule und bin überglücklich seit zweieinhalb Jahren auch einen hochsensiblen Mann (bildender Künstler) an meiner Seite zu haben, nachdem davor eine Ehe zu Bruch gegangen ist , in der ich mich gänzlich unverstanden und fehl am Platz fühlte..... solche Geschichten gibt es vielleicht noch mehr, deshalb will ich dazu gar nicht mehr sagen, als dass es mich viel Kraft und Zeit meines Lebens gekostet hat, bis ich den Mut hatte diese Ehe zu beenden.... Heute bin ich froh in meinem neuen Umfeld immer wieder weitere so sensible Menschen zu entdecken und kennen gelernt zu haben; so wie auch noch weitere kennen zu lernen, freut mich besonders! Es grüßt Sie ganz herzlich C.G. aus S.

3.11.09
Liebe Frau Schauwecker, ich freue mich, auf die Radiosendung über Hochsensible hingewiesen worden zu sein und nun weitere Kontaktmöglichkeiten zu entdecken. Endlich fühle ich mich verstanden und "gerechtfertigt" in meiner "Überempfindlichkeit", die früher eher als "schwierig, kompliziert, zu anspruchsvoll" galt. Ich leide nicht wenig, und in den Tagen vor Vollmond kann meine latente Depression zuweilen erbarmungslos durchschlagen. Aber ich habe auch Foto-Ausstellungen gemacht (nicht-digitale Naturfotografien) und ein Gedichtbuch herausgegeben. Mein Sohn hat die Hochsensibilität geerbt und lebt sie in der Musik, das ist wundervoll. So viel nur als ersten Gruß, denn jetzt muss ich leider zur Arbeit (die mir auch immer schwerer fällt). Das Foto mit den lichtvollen Schneeglöckchen ist wunderschön! Herzliche Grüße, A.M. aus F.

--> Link zur erwähnten Radiosendung weiter unten beim Eintrag vom 15.10.09

23.10.09 Freude:-))
Hallo guten Tag,"zufällig" bin ich auf das Thema HSP gestoßen. Wie ich auch in den diversen Beiträgen lese, fallen mir nach meinem 47-jährigen Leben sämtliche Steine vom Herzen: Es gibt ja noch mehr solche wie mich! ...Die in Gruppen schnell "zuviel" kriegen, die dauernd schlafen müssen, weil die Träume so spannend sind, die beim Gegenüber die geheimsten Dinge spüren und dann schnell erschrocken sind, weil: der andere weiß das ja noch gar nicht von sich..., lauter solche Sachen.
Ich bin keine geplagte HSP, außer dass ich mich nicht besonders abgrenzen kann und deshalb manchmal dazu neige, mich beruflich zu übernehmen, liebe ich mein facettenreiches erfülltes Leben über alles. Habe aber auch das Glück, einen ähnlich gestrickten Partner gefunden zu haben und die Rückzugsnotwendigkeit schon lange praktizieren zu können.
Warum ich aber eigentlich schreibe, ist das "BLÖGLI": Wir haben drei alte Hunde, die älteste, Paula, ist gerade in ihren letzten Tagen oder Wochen. Auch an Krebs erkrankt, jeden Tag weniger, aber zum Glück schmerzfrei und immer noch "eine Junge" wenn wir draußen sind. Ich spüre aber seit Tagen, dass der Abschied naht. Sie spürt es auch. Es sind schöne, traurige Momente, Perlen, die, aneinandergereiht, irgendwann das Leben ausmachen. Ich wollte unbekannterweise einfach eine Zeile des Mitgefühls in die Schweiz schicken... Ganz liebe Grüße! S.B aus D., Deutschland
PS. Habe auch den Beitrag in SWR 2 gehört. Witzig, seit ich mich mit dem Thema befasse, begegnen mir dauernd Denkanstöße dazu....

15.10.09 SWR2-Sendung Leben am 14.10.09
...Seit Kindesbeinen hatte man mich glauben gemacht, ich sei zu empfindsam, grüblerisch, scheu, misstrauisch, verletzbar, selbstzweiflerisch, um für dieses Leben zu taugen. Dabei konnte ich sprühen vor Einfallsreichtum, Eloquenz, Engagement, wenn ich mich nur aufgenommen und verstanden glaubte (schwankend zwischen "Offenbarung" und übertriebener Anpassung), zog mich aber noch weiter ins Schneckenhaus zurück, sobald ich mich oder meine Ideale missbraucht fühlte. Doch was soll ich weiter erzählen - Sie kennen ja selbst die Tonleiter der hochgespannten Gefühle, der Aufs und Abs nahe am Abstürzen und der Glückseligkeit. Als ich gestern die Stimmen aus dem Radio hörte (SWR2 Leben), dünkte es mir wie eine Beschreibung meiner selbst, bis in die Details zutreffend: Und obwohl ich mich "ertappt" wusste, fühlte ich mich befreit, wie ein Vogel, dem die Käfigtür geöffnet wird und niemand ihn festhält.
Nur das wollte ich Ihnen sagen: wie gut mir die Sendung getan hat, dass ich körperlich spürte, wie ich weiter wurde, wie ich mich den ganzen Tag über von Wärme und Helligkeit und Leichtigkeit und Frohsinn durchspült fühlte, als wäre mir eine liebe Person nahe, die mir Vertrauen einflößt. Ich danke Ihnen sehr herzlich, dass Sie Ihre Not nicht für sich behalten haben, sondern sie hinterfragt, untersucht, publik gemacht haben, das Stigma erklärt und positiv umgedeutet haben.
Wichtig erscheint mir in diesem Zusammenhang, dass wir dieses Phänomen nicht isoliert sehen, sondern auch als gesellschaftliches Problem im Umgang mit "Außenseitern", dass wir also nicht Nabelschau betreiben (so wichtig das auch als Beginn ist, wenn alles noch so wund ist), sondern auch die Hintergründe, den Rahmen sehen und einschließen in unsere Reflektionen, Aufarbeitung, Zielrichtung. Herzlich, J. V. aus W, Deutschland

--> Link zur erwähnten Sendung des SWR2: "Reizüberflutet" (Sendegefäss "Leben"). Wenn Sie die Sendung "nachhören" möchten, können Sie diesen Link "Reizüberflutet" anklicken - und die Sendung als mp3 herunterladen.

2.8.09 Blögli
Danke eifach viu tuusig mau für öji offeheit, liebi und muet, das hochsensibilitätsthema i ds internet zstelle :) eigentlech han i für ne patiänt öppis gsuecht u grad passendi musig bi öich gfunge. letscht wuche han i der tescht bi zartbesaitet gmacht u weiss jetz sicher, dass i e hochprozäntigi (HSP) bi. allmählich wird mir, psychiatrieschwester hf, klar, weshalb mich psychotrauma, demenz, sht etc. so beschäftigt. ha jetzt chly muet übercho für beobachtige über zämenhäng ufzschribe :) vergälts Gott frau Schauwecker! M.S. aus N.

13.7.09 Befreiung
Herzlichen Dank! War gerade kurz vor dem Verzweifeln, was mit mir und meinen Kindern los ist. Habe nur kurz hineingelesen und musste schon heulen. Endlich durfte ich erkennen. Werde mich weiterhin mit dem Thema beschäftigen. Ganz liebe Grüße K.W aus S.

12.7.09
Ich bin eine HSP, ohne Zweifel. Ich wäre interessiert an einer geleiteten Gruppe, die praktische Hilfestellungen für HSP geben könnte. Vorstellen könnte ich mir Stille, Meditation, sensible Gespräche, Befindlichkeitsrunde usw. Bis jetzt war ich allein mit meiner Begabung und ihrer Schattenseite. Es wäre schön, auf mehr Verständnis zu stossen. Gibt es so was? Ich habe die Seiten mit Genuss gelesen. Vielen Dank. U.K. aus R.

Abgekürzte Antwort von Marianne Sch.: Leider gibt es beim Link für HSP-Gruppen noch keine grosse Auswahl. Oder finden Sie dort vielleicht eine Möglichkeit, welche nicht allzu weit von Ihnen entfernt wäre? Es besteht generell ein grosses Interesse an solchen Gruppen, doch die Angebote sind leider noch relativ rar.
Eine Möglichkeit ist, sich mit anderen Hochsensiblen zusammen zu tun und selber eine Initiative zu starten, doch weiss ich, dass dies nicht immer einfach ist (gerade wenn Sie eine geleitete Gruppe suchen). Vielleicht ergeben sich aber doch irgendwelche Möglichkeiten über diesen Weg?
Sie haben mich übrigens auf die Idee gebracht, auf der Selbsthilfegruppen-Seite auch noch einen Abschnitt "Gesucht" einzurichten.

14.6.09
Liebe Marianne, ich bin im Mai '09 durch einen Tageszeitungsartikel auf Elaine Arons Buch gestoßen, und seitdem tun sich mir Welten auf. Ich hätte niemals erwartet, daß es so eine umfassende und tiefgehende Erklärung für mein Gefühl des Andersseins geben würde. Seit ich deine Website entdeckt habe, fühle ich mich auch aufgehoben und geborgen im großen Netz der HSM. Plötzlich nehme ich auch im Alltag mehr diese feinen Schwingungen wahr (oder ich erlaube mir eher, darauf zu achten).
Gestern z.B. kam ich beim LIDL an der Kasse zum ersten Mal nicht ins Schwitzen beim Einpacken meiner Lebensmittel, weil der junge Mann die Waren genau im richtigen Tempo über den Scanner an der Kasse zog. Als ich ihn darauf ansprach, erwiderte er, daß er es einfach nicht schaffe, die Kunden durch zu schnelles 'Drüberziehen' zu stressen und so passt er sich jedem einzelnen in dessen Rhythmus an, obwohl er dadurch als weniger leistungsfähig gelte.
Über diesen jungen Mann und seine feinfühlige und mutige Art hab ich mich noch den ganzen Tag gefreut. (Auch wieder einer von uns, der der Welt etwas zu geben hat!!)

Wunderschön finde ich dein Lied "Uus em Schnäckehus". Immer wenn ich mutlos oder vom Alltag erdrückt umherschleiche, bringt es mich wieder in Schwung. Ich stelle dann den CD-Player auf 'repeat' und kann nicht genug davon bekommen. Es macht mich froh und leicht und gleichzeitig auch zielgerichtet handlungsfähig. Es schallt durchs ganze Haus, die Kinder singen oft mit und wir grinsen uns an: "Gackere im Hühnerdreck, ist gewiss kein Lebenszweck.... !!!!
Es ist nicht immer so leicht, aber es ist schön, wenn es so ist.
So, jetzt muss ich noch was 'richtiges' schaffe Für heute ganz liebe Grüße und vielen Dank für deine liebevolle, herzerwärmende homepage, Monika aus K.

16.5.09
.....heute habe ich im Gesundheitstipp wahrscheinlich DIE Erklärung für meine derzeit grossen Probleme gefunden. Ich habe diese Probleme zwar schon sehr lange, konnte sie aber nicht definieren und damit umgehen. Was empfehlen Sie mir... ich bin überwältigt... weiss nicht, in welche Richtung zu gehen... bin zu aufgewühlt. J.S.

Abgekürzte Antwort von Marianne Sch.: Was Sie so intensiv erleben zur Zeit, ist etwas sehr Wichtiges und eigentlich ja sehr Erlösendes, - die Erkenntnis über die eigene Hochsensibilität. Viele hochsensible Menschen erleben diesen Augenblick zwischen "Vorher" und "Nachher" als sehr aufwühlend und einschneidend. Vieles kann einem nun im Rückblick klar werden, und man realisiert, dass man einer - immerhin recht grossen Minderheit angehört, was die Wahrnehmung und das Nervensystem anbelangt - und dass dies durchaus auch Vorteile und positive Eigenschaften beinhalten kann.
Natürlich ist es aber so, dass man - nach Jahren des Unwissens über die eigene Hochsensibilität - auch sehr verstrickt sein kann in alte Probleme - und dass die blosse Erkenntnis nicht auch gleich sämtliche Probleme löst, - das ist klar.
Wichtig ist ganz sicher, dass Sie Zeit für sich nehmen, diese neue "Entdeckung" gründlich zu studieren und Ihr bisheriges Leben aus dieser Perspektive neu anschauen. Vielleicht verstehen Sie dann besser, was die Probleme verursacht hat.
Wichtig ist auch, dass Sie aus der neuen Perspektive versuchen, Ihr Leben zu gestalten, sorgfältig darauf schauen, was Ihnen gut tut und was nicht, - ein "Selbstmanagement" aufbauen, dass Ihrer Hochsensibilität angepasst ist. Das alles braucht Zeit, - alte Gewohnheiten sind oft hartnäckig.
Dies sind ein paar grundlegende Dinge, und ich hoffe, dass Sie auch für Ihre Probleme Lösungen und vielleicht auch Hilfe finden, - manchmal geht es nicht ohne Hilfe, z.B. beratende oder psychologische. Vielleicht finden Sie auf den Listen für TherapeutInnen oder BeraterInnen - oder auf der Liste für Kontaktpersonen auf meiner Website (Rubrik "Aktuell/Berichte/Hilfe") auch die Möglichkeit für eine Beratung in Ihrer Region - oder die Möglichkeit zum Austausch mit einem anderen hochsensiblen Menschen. Gerne können Sie mir auch wieder mailen, wenn Sie Fragen haben.

Freude über das erste Mail aus der französischen Schweiz
31.3.09 Ich war auf einer Reise, wo ich einer amerikaner jogalehrerin beschrieb, wie ich sensibel bin, zB. das Intermenschliche. Als sie mir Elaine Aron's website angab, mit einem HSP Test und die erforschten Themen über Highly sensitive persons las, war ich sehr erstaunt. SO lange war ich unter solchen Lebensbediengungen gewesen, und hatte keine Ahnung, dass ich z.B. meinem Instinkt folgen kann.
Nur später habe ich verstanden, wie mein ganzes Leben von diesen Themen so tief geprägt war. Dann habe ich kapiert, dass auch keine art therapie meine hohe sensibilität lindern würde... Dieses Erkenntnis hat mich erleichtert und sehe jetzt diese sensibilität wie eine Kraft, ein Geschenk, ein Licht.
Ich freue mich auf Ihre website und hoffe auf eine Brücke über dem Röstigraben. Im welschland ist anscheinend keiner bewusst, was da ablauft, mit diesen etwa 20% der hochsensiblen Menschen. Danke für Eure Mühe und bis bald, Anne J. aus G.

17.2.09
heute kann ich meist gut mit meiner sensibilität umgehen und sie sogar als freund und helfer akzeptieren, dass sie mir auch immer wieder intuitiver wegweiser ist. im moment einfach besten dank, dass dieses thema auch so angesprochen wird! wir sind so normal wie jeder mensch in seiner eigenart.... und doch ist es immer wieder eine innere, stille herausforderung in der mitte zu sein wenn rundum lautes, farbiges gewirr ist das die meisten nicht wahrnehmen..... ich habe den link www.hochsensibilitaet.ch an freunde weitergeleitet die selber so sind oder oft auch kinder haben die hochsensibel sind und es ist dann für beide seiten eine herausforderung damit im alltag zu leben.... J. von Z.

28.1.09 Soulskin
Ich wußte lange nicht, dass ich eine HSP bin, spürte nur immer wieder dass mit mir was nicht "stimmt". Nun kann ich mich einordnen und besser verstehen. Intensive therapeutische Arbeit hat mir sehr viel gebracht. Obwohl das Leben als HSP nicht ganz einfach ist. Aber diese Seite hat etwas ganz wunderbares an sich... ich bin nicht nur HSP, auch Künstlerin: www.soulskin.de. Herzlichst, Annah aus Sch.

19.1.09
Bin ich es oder nicht? Schon als kleines Kind haben mich gewisse Situationen scheinbar mehr berührt als andere Kinder in meinem Alter. Während der Pubertät habe ich erkannt, dass ich sehr rasch den Zugang zu anderen Menschen finde. Doch diese überforderten mich zum Teil damit, dass sie mir Dinge anvertrauten, mit denen ich nicht umzugehen wusste. Ich zog mich zurück und fing an mir selber an zu zweifeln. Während meines Studiums gings mir besser weil ich mich in einem geordneten "System" bewegen konnte, wo ich nicht zu engen Kontakt mit Menschen haben musste. Erst als ich vor zwei Jahren in die Berufswelt kam, wurde mir bewusst, dass ich mit den ganzen Stimmungen und Gemütschwankungen meiner Mitmenschen schlecht klar komme. Ich merke Leuten an wenn es ihnen schlecht geht und versuche zu helfen. Doch kann ich mich nicht abgrenzen. So gerate ich immer wieder in einen Teufelskreis. Ruhe finde ich im Moment nur noch in der Natur und bei Tieren. Eigentlich fühle ich mich beschämt hier so etwas zu schreiben. Ich bin auch nicht sicher, ob ich wirklich so sensibel bin. Aber mit fast allem was auf der Website steht kann ich mich identifizieren.. M. aus F.

Abgekürzte Antwort von Marianne Sch.: Danke für Ihre Zeilen, für die Sie sich überhaupt nicht schämen müssen. Hochsensibel zu sein bringt sehr viele Schwierigkeiten mit sich, welche "normalsensible" Menschen oft nicht nachvollziehen können. Solche Teufelskreise, wie Sie sie beschreiben, führen zudem oft dazu, dass man aufhört, an sich zu glauben und sich selber zu schätzen als ein sensibles, begabtes Wesen, das der Welt viel zu geben hätte.
Setzen Sie alles daran, sich selber den nötigen Schutzraum und die nötige Ruhe zu verschaffen, - ohne zu vergleichen und sich dafür zu schämen. Wenn im Moment Natur und Tiere ihnen diese Ruhe geben können, dann kritisieren Sie sich nicht dafür, sondern nehmen Sie sich was Sie brauchen, wenn immer möglich. Es gibt nichts zu vergleichen, es gibt da kein Richtig oder Falsch.
Jeder Mensch muss seinen eigenen Weg finden, und der beginnt damit, dass man für sich einsteht und schaut, dass es einem möglichst gut geht. Mit Egoismus hat das überhaupt nichts zu tun. Erst wenn wir "bei uns sind" und adäquat für uns sorgen und uns nicht mehr überlasten, können wir auch wieder "geben" und uns den Mitmenschen zuwenden.
Hochsensible Menschen brauchen mehr Rückzug, mehr Abgrenzung und Ruhe, und gerade dafür zu sorgen, fällt ihnen auch schwer. Trotzdem müssen wir es lernen, - erst recht! Manchmal dauert das seine Zeit... Haben Sie Geduld.

9.11.08
Ihre Seite gefällt mir sehr gut. Sie ist so klar und die Bilder sind wunderschön. Ich möchte nur ganz schnell ein paar eigene Wahrnehmungen mitteilen: Ich fühle mich oft wie eine offene Wunde... Zur Zeit arbeite ich nur an 3 Tagen in der Woche, aber das ist für mich so anstrengend, weil mir das Thema so fern ist, daß ich dann, am Sonntag, nicht fähig bin, etwas zu unternehmen, meistens kann ich mich dann endlich wieder zulassen (also aufmachen) und mir laufen dann den ganzen Vormittag die Tränen aus den Augen - sei es vor Rührung oder Liebe zu meinen Tieren, oder auch vor Traurigkeit wegen bestimmter Dinge - egal. Erst gegen Nachmittag kann ich dann ganz langsam (im wahrsten Sinne des Wortes) irgendeine Sache starten, meist einen schönen Hundespaziergang in einer Gegend, die mir vertraut ist und gefällt (natürlich gehe ich vorher schon mit meinem Hund, aber dann tut mir noch jede Zelle meines Körpers weh, wie geschlagen).
Natur ist für mich überlebenswichtig, jeden Tag mehrere Stunden. In meinem früheren Arbeitsverhältnis herrschten oft Spannungen, für mich fast unerträglich, so schlimm, daß mir die Tränen kamen, wenn ein spezieller Mitarbeiter mich am nächsten Tag wieder ganz normal mit MOIN begrüßte. Mir hilft es, wenn es mal wieder besonders schlimm ist, einen Kuchen zu backen wegen des Geruches - oder in Astrid Lindgren - Büchern zu lesen. Meist reicht schon ein kleiner Abschnitt, dann komme ich in eine meditative Stimmung von heiler Welt. Wenn es früher ganz schlimm war, bin ich in den Hundekorb gegangen. Wie können Sie mit jemandem leben? Ich kann das nicht. Nur mit Tieren. Aber nach außen wirke ich selbstbewußt und manchmal auch hart. Bin zur Zeit gerade mal wieder nicht so gut drauf. Selbst meine Mutter wußte nicht, wie ich war: sie sagte einmal : "wie kann man nur so ein dickes Fell haben" und dann : "dich muß man behandeln wie ein rohes Ei". Nun bin ich 52. Möchte so gerne etwas für mich Sinnvolles tun, nicht einfach so dahindümpeln. Aber ich habe über die Jahrzehnte gemerkt, daß ich mir so schwer etwas merken kann und mir einfach nichts zutraue. Würde gerne so vieles tun, aber habe an kaum etwas Freude - oder erlaube mir nicht, sie zu empfinden - oder habe keine Mittel, um meine Wünsche zu erfüllen. Sorge aber hoffentlich gut genug für meinen Hund, ein extrem schwieriges Tierheimtier, der bei mir gelernt hat, wieder Vertrauen in die Menschen und in die Welt zu haben. Das kann ich. Das weiß ich auch. Aber warum kann ich diese Möglichkeit bei mir nicht sehen???
Ich selbst habe mich immer ausgegrenzt gefühlt (auch in der Familie), wurde wie man heute so sagt, in der Schule furchtbar gemobbt , war jedoch immer bestrebt, es mir nicht anmerken zu lassen. Nur in der Natur und mit Tieren fand ich meinen Frieden. Für mich ist die Landschaft, der Ort, wo ich lebe, wichtiger als die Menschen dort.
Als (verletztes) Kind habe ich immer Bilder gemalt, immer die selben: ein DinA4-Blatt in vier Abschnitte unterteilt und dann habe ich mir vorgestellt, wie ich ein Pferd finde, daß angekettet, verwahrlost und völlig verhungert ist, nur noch so gerade am Leben, nicht in der Lage, allein zu stehen. In meiner Fantasie habe ich es dann gerettet und auf jedem der Bilder sah es blühender aus, bis es auf dem 4. Bild in voller Schönheit, gepflegt und ohne Ketten war. Vermutlich habe ich mir auf diese Weise selbst geholfen.
Denn ein Gedanke aus "Ein Kurs in Wundern" ist ja: Was man einem anderen gibt, gibt man in Wirklichkeit sich selbst. Dieses weiß ich auch aus anderen Büchern, ich übe es auch in meinem jetzigen täglichen Leben.
Was mir noch hilft und oft schon geholfen hat, sind die Bücher von Bärbel Mohr, weil sie viele umsetzbare Tipps liefert, außerdem hat sie auf ihrer Homepage eine Liste mit interessanten Büchern, durch die ich mich lese. Sehr helfen mir die Bücher von Neale Donald Walsch. Dadurch kann ich mich tatsächlich in eine höhere Schwingung katapultieren.
Nun habe ich viel über mich geschrieben, erwähnen möchte ich noch eben, daß auch die anderen Symptome natürlich bei mir auftreten. Sehe so gut wie nie fern, Radio nur wegen des Wetterberichtes, kaum eine Temperatur ist recht, bekomme sofort Schweißausbrüche wegen jeder Kleinigkeit, brauche nur an irgendwas zu denken. Das jedoch ist ja auch eine Verheißung: Dann muß ich eben an was Schönes denken!!! Daran arbeite ich.
Muß noch mehr über das Thema recherchieren, habe es erst kürzlich entdeckt und Ihre Seite erst heute. Danke. Bis denn, I. O. aus W.

21.7.08 Super Seite!
Hallo Marianne! Deine Homepage finde ich gut und hilfreich. Auch in den Situationen im Blögli finde ich mich immer wieder! Mach bitte weiter mit dem Blögli, du schreibst super und so gut verständlich!
Ich habe in meinen Ferien das Buch "Erbsenprinzessin" von Renate Glöckner gelesen und für mich ist jetzt völlig klar, dass ich zu den Hochsensiblen gehöre. Ich habe auf viele Probleme in meinem Leben eine Antwort bekommen und fühle eine grosse Erleichterung.
Jetzt kann ich es angehen und lernen richtig mit meinen Gefühlen und Empfindungen umzugehen!
Ich habe meinen Kummer mit Essen kompensiert, was mir in den letzten Jahrzehnten stetigen Fettzuwachs bescherte, ohne zu wissen, wie ich dagegen vorgehen kann.
Ich spüre Erleichterung und glaube ich bin auf dem richtigen Weg!
Liebe Grüsse, E.B.

26.5.08
Hallo! Bin heute auf diese Seite gestossen und finde es gut, dass es mittlerweile auch eine CH-Site zu diesem Thema gibt. Herzlichen Dank fuer die Arbeit diesbezueglich. Ich habe vor gut einem Jahr "ganz zufaellig" das Buch von Elaine N Aron in einer Buchhandlung gesehen und gekauft. Die Erkenntnis, dass ich mit groesster Wahrscheinlichkeit hochsensibel bin, hat mich zuerst erschuettert, aber auch erleichtert, weil mir ihre Beschreibungen aus der Seele sprachen. Ich habe mich endlich einmal verstanden gefuehlt und nicht einfach krank und abnormal!... R.B.

8.5.08
Ich bin vorgestern zufällig über einen Link für Hochsensible gestolpert und fühle mich in so vielen Dingen wieder... Zur Zeit habe ich das Gefühl, ist mir ein normales Leben nicht mehr möglich, da ich nur noch am Denken und Fühlen bin. Ich habe so viele Fragen... A.T.

2.4.08
Was du im Blögli vom 27.3. zum Aufwachen schreibst, ist bei mir ähnlich, nur hab ich jeweils das Gefühl, ein Teil von mir sei noch nicht da, und der realistische Teil versucht mit Musik und Weiterdösen diesen abwesenden Teil zurückzuholen. Meistens gelingt das dann von selber, und nach ca. 20 Minuten bin ich zahnputz- und duschfähig. Wenn's nicht gelingt, dann oszilliere ich den ganzen Tag hin und her. Z.W. aus Z.

16.1.08
Mich würde es interessieren, was sich bei HSP wirklich geändert hat nach dem Erkennen der Hochsensibilität. Ich könnte das bei mir kurz so schildern: vorher war mein Lebensgefühl, dass ich immer hinter etwas herrenne und es nie erreiche, und ich wusste nicht einmal, was das war, dieses Gefühl von ständigem Gehetztsein. Da hat sich wirklich etwas geändert. Sogar meine Freunde merken es und finden, ich sei nicht mehr so nervös und aufgedreht. M.B.

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