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Persönliche Berichte, Meinungen

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Für privaten Austausch siehe die Rubrik "Austauschanzeigen"!

Die Autorin dieser Website behält sich vor, nur Beiträge zu veröffentlichen, die ethisch vertretbar erscheinen und dem Sinn und Zweck dieser Website entsprechen.

Nach längerem Bestehen dieser Website hat es sich heraus gestellt, dass sich in vielen persönlichen Zuschriften Thematik und Inhalte wiederholen: Hochsensible erleben vieles sehr ähnlich. Darum werden hier nur noch hin und wieder neue Mails veröffentlicht. Wer mehr von anderen erfahren möchte, wird auf die Austauschanzeigen verwiesen (Link siehe weiter oben).

20.1.12 Neurodermitis
Ich bin sehr verzweifelt und hoffe, endlich Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Unser Sohn hat sehr sehr starke Neurodermitis. Zur Zeit hat er wieder einen Schub, wo er keinen Quadratzentimeter gesunde Haut am Körper hat. Sein Körper ist übersät mit offenen, nässenden, blutenden Stellen. Diese Schübe hat er immer und immer wieder. Beim letzten Schub waren wir wieder einmal in der Kinderklinik.

Inzwischen haben wir alle Cremes durch, wir haben zuckerarm ernährt, haben Ei weggelassen etc,.... Das einzige, was hilft, ist Cortisoncreme beim Schub. Zwischen den Schüben pflegen wir ihn mit Mandelöl und Neribast. Und ohne, dass sich irgendetwas ändert, kommt früher oder später der nächste Schub. Kein neues Waschmittel, keine neuen Lebensmittel, keine neue Seife etc. Vor wenigen Wochen wurde er wieder auf Allergien getestet, es war alles unauffällig. Es kann einfach keine körperliche Ursache gefunden werden.

Unser Sohn (er war auch bis nach seinem 1. Geb ein Schreikind) ist sehr sensibel und sehr schmusebedürftig. Zudem ist er pingelig; d.h., es muss immer alles korrekt sein. Spielzeuge werden immer in eine bestimmte Ordnung aufgestellt, er räumt immer wieder zwischendurch auf und wenn ich z.B. für seinen Trinkbecher einen andersfarbigen Aufsatz nehme, schreit er und trinkt keinen Schluck und möchte "seinen" Aufsatz haben.
Einen festen Tagesablauf etc haben wir. Auch ein Abendritual. Verschiebt sich das auch nur um 30 Minuten, schreit er viel und schläft schlecht. Auch am nächsten Morgen schreit er dann bis zu 2 Stunden. Ab dann ist alles wieder scheinbar ok.
Er ist eher ein Beobachter. Auch wenn andere Kinder da sind, steht er meistens erst sehr lange und beobachtet intensiv, bevor er mitspielt.

Inzwischen habe ich den Gedanken, dass diese Schübe eine Reaktion auf eine (von uns nicht wahrzunehmende?) Veränderung seiner Umwelt sind. Der Gedanke kam mir, weil der Schub zeitgleich mit zwei Hiobsbotschaften kam, die mich etwas aus der Bahn geworfen haben.
Aber wie kann ich ihm dann helfen?
Ich möchte nicht wieder und wieder ins Krankenhaus, denn .... es ändert sich nichts.
Die Therapien, die sie dann vorschlagen, lassen sich im Alltag nicht umsetzten, zumindest nicht in meinem Alltag. Leider ist das so.
Er wird alle paar Stunden eingecremt, bekommt bei Kratzanfällen kühlende Verbände, bekommt abends Fenistil, hat Neurodermitisoveralls, alle 2 Tage wird mit wechselnden Badezusätzen gebadet.
Ich glaube wirklich, er reagiert nicht auf irgendwelche "Stoffe", sondern auf Veränderungen - aber ich habe Angst, meinen Arzt darauf anzusprechen, weil ich Sorge habe, dass er mich für völlig gaga hält,....

Weiss jemand Rat für diese Mutter? Bitte das Kontaktformular benutzen, Ihre Zeilen werden weiter geleitet.

1.12.11 Freude
Liebe Frau Schauwecker! Ich bin gestern auf Ihre Homepage gestossen und finde mich, meine Tocher, meinen Bruder, meine Mutter..... wieder einmal mehr verstanden. Ich selbst bin seit Jahren in guten Händen am Meditieren. Dadurch hat sich meine Situation sehr stabilisiert... R.B.

3.11.11 Ich glaube, ich bin hochsensibel
Durch eine Schülerin von mir bin ich auf das Thema Hochsensibilität aufmerksam geworden. Ich bin Künstlerin, Jazzsängerin von Beruf. Schon seit vielen Jahren, eigentlich schon seit meiner Kindheit, habe ich das Gefühl, oft so intensiv wahrzunehmen, daß ich es als Belastung ansehe. Mir fehlt der Filter, ist so mein Gefühl. Für die Kunst ist das prima, aber im täglichen Leben häufig sehr anstrengend. Bin ich hochsensibel? Möchte es gerne wissen. Auf eine Antwort von Ihnen freue ich mich, herzliche Grüße, B. Sch.

Da mir diese Frage häufig gestellt wird, veröffentliche ich hier auch meine Antwort:
Liebe Frau Sch.
Viele stellen mir die Frage, ob sie hochsensibel seien. Aber ehrlich gesagt wäre ich unprofessionell, wenn ich aufgrund von ein paar kurzen Zeilen jemandem darauf mit "Ja" oder "Nein" antworten würde, - das verstehen Sie bestimmt:-).
Was Sie kurz schildern, tönt aber zumindest danach, und viele Hochsensible drücken sich auch oft künstlerisch aus. Aber um klarer über Ihre Sensibilität zu werden, würde ich Ihnen vorschlagen, auf meiner Website oder auf einer andern zum Thema - oder in einem Buch (geben Sie bei Amazon "Hochsensibilität" ein, dann werden Sie sehen, was es da schon alles gibt) etwas "spazieren zu gehen". Und wenn Sie dann oftmals beim Lesen denken "Ja genau, das kenne ich!" dann lassen Sie sich davon ansprechen. Sie können auch den "Test" machen, wobei ich finde, Tests sind nicht immer so genau, und es gäbe noch viele zusätzliche Fragen für solche Tests. Ich bin prinzipiell der Meinung: wenn man sich angesprochen fühlt von einem Thema und sich darin wieder erkennt, dann hat dies meistens auch mit einem selber zu tun.
In diesem Sinne herzliche Grüsse und alles Gute, Marianne Schauwecker

Inzwischen gibt es bei "Fragen und Antworten" eine ausführlichere Antwort auf diese Frage.

7.9.11 Kraftfelder
Als Musiker hat man es einerseits schwer, wenn man alles um sich herum derartig sensibel aufnimmt, man störbar, ja verstörbar ist. Wenn ich auf die Bühne gehe, merke ich im Bruchteil einer Sekunde, welche Kraftfelder - positive oder leider auch oft negative - vom Publikum aus wirksam sind.
Jedes Publikum bekommt dann die Vorstellung, die es verdient (hat schon Tucholsky gesagt).
Andererseits kann man halt Musik viel intensiver fühlen und (nach)spüren, was der Komponist zu sagen hat. Und manchmal, wenn alles "paßt" kommt es dann zu Konzerten, wo "ES" spielt. Das sind dann die Momente, für die sich alles gelohnt hat, in diesen Momenten ist Wahrheit entstanden. Ein weites Feld... J.K.

5.7.11 Danke
Guten Tag Frau Schauwecker
Ich möchte mich für Ihre Seite bedanken. Es ist sehr wichtig, dass wir hochsensiblen Menschen auch unsere Vorzüge erleben dürfen.
Meiner Meinung nach resultieren psychische "Krankheitsbilder" oft auf Selbstablehnung nicht "normal" zu sein und nicht dazuzugehören. Dann wird man von "normalen" Menschen therapiert was wiederum das Gefühl von "nicht genügen" verstärkt. Manchmal wird man aber auch (und das ist viel schlimmer) von Hochsensiblen welche sich selber ablehnen therapiert und einem selbst natürlich unbewusst auch ablehnen. Ein Teufelskreis also. Heilung suchen meiner Meinung nach die Hochsensiblen oft im "Verstandenwerden" durch andere. Was natürlich durch "normale" nicht vollumfänglich möglich ist. Im Prinzip können "normale" von uns viel lernen. Über sich selbst und auch das der Mensch ein "ganzes" ist und nicht nur ein paar Wesenszüge die aus Profitgründen gezüchtet werden. Als ganzer Mensch zu leben ist nicht einfach in dieser Umwelt. Wenn man sich seiner vielen Wesenszüge bewusst ist und soviele Gefühle in sich trägt, wird man ständig getriggert. Anstrengend - und ein Ausdruck ist kaum möglich!
Wie aber finden wir (ich) zu einem neuen Selbst-bewusstsein und Selbstvertrauen, wenn doch meine Qualitäten (noch) nicht gefragt sind? Das bin ich am herausfinden. Wenn ich den Stellenanzeiger anschaue fürchte ich mich, weil nach Qualitäten gesucht wird die ich nicht habe und nicht will. Ein Stück weit muss man sich der Umwelt ja anpassen, ohne sich aufzugeben. Ein schwieriges Unterfangen, wenn man bedenkt dass wir uns im "fremden" Teritorium befinden.
Das sind meine Gedanken die ich mitteilen wollte. Vielen Dank, dass sie diesen Weg gehen und uns dadurch Mut machen. Liebe Grüsse, S.A.

4.4.11
endlich verstehe ich mein ganzes leben und kann das alles erklären. viele grüsse, h. aus norwegen

2.4.11
In meinem Kollegenkreis wurde und wird immer wieder erwähnt, dass ich mich an (für sie nicht so wichtige-?) Dinge erinnern könne, die lange zurückliegen. Dabei finde ich das ganz normal. Geräusche, Gerüche, emotionale Momente, starke Glücksgefühle aber leider auch Missbrauch, Abhängigkeiten, Überforderungen, Demütigungen, Zurückweisungen blieben und bleiben haften. Duch Zufall bin ich auf Ihre Website gestossen und hatte genau dieses beschriebene "Stein-vom-Herzen-fallen-Gefühl". Tönt vielleicht komisch, aber es ist irgendwie schön, die Panikattacken, die Phasen der totalen Überforderung (als Mutter von Babys war ich gelinde gesagt lausig) und nicht zuletzt das erwähnte Helfersyndrom oder in meinem Falle "Aufopferersyndrom" einordnenen zu können. Plötzlich sehe ich Möglichkeiten und Strategien, die mein Leben lebenswerter, irgendwie auch unbeschwerter machen können.
Ich kann mir vorstellen, dass es Ihnen nicht möglich ist, auf diese Zeilen zu antworten. Nach der Lektüre Ihrer Homepage zu urteilen, gibt es noch grössere "Problemfälle" als meiner. Deshalb bloss: Danke, dass Sie sich um diese Befindlichkeiten kümmern. U.

2.4.11 Meine hohe Sensibilität
Liebe Marianne Schauwecker, vielen Dank für Ihre liebe und ausführliche Antwort. Ich gebe zu, das ich zunächst einmal sehr aufgewühlt war, habe dann das Buch von Birgit Trappmann-Korr - Hochsensitiv einfach anders und trotzdem ganz normal - angefangen zu lesen, was mir schon sehr viel weitergeholfen hat, weil es auch meinen Humor, aber auch mehr mein Fühlen angesprochen hat, durch ihre Geschichten und Gegenüberstellungen.

Ich leide nur häufig darunter, wie soll ich sagen, ich nehme so viel wahr, wo ich mich frage, sehen die Menschen "das ERROR nicht auf ihrem Bildschirm", ich sehe Zusammenhänge die aussen vor gelassen werden, wodurch dann nur neue Probleme entstehen. Ich sehe den Abgrund auf den die Menschheit zusteuert. Wohlgemerkt, ich bemerke auch eine Form von Wandel, das heute z.B. ein Vegetarier nicht mehr überall ein Exote ist, und vieles mehr. Aber ich habe oft das Gefühl, die Last meines Wissens erdrückt mich. Dabei gehöre ich nicht zu den Menschen, die viel Nachrichten sehen, Tageszeitung lesen, aber ich lese z.B nur eine Überschrift einer Meldung und ich bin "auf Empfang geschaltet" alle wichtigen Infos erreichen mich, ohne das ich etwas tue. Hört sich vielleicht verrückt an. Aber vielleicht muss ich ja nichts damit machen, im aussen meine ich, nur innerlich umdenken.

Und ja, ich weiß es eigentlich, völlig unabhängig werden von dem was andere denken oder denken könnten, und ich weiß auch, leider gibt es viele Therapeuten die mir gesagt haben, wehren sie sich: sich zur Wehr setzen ist kein optimaler Weg, zum einen kann man sich gegen das Unausgesprochene, das wir hochsensitiven "leider" hören(fühlen) gar nicht zur Wehr setzen, und manches Wehren hat den Beigeschmack von sich rechtfertigen - da ist man dann wieder in die Falle getappt.

Wissen Sie, ich bin auch sehr dankbar, dankbar das ich mit einem Humor ausgestattet bin, der mich viele Ironien, Paradoxien erkennen lässt, ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll, aber am Ende lache ich doch fast immer über mich selbst und zusätzlich die Gabe, albern zu können wie ein Kind. Ich gebe meinem inneren Kind Raum, unsere Wohnung sieht aus als hätten wir Kinder...

Mir ist klar geworden (endlich!) wie stark ich eigentlich bin, wieviel ich für mich habe retten können. Und ja, ich werde mir viele Zettel in der Wohnung verteilen, die mich meine Wertigkeit sehen lassen und mich hindern zu vergleichen. Es sei denn ich ich stelle die Frage in den Raum, sind die anderen wirklich so viel besser, kann ich das wirklich bejahen? Während ich den letzten Satz formuliert habe, musste ich schmunzeln, mir fällt da eine gewisse Ironie auf.

Manchmal ist man zu dicht an sich selbst dran, oder sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht, erkennt nicht mehr was sind die eigenen Gedanken oder wo ist man ferngesteuert - fremdgesteuert.

Liebe Marianne, ich weiß gar nicht so genau, warum ich jetzt so ausführlich geworden bin, obwohl ich Romane schreiben könnte, aber vielleicht ist ja für andere, denen Sie schreiben eine hilfreiche Aussage dazwischen, - z.B. wie wichtig und hilfreich Humor ist, vielleicht ist er bei dem einen oder anderen verschüttet, aber ich denke den haben wir Hochsensitiven alle, wobei ich diesen ganz besonderen, intelligenten meine, wo man über sich selbst lacht, was aber nichts mit auslachen zu tun hat. J.

1.4.11 Klarheit
Es ist eine Erleichterung, nicht ADSkrank, sondern HSP gesund zu sein (zu werden). Da ich Jahrzehnte Frondienste bewältigen musste, weil ich nie wirklich gelernt habe, nein zu sagen und Grenzen zu setzen, und eigentlich mich selbst nicht wirklich für wichtig gehalten habe, muss es mich nicht wundern, wenn ich seit einem Jahr müde, depressiv und perspektivenlos bin. Die Angst, weitere Verletztungen über Mobbing auszuhalten und immer wieder gekündigt zu werden, haben mich sehr mutlos gemacht.
Doch deine Seite im Internet und so manches Buch über HSP geben mir gerade wieder Hoffnung, mein Leben neu zu organisieren. Dafür danke ich dir sehr. Deine Internetseite spricht meine Gefühlswelt und Sensibilität an, sodass ich endlich einmal das Gefühl von Verstandensein habe durch deine Texte, mir endlich selbst näher komme.
Bis dato hatte man mir immer nur signalisiert, ich sei verkehrt. Ich habe es schließlich tief in mir übernommen. Jetzt gilt es, meine HSP und die damit verbundene Gabe, wie auch Schwächen näher kennen zu lernen und hoffentlich neue Türen damit zu öffnen.
Ich weiß, ich darf noch selber sehr viel an meinem Selbstwert arbeiten, doch es gibt Gott sei Dank "Vorbilder". Ich freue mich auf neue Veröffentlichungen von dir. Einen lieben Gruß, P.

5.3.11 Danke - nun kann ich mein Kind besser verstehen
Liebe Frau Schauwecker - Im Landbote bin ich auf Ihren Artikel über hochsensible Menschen gestossen, und der Artikel ist die Antwort auf meine vielen vielen Fragen. Endlich weiss ich, warum meine 8 jährige Tochter so anders ist, in keine Schema passt, mir schon so oft schlaflose Nächte bereitete mit ihrem Verhalten. All die Therapien und Beratungen - niemand konnte uns helfen und immer hatte ich das Gefühl, irgendetwas stimmt nich mit diesem Kind, aber ich konnte es nicht einordnen.
Ich bin sehr sehr dankbar für Ihre Website und den Artikel und werde mir gleich das Buch kaufen. Liebe Grüsse, B.F.

4.3.11 Hochsensibilität und AD(H)S
Haben Sie auch Erfahrung mit AD(H)S im Zusammenhang mit Hochsensibilität? Ich bin bald 58 Jahre alt und habe mein AD(H)S vor 6 Jahren entdeckt. Via Boreout, Angsstörung und Depression.

Sieger sind nicht
Menschen
die niemals verlieren
sondern
Menschen
die niemals aufgeben

N.B. Ich probiere jetzt mein Glück in einer Selbsthilfegruppe in U. mit dem Thema Hochsensibilität. Am Montag haben wir unsere zweite Sitzung. Ich habe Ihre Home-Page via Link von der Selbsthilfegruppe entdeckt. Ihr Homepage ist gut aufgebaut. Herzliche Grüsse, J.A. aus N.

--> Erfahrungen mit Hochsensibilität im Zusammenhang mit dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit oder ohne Hyperaktivität werden gerne weiter geleitet!

27.2.11
Liebe Frau Schauwecker, heute bin über den Artikel "hochsensibel und nicht etwa scheu" gestolpert. Und nun auf Ihrer homepage gelandet. Für mich sind die geschriebenen Zeilen eine Befreiung, endlich habe ich gefunden, wonach ich gesucht habe. Ich bin nicht alleine und ich bin gut, sowie ich bin. Das Motto der Weg ist das Ziel gehört schon lange zu meinem Leben. (musste ich schmunzeln, als ich das gelesen habe). Nun weiss ich wo ich mir hilfe suchen kann. Welche Möglichkeiten ich habe. Natürlich habe ich entsprechend gefühlsvoll auf diese Zeilen reagiert. Mit Tränen. Aber mit einer grossen Dankbarkeit. Und ich möchte mich auch bei Ihnen bedanken. Ich wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem weiteren Weg. P.K.

26.2.11
grüezi, der heutige artikel im landbote winterthur hat mir sehr gefallen und mich sehr an meine freundin erinnert... sie hatte riesen freude, als ich ihr von dem artikel und von ihnen erzählte... ich habe übrigens beim ersten test, der vorgeschlagen wird gesehen, dass ich auch eine hsp bin, 228 punkte! hab ich mir schon gedacht. zum glück kann ich seit einigen jahren sehr gut damit leben. mir hilft aber sehr sehr sehr mein glaube. Gott gibt mir Halt und Kraft, Trost und viele Wunder. ich wünsche ihnen einen schönen abend. freue mich über ein paar zeilen von ihnen! herzliche grüsse, J.

6.2.11 verliebt
Hallo Marianne, ich weiß, dass ich mehr sehe und fühle als andere und bin mir auch meiner Begabungen bewußt. Ich bin weit davon entfernt, dass meine Empfindlichkeit mich gänzlich lähmen könnte. Nun lernt einer, der doppelt so viel fühlt eine Frau kennen, die zehnmal so viel fühlt. Da fühle ich mich plötzlich so ganz verstanden und durchschaut, wovor ich meine Seele in vorher nie gekanntem Vertrauen entblöße. Meine Liebe fließt so leicht und darin könnte sie ertrinken. C.F. aus D.

8.1.11 Danke!
Hallo liebe Marianne Schauwecker! Ich habe durch Zufall diese Seite entdeckt und lese sie seit einigen Tagen ganz gründlich durch! Und schon nach den ersten paar Sätzen hatte ich endlich zum ersten mal in meinem Leben das Gefühl eine Ahnung zu bekommen, "was mit mir los ist". Seitdem habe ich wieder neue Hoffnung und fühle mich schon viel selbstbewusster. Ich fühle mich nicht mehr so allein, ich kann mein ganzes Leben und meine Vergangenheit jetzt viel besser verstehen. Ich hab das Gefühl, jetzt wieder die Möglichkeit zu haben mein Leben neu zu ordnen, wieder richtig leben zu können. Das hört sich jetzt vielleicht etwas "hochtrabend" an, aber all die Jahre hatte ich das Gefühl, dass mir etwas Fundamentales in meinem Leben fehlt. Nun weiss ich was es war: Das Wissen darum, dass es Menschen gibt die Manches mehr wahrnehmen als andere und dass das NORMAL ist, das ich nicht "spinne" und auch meine kleinen und großen Nöte im Alltag eine Erklärung gefunden haben!
Dafür wollte ich von Herze meinen großen Dank aussprechen! Ich habe mir jetzt schon weiterführende Literatur zu diesem Thema gekauft und auch die Tipps, vor allem zu den Themen "Zentrierung/Erdung und Abgrenzung" sind für mich Gold wert! Die Website hat einen tollen und übersichtlichen Aufbau und ich werde mir viel Zeit nehmen sie weiterhin anzuschauen! Herzliche Grüße, N.L.

11.12.10 glücklich
liebe marianne, ich bin so glücklich, daß ich deine seite gefunden habe. endlich komme ich so auch mit anderen hochsensiblen menschen in kontakt, die dann auch verständnis haben. denn das ist bei normalsensiblen leider nicht sehr häufig der fall, jedenfalls nach meiner erfahrung. irgendwie ist das ja verständlich, denn die aufklärung ist halt noch nicht so stark, und woher will ein "normaler" wissen, was ein sehr sensibler so fühlt, aber schmerzhaft ist es halt doch...
bei mir hat es allerdings einige jahre oder gar jahrzehnte gedauert, bis ich kapiert hab, was eigentlich mit mir los ist.
mittlerweile bin ich mit mir selbst soweit einverstanden, ja ich bin sogar sehr froh darüber, zu spüren daß ich soviele dinge im leben so fein, intensiv und tief empfinden kann, z. b. so ganz einfache dinge wie das wetter oder das licht u.ä. musik und kunst berühren mich sehr stark.
das ist sehr schön, manchmal aber auch nicht leicht. ich leide besonders darunter, daß ich trotz begabungen und interessen viele dinge nicht tun kann, weil ich halt schnell überreizt und erschöpft bin.
auf jeden fall freue ich mich nun, daß ich mich mit menschen austauschen kann, denen es so ähnlich geht, und von daher verstehen können, wie man sich fühlt. ich würde mich sehr über eine antwort freuen. wenn es ein bißchen dauert, verstehe ich das sehr gut, denn du hast bestimmt eine menge anfragen und viel zu tun. auf jeden fall, vielen dank für diese ansprechende und informative seite, die ich von nun an regelmäßig besuchen werde. viele liebe grüße, s.

28.11.10 Danke!
Liebe Marianne Schauwecker! Von Herzen Danke für diese Homepage! Ein wahres Geschenk für mich und viele Andere!
Ich habe Glück, dass ich die Entdeckung der Hochsensibilität mit jungen Jahren gemacht habe und erlebe nun eine Art zweite Geburt, ich bin so richtig am ankommen in der Welt! Manchmal ist es noch etwas eine Zangengeburt und da sind viele Selbstzweifel, die sich durch Unwissen angestaut haben - es ist auch nicht einfach, aus alten Mustern auszubrechen. Aber ich weiss, dass ich auf einem guten Weg bin, was mich sehr froh macht! Toll auch zu merken, dass es in meinem Umfeld viele "Gleichgesinnte" gibt, wie sich das Thema nun verbreiten kann und viel Positives zurück kommt!
Übrigens, mein Lieblingsbuch über das Thema ist von Susan Marletta-Hart "Leben mit Hochsensibilität - Herausforderung und Gabe", da es sehr erdig und praktisch ist. Ich kenne noch eines über Beziehungen von Dr. Marianne Skarics "Sensibilität und Partnerschaft". Und ein anderes gutes Buch zum Thema Grenzen setzen von N. Blaser "So bin ich und Du bist anders". Nochmals vielen lieben Dank und eine schöne Winterzeit! In Verbundenheit, J.

21.9.10 schwerlebig: hochsensibel?
...Ich habe erst jetzt Näheres in ihrer Webseite nachgelesen und habe das Gefühl, dass Sie es tatsächlich als einen "inneren Auftrag" empfinden, zum Thema Hochsensibilität zu arbeiten (im Gegensatz zu Internet-Hilfsangeboten, die in Wirklichkeit eine Anwerbung zu teuren Therapiestrecken darstellen). Es spricht mich sehr an, dass Sie so offen von Ihren persönlichen Kämpfen und Entwicklungsstufen erzählen und ich möchte auch dafür danke sagen. Tatsächlich ist das Phänomen "Hochsensibilität" ein sehr unerforschtes und unbeschriebenes Thema, auf das auch ich eben immer wieder gestoßen werde und das mich existentiell interessiert.

Gerade heute hat mich der Gedanke getröstet, dass ich halt einfach zu meiner eigentlich "einsam-kreativ-künstlerischen" Eigenart stehen sollte, dann könnte ich vielleicht mit der ewigen Zurückweisung "du bist zu genau, zu eigenwillig, zu ehrgeizig" besser leben. Seit dem Beginn meiner Entwicklung zu meinem "Selbst" habe ich daran gearbeitet, "vom hohen Ross herunterzukommen", aber wenn ich es "so wie alle anderen" halt "laufenlasse, wie es kommt", herrschen Chaos und Desaster und ich lande buchstäblich "unter der Brücke". Es verbraucht alle meine Lebenskraft, wenn ich mich zwinge, "oberflächlich-realistisch-pragmatisch" am Lebensstil der heutigen Gesellschaft zusammen- und mitzuarbeiten. (Zur Klarstellung: ich entstamme einer gutbürgerlichen Famlie in immer gesichertem gesellschaftlich-finanziellen Rahmen, und dennoch sehe i c h mich nicht zu Unrecht auf einer Rutschbahn nach unten.)

Jede Beziehung, die ich habe (und ob es ein Wortwechsel an der Supermarktkassa ist) gestaltet sich tiefgründig, ich spreche auch immer gerne von "beglückenden Begegnungen" anstatt von "verpflichtender Freundschaftspflege", eine Eigenart, die bespielsweise meine studierenden Kinder ihrerseits daran hindert, in ein selbständiges Berufsleben hinein zu finden. Auch sie machen sich um Gott und die Welt, um alles, was "andere" für uns entscheiden müssen und um jeden, der ihnen über den Weg läuft unendlich viele Gedanken. Natürlich scheint das aus einer übermäßigen Empfindlichkeit gegenüber Kritik und Zurückweisung zu kommen, oder nicht? Das "Pflichtbewusstsein" ist beinahe zwanghaft und läuft genaugenommen auf eine übergroße Beeinflussbarkeit hinaus... (begleitet von rebellisch-eigenständigem Denken und hochfliegendem Planen und Tun). Angeblich hat es mit der "guten Emphatie" nicht viel zu tun (gerade habe ich mich im Internet vergewissert: wir sprechen ja immer von der "Empathie").

Hochsensibilität, Hochverantwortlichkeit (und letztlich nirgends in der Lage sein, sich wirklich einzubringen, konstruktiv mitzureden, sich eher immer nur benützt und ausgenützt zu fühlen) - immerzu muss ich darüber grübeln, woher das kommt, es tut einfach zu weh. Querulant, Wichtigtuer, Zu-Viel-Denker, jemand, dem man es eh nie Recht machen kann... - beim Tierreich, diese Aussage hat mich einmal sehr beglückt, heißt das angeblich "Leittiereigenschaft", S i e wieder sprechen von "schweren Erlebnissen in der Kindheit" (was bei mir bloß das Eine zu sein scheint, dass meine beiden Eltern bereits unter denselben Dingen litten wie ich), oder ist es eben doch eine bisher unerkannte "Krankheit" (Schwäche)? Nachgewiesenermaßen gibt es Änderungen beim Richtigstellen des "Gehirnstoffwechsels...", aber auch die "beste" Therapie vermag es nie, aus schwerlebigen Menschen unbeschwert-glückliche zu machen, - was heutzutage ein besonderes Manko darstellt.

Wonach ich immer s u c h e - und das kommt in der Beschreibung Ihrer Lebensgeschichte gut zum Ausdruck, ist (neben der "erleichternden Erkenntnis, der entlastenden Erklärung", die bemerkenswerterweise auch für mich am Grad dessen gemessen wird, wie meine nähere Umwelt dazu steht und damit umgeht) eben die Form, wie i c h sinnvoll damit leben kann.
Man neigt mit dieser Art "Besonderheit" ja fatalerweise dazu, sich anzupassen, und entwickelt eine Menge erst recht wieder ungünstiger "Strategien". Burnout- und Suchtpatienten sind wohl immer jene, die sich "selbstlos" den "besonderen Herausforderungen" stellen und s i c h dabei überfordern - und leider ohne dass sie es wollen auch ihre Umwelt. Aber dieses wohlgemeinte Ermuntern "denk an dich, tu, was dir gut tut, lass das sein..." kann ich nicht mehr hören! Das, worunter man leidet, ist ja doch gerade die empfindsame "Eingliederung in die Beziehungsgesellschaft"! Will ich Mitleid, will ich Anerkennung, will ich Rücksichtnahme? Je mehr ich "nein sagen" zu lernen versuche, umso schlimmer wird es mit mir. W i e lebe ich - angemessen - als ein eben "schwächeres Glied der Gesellschaft"?

Hoffentlich haben Ihnen meine Gedankenbeschreibungs-Versuche nicht zu sehr Mühe gemacht. Mir gibt es bereits sehr viel, wenn ich Menschen finde, die mich ernst nehmen. Immerhin bleibe ich in allen meinen großen "Lebensproblemen", die keiner sehen will und die trotzdem inzwischen üble Folgen zeigen, stets an der bewussten Frage hängen: wieso ist mein Umgang mit den Menschen so sehr belastet, von denen ich abhängig und die von mir abhängig sind? Wir wirke ich noch dazu als bekennende Christin auf die anderen?...
Sie sind mir eine Ermutigung! Danke und mit Segensgrüßen, E.N.

28.8.10 Entscheidungen
Seit fünf Jahren lebe ich in im Süden von Mexiko. Eigentlich wollte ich schon letztes Jahr zurück nach Europa gehen, doch etwas hemmte mich. Ich glaube, dass ich eine Angst entwickelt habe vor dem "zweiten Kulturschock". Mein eigentlicher Plan war es immer zurück zu gehen, doch seit einem Jahr habe ich nun meine Rückreise dreimal verschoben. Ich habe es auf das schöne Projekt geschoben, an dem ich arbeitete und die Lebensart und Menschen, die ich sehr mag. Gleichzeitig vermisse ich meine Familie und viele kulturelle Dinge meiner Heimat und habe das Gefühl, dass ich einmal zurückgehen sollte, um nicht den Bezug zu verlieren. Ich weiss einfach nicht, wann der richtige Moment ist zu gehen. Als ich diesen Sommer am Meer war, dachte ich plötzlich nur "ich will nach Hause" und bekam Panik, dass ich für immer hier "hängen bleiben" könnte aufgrund der Angst, die mich vor dem zurückgehen hemmt. Nun habe ich bei meiner Arbeit angekündigt, dass ich zum Frühjahr gehe und meiner Familie Bescheid gesagt und mir somit selbst ein Ultimatum gestellt, aber entschieden fühle ich mich immer noch nicht. Was, wenn ich unglücklich im so rationalen Deutschland bin und die Freude, die ich hier gefunden habe am "einfach Da-Sein" verliere? Andererseit werde ich es nie wissen, wenn ich nicht einmal zurückgehe und es erfahre. Ich fühle mich zerissen zwischen zwei Welten und weiss nicht, wie ich sie vereinen soll. Das eine sind meine Wurzeln und das andere, was ich als junge Erwachsene für mich selbst entdeckt habe. Ich wünsche mir, dass die Entscheidung sich organisch ergibt. Vermutlich habe ich auch zu sehr auf den Rat von anderen Menschen gehört und dabei meine innere Stimme überhört. Was soll ich jetzt tun, um vor mir selbst und anderen integer und wahrhaftig entschieden zu sein? Ich möchte nicht mit den Gefühlen und Plänen der anderen spielen, doch ebenso wenig möchte ich diesen so wichtigen Schritt ohne Überzeugung aus ganzem Herzen tun. A.

28.6.10 Hellfühligkeit
Grüezi, scheint mir ein kleines highlight des Tages zu sein ihre gute und informative website gefunden zu haben. Seit etwa 7 Jahren bin ich von meinen Wahrnehmungen zum Teil stark beeinflusst da ich Energien wahrnehme und diese manchmal recht heftig und auf mich entgrenzend wirken. Diese erweiterte Wahrnehmung geht soweit dass ich auch bei Menschen vieles wahrnehme. Weiss eigentlich gar nicht was ich alles schreiben soll. Hab schon so vieles erlebt, dass ich mich immer nur wundern kann was denn noch alles geschieht. Auftanken und regenerieren tue ich mich bis 6x die Woche im Wald, in der Natur die mich echt aufnimmt und auftankt. Aber auch da spüre ich feine Schwingungen. Doch etwas würde ich gerne wissen. Wie kann man sich besser schützen? Ich habe schon vieles probiert aber es funktioniert einfach nicht.
Ich lerne auch gerade diese Wahrnehmungen zu akzeptieren aber manchmals waren sie doch so stark, und sind es immer noch, z.b. in Einkaufszentren, dass ich z.B. an die Grenze der Bewusstlosigkeit kam. Dieses unangenehme kommt manchmal schon an das Wort Angst, weil ich mich manchmal wirklich ängstige und manchmal geht es eben wieder besser. Aber ich erlebe es auch so dass es mich manchmal nervt, weil es auch beruflich zu schaffen machte.
Es gibt ja z.b. in der Natur Plätze mit sehr stark dichten Energien die mir zu schaffen machen, z.b. als das Erdbeben in der Dominikanischen Republik geschah, fuhr ich in einer Ortschaft namens A. Dabei entstand in mir die Information von alten Häusern und Erdbeben und Ruinen und zeitgleich wurde es mir so schlecht, dass ich anhalten und umkehren musste weil mein Körper so sensitiv ist. Ich wurde überflutet. Ich wusste nicht was geschah... am nächsten Tag erfuhr ich aus der Zeitung, dass zeitgleich dieses Erdbeben in der Dominikanischen war.
Es gibt aber auch friedliche und gute Plätze, sag ich jetzt bewusst so, wo ich dann von einem leichten Strömen der Energie der Naturumgebung durchdrungen werde und dieses Gefühl ist so wie wenn sie verliebt sind, aber einfach in der Potenz um einiges höher und es kommt von innen.
Es gibt also für mich die guten Energien und stark negativen. Muss das bewusst so schreiben weil es wirklich für mich so ist.
Hab mit den Jahren auch gelernt dass es mir leicht fällt mich zu öffnen, also geistig, aber immer wieder auf meinen Körper als Gefäss bewusst einzulassen braucht dann jeweils etwas länger. Auf die Grenze des Körpers einlassen üben :-) Das ist mein Training. :-) An dem arbeite ich auch. Muss mir auch immer mühe geben im Körper zu bleiben und nicht geistig voraus zu sein am Ziel weil es sonst ein mismatch gibt. Das ist meine Erdungsarbeit die ich täglich machen muss.
Beruflich bin ich auch so dann durch manches gegangen, und heute bin ich an einer Weggabelung, wo ich noch nicht weiter weiss und so halte ich inne und warte mal ab. ich bin, was das berufliche anbelangt, noch nicht da angelangt, wo ich fühle dass ich hingehöre, weil ich noch nicht "weiss", was die Schöpfungs-Intelligenz mir mit auf den Weg gibt :-) .b. Kann ich rein durch die Atmung Sachen mit meinem Körper machen, andere gehen dafür in den Kurs und bei mir klappt das einfach so. Chakras aktivieren, holotropes atmen oder wie sie das nennen, ich habe einfach eine natürlich Begabung und bin dankbar. Hatte über Meditation (ZEN) früher schon NO-Mind Phasen von 2 Wochen und durch dies erfuhr "ich", was echte Liebe ist. Sie hat nichts mit aussen zu tun, sondern kommt von innen. Jiddu Krishnamurti bezeichne ich als meinen geistigen Vater und das lesen seiner Bücher im Jahre 2001 hat mir sicher auch etwas mit auf den Weg gegeben und das Herz geöffnet. :-)
Bin mir einfach nicht sicher wie weiter da ich mich etwas in mein Schneckenhaus zurückgezogen hab, aber ich bin mir dem bewusst und eigentlich liebe ich die Menschen und möchte mit ihnen zusammen arbeiten, weiss einfach noch nicht in welche Richtung und ob ich diese Begabung irgendwie weiter verschenken kann oder anderen helfen darf, keine Ahnung. Fühle mich etwas einsam was geistige MItschwestern und Brüder anbelangt. Einen schönen Nachmittag und herzlichen Gruss S.P. aus B.

18.6.10 Bin ich betroffen?
Erstmal bedanke ich mich für diese tolle Seite. Ich frage mich schon seit langem, ob ich betroffen bin, denn Geräusche um mich herum, die andere rücksichtslos (in meinen Augen) ausführen, aber für sie normal sind, tun mir oft in den Ohren weh und bringen mich zur Weißglut. Unser Haus ist extrem hellhörig, was mein Leben noch schwerer macht. Selbst das Plätschern des Brunnens der Nachbarn lässt mich nachts nicht einschlafen (Oropax halten in meinen Ohren leider nicht) und keiner versteht mein Denken und Verhalten. Wenn ich mich konzentrieren will werde ich zum Egoisten, alles, was andere tun (sich unterhalten, Musik hören, ...) stört mich, wenn ich z. B. im Zug Musik hören will (nicht lautstark) und damit die anderen Geräusche nicht ausklinken kann. Leicht schlecht wird mir außerdem bei manchen Dingen, aber ich denk mal, das gehört nicht dazu. Alles schlägt mir schwer auf Psyche und Körper, kann schlecht einschlafen, bin oft gereizt und unkonzentriert. Y. aus O.

30.5.10 Bei Traumatisierungen: Vorsicht in der Wahl von Seminaren!
ich habe ein traumaseminar besucht und bin im trauma steckengeblieben, anstatt es zu heilen und habe mich nun 3 wochen im embryonalen-roh-ei-zustand durch das leben gekämpft. ganz viel ruhe, alleinsein, schreiben, verarbeiten, die natur, sind nun wirklich fundamental für mich, um meine innere stimme wieder zu hören. ich hätte nicht gedacht was unvorsichtig praktizierte energiearbeit für auswirkungen und wie sich gruppendruck und dynamik auf hochsensible menschen auswirken kann.
schön dass ich mir nun meiner hochsensibilität noch mehr bewusst, noch ehrlicher zu mir selber werde und meine momentane lebenssituation wirklich grundlegend überdenke und zum guten verändere. mit herzlichen grüssen, n.i. aus m.

12.5.10 Herzschmerz
Liebe HSP, kennt ihr auch dieses Gefühl von allein sein, in der grossen Welt, ich so klein, kann mich kaum bewegen. Suche in Gedanken einen Ausweg aus dem Irrweg. Die Gedanken gehen so tief, tief hinunter, bis es nicht mehr weiter geht und dann kommen Farben, ich erinnere mich an Farben. Soll ich die Farben hervor holen und ein Mandala malen?? Oder doch lieber noch weiterspinnen, die Gedanken spinnen lassen, wohin wollen sie gehen, fliegen, verweilen?? Es macht mich müde, gerne möchte ich mich ausruhen, auf einem weichen, warmen Kissen, warm muss es sein. Schon seit Tagen warte ich auf die Sonnenstrahlen, die meine Knochen wärmen und meine Seele. Mein Herz schreit nach Sonne und diesem wundervollen Licht. Wo bist du, komm bald zu uns, wir vermissen dich. Ich vermisse dich, so sehr, Sehnsucht liegt in der Luft. Sehnsucht nach Wärme, Licht und Geborgenheit. Amen. U.K aus S.

6.5.10
Mich selber anzuerkennen und tolerant und liebevoll zu sein ist unbedingt der Weg, den ich gehen will. Es ist eine tiefe Unsicherheit. Es ist wie der Drang danach, mich selber definieren zu wollen und gleichzeitig die Angst davor, definiert zu werden. Als "nur so" oder "nur so" angesehen zu werden. Dabei ist es, glaube ich, die Offenheit und Toleranz sich selber gegenüber, die wichtig ist. Es ist schon so, dass ich sehr stark wahrnehme, wie es meinen Mitmenschen geht, wo sie überfordert sind oder wo ich Angst habe, dass sie sich nicht selber verteidigen. Ja, es ist extrem, wie ich mitfühle, wenn jemand beleidigt wird. Und wenn ich dann da nichts machen kann, dann habe ich Angst, dass man mich nicht mehr gern hat.
Ich glaube, dass wenn man alles sein kann, weil man sich dieser immensen Freiheit bewusst ist, weil so vieles in einem Anklang findet, dann kann dies zwar sehr aufregend sein, aber man wird auch überwältigt. Ich bin hin und her gerissen, weil ich so vieles verstehen kann. Wenn man dann noch streng ist mit sich selber ist und Angst davor hat, das falsche zu tun, dann kann das sehr anstrengend sein. Ich sehne mich sehr nach Ruhe und mehr Ordnung in mir drin. Ich glaube, es braucht da wie eine Stimme in einem, die hilft in solch überwältigenden Situationen nicht den Überblick zu verlieren. Wie jemand, der einem zu ordnen hilft, was man eigentlich wollte und was man denkt dass gut sei für einen und was man jetzt will. Obwohl ich sehe, dass ich in fast allen Menschen etwas von mir erkenne, was mir zeigt, dass ja diese Gefühle nicht abnormal sind, bin ich unsicher. Ich mache mir sooo viele Gedanken darüber, wer ich wohl bin. Ich denke, dass wir mit unserem Kopf allein nicht herausfinden können wer wir sind, weil eben die geistigen Möglichkeiten unbeschränkt sind. Und ich denke, dass wir nicht Angst haben müssen, durch eine Handlung oder eine Entscheidung definiert zu werden, denn das geht nicht. A.B. aus M.

15.4.10 Erfahrungen einer HSP
Hallo Marianne, ich würde gerne wissen, ob meine Symptome typisch für HSP sind:

Körperlich (trotz Untersuchungen hat man nie Ursachen dafür gefunden):
Oft Herzrasen (manchmal einfach so beim Chillen auf dem Sofa, unerträglich bei Livekonzerten), oft nass geschwitzt, ohne dass es heiß ist, bei hellem Licht sehe ich anschließend bunte Farben vor Augen, oft Zahnschmerzen, besonders bei Kälte. Nach dem Zahnstein entfernen oder Fingernagel feilen spüre ich es noch eine Woche, bei Kälte fühlt es sich an, als würde jemand meine Muskeln auseinander reißen, ganz dünne Haut, die schnell aufreißt und schlecht heilt, spüre Ozonwerte in Form von Halsschmerzen, schon lange bevor im Radio davor gewarnt wird, Vollmond oder Gewitter machen mich extrem unruhig, nach Karussellfahrten und Liftfahren noch 8 Std lang schwindlig, als wäre ich noch im Karussell, bei Medikamenten spüre ich die Nebenwirkungen sehr stark, die eigentliche Wirkung gar nicht oder gegenteilig: Beruhigungsmittel zum Wegdösen machen mich wach, von Kaffee schlafe ich umgehend ein

Leistungsfähigkeit und Beruf:
Hoher IQ, sehr gute Noten, arbeite und quäle mich bis ich nicht mehr kann, brauche ewig bis zur Perfektion, schnell voller Speicher und leerer Akku, oft Blackouts und Burnouts, hasse jede Art von Wettkampf, Geldgier und Egoismus, brauche nette Kollegen um mich herum, ansonsten bin ich nur ein Schatten meiner selbst, eine 20-Std-Woche ist manchmal für mich so anstrengend als wäre es eine 60-Std-Woche, der Abend und die Nacht reichen zur Regeneration für den nächsten Tag oft nicht aus, habe meinen Beruf noch nicht gefunden, obwohl ich schon zwei erlernt habe, die mir aber keinen Spaß machen, bin für alles ein bisschen, aber für nichts richtig begabt

In Gesellschaft anderer Menschen:
Sitze oft nur stumm herum, weil mir nichts einfällt, in der Schule immer Außenseiter, viele halten mich für merkwürdig und tranig, mit nahestehenden Freunden jedoch kann ich 8 Stunden lang angeregt reden und lachen, das gibt mir Energie

Phantasie:
Daheim privat stundenlang Tagträume, male mir alles mögliche intensiv aus, in Schule und Beruf habe ich kreative Aufgaben immer gehasst, weil mir auf Kommando nix einfällt

Einfühlungsvermögen:
Kann Stimmungen erspüren, sehe manchmal Situationen vor Augen, die dann später genauso eintreten (funktioniert leider nicht auf Kommando), spüre Schmerzen meines Freundes, als wären es meine eigenen, selbst wenn er weit weg ist

Vorausschauendes Denken:
Sehe Probleme lange Zeit im voraus, die nach Meinung der Politiker "plötzlich" auftraten (Bildungskrise, Lehrermangel, Gründe für Arbeitslosigkeit, Klimaerwärmung, steigende Kosten im Gesundheitswesen)

Das brauche ich:
viel Rückzugsmöglichkeit (dadurch schöpfe ich Energie), Beständigkeit, Sicherheit, Verlässlichkeit, eine gemütliche Atmosphäre, ein Gefühl von Heimat, Wärme

Das ist mir wichtig:
Dass es den Menschen, die ich liebe, gut geht, Traditionen bewahren, Werte wie Ehrlichkeit und Loyalität, Natur, Tiere,

Das stresst mich:
Tage mit vielen Terminen, Leistungsdruck, Erwartungen, Menschenmengen, Diskussionen, Autofahren, Discos, Partys, Lärm

Das hasse ich:
Geldgier, Egoismus, Unehrlichkeit, Lärm, Kälte

Sonstiges:
Bin sehr widersprüchlich, z.B. liebe ich Kirmes, obwohl es mich schnell überstimuliert. Ich hasse Unordnung, räume dennoch nicht auf. Mag keine Termine, bin dennoch immer pünktlich. Bin sehr schnell müde und erschöpft, habe aber auch schon 16 Stunden durchgearbeitet. Habe einen Uni-Abschluss, kriege bei Erschöpfung und Überstimulation jedoch die einfachsten Dinge nicht hin. P.H. aus I.

5.4.10: Herzenswärme
Hörst du die flüsternden Stimmen im Wind
sie singen lieblich wie ein kleines Kind
Siehst du die wunderbaren Lotosblüten
wichtig ist es, sie vor Unbill zu behüten

Der Pfad der Schönheit leuchtet im Lebenswind
man gehe ihn gelassen, nicht zu geschwind
dann sieht man auch das feine Geisteslicht
das uns die erhellende Traumzeit verspricht

Die Klarheit des Geistes eigne dir bald an
bleib an der Offenheit des Herzens dran
bilde heraus deine Charakterstärke
hast die Individuelle Ganzheit erreicht, merke:

Lebe behutsam deine Fürsorglichkeit
verschwende von Herzen Warmherzigkeit
denke immer an andere und humanitär
dann braucht die Welt kein Militär
K.Onana, 09 www.gedichteseite.de, Kennwort Karina1

2.4.10 Zeitumstellung auf Sommerzeit
Wer glaubt, dass eine Stunde Umstellung auf Sommerzeit für alle Menschen ein Klacks sei, irrt sich. Hochsensible können auch hier mehr Schwierigkeiten haben als Normalsensible, was folgende Zuschrift ausdrückt:
"...ansonsten sitzt, wie jedes jahr, noch die zeitumstellung in meinen gliedern. bin zu den merkwürdigsten zeiten müde hungrig wach alles etwas durcheinander. aber ich bin wohl nicht die einzige..." s.b.

29.3.10 Wunderbares Forum
Ich bin sehr dankbar, das ich dieses Forum fand, seit Jahren suche ich nach Erklärungen, warum ich so bin, wie ich bin und wurde schon mal fündig bei den Indigos. Jahrelang oder Jahrzehnte habe ich gelitten wegen Ablehnung, Ausgrenzung, ect. Besonders als Kind in der Familie, wurde Kapriziös und Extravagant genannt und vieles mehr! Später auch im Arbeitsleben viel gemobbt.
Aber nun weiß ich alles noch genauer und dazu mußte ich 58 Jahre alt werden! Bei mir ist die Sensiblität besonders groß zur Natur und Tieren, mit denen mich außergewöhnliche Erlebnisse verbinden, dazu sind alle Sinne extrem scharf, nur die Augen ließen etwas nach. Dazu hab ich vor ca. 12 jahren mein Talent zum Schreiben wieder neu entdeckt und verfasse seit dem Texte, Gedichte und Kurzgeschichten, das mich sehr befriedigt. Möchte mich ganz herzlich bedanken für diese tolle Webseite und die Mühe, die Sie sich gemacht haben. DANKE K.O. aus I.

14.3.10 yo ich auch :/
gehöre auch dazu, die erkenntnis ist etwas erleichternd.. und würde am liebsten nur noch mit menschen die auch so sind zusammen sein.. denn alles andere ist so verletztend aber weiß nicht ob so ein vertrauen nochmal entstehen kann. hab es nicht einfach und könnte hilfe gebrauchen will endlich keine angst mehr haben und dann menschen in meiner situation auch helfen. J.W. aus M.

9.3.10
Liebe Autorin der Website Hochsensibilität - das ist WUNDERBAR, was Sie da eingestellt haben! Kam zufällig bei der Klärung meiner "bits & pieces" (geben & nehmen lag gerade an...) auf Ihre Webseite. Hatte gar nicht mit gekriegt bisher, dass Leute wie wir Thema sind / sein können, so lästig empfand ich mich ständig mit meiner erweiterten Wahrnehmung - den anderen... Allein schon, Hochsensibilität als Fähigkeit zu betrachten, verursacht ja einen Erdrutsch!!! Wo diese sensiblen Veranlagungen bei mir her kommen - aus traumatischen Erfahrungen bereits im Mutterleib und um die Geburt herum, hatte ich schon gefunden - aber was ich aus diesen "GESCHENKEN" machen könnte, da war noch so was wie ein Brett vorm Kopf bei mir. Daher: Vielen Dank einstweilen. Habe das Gefühl, ich melde mich bald noch mal.
Herzliche Grüße, U.H. aus M.

9.3.10 Danke
Liebe Frau Schauwecker, durch Ihre Beiträge bin ich ganz berührt. Endlich nach 74 Jahren eines leidvollen Lebens habe ich gefunden, was ich gesucht habe, nämlich eine Erklärung und ein Verständnis für mich selber. Der Weg, den ich gegangen bin, war immer mit den Sätzen: So nicht! Aber wie anders? bezeichnet. Das "Wie anders?" hat mich auf immer neue Entdeckungen geführt und letztlich nun zur Entdeckung meiner eigenen Hochsensibilität. Dafür bin ich sehr dankbar und möchte Ihnen das schreiben. Mit herzlichen Grüssen, H.R. aus B.

7.2.10
Ich denke, ich kann definitiv von mir sagen, dass ich übersensibel bin (der Test bestätigt das auch, war da aber eigentlich nicht mehr nötig). Ich bin dankbar für die Tipps hier, aber irgendwie bräuchte ich noch mehr. Seit Jahren versuche ich alles, um mit dem Alltag der Anderen fertig zu werden, inklusive Antidepressiva. Aber Anpassung klappt nicht, nicht mal Ansatzweise. Arbeiten, auch im Nebenjob, macht mich völlig kaputt, zumindest, wenn ich dabei unter Menschen bin. Selbst der relativ stressarme Unialltag überfordert mich oft. Ich reagiere körperlich, seelisch so stark! Es ist so anstrengend, ich würde mich am liebsten manchmal nur vor allem verstecken. Ich habe Angst vor der Zukunft, ich habe ja gute Noten, Sprachkenntnisse, alles, aber ich fühle mich keinem Job gewachsen! Das Schreiben tut mir gut, aber schon der Gedanke, mich um Veröffentlichung zu bemühen, ist mir unangenehm und setzt mich stark unter Druck. Ich bin überkritisch in Bezug auf mich selbst und die scheinbare Oberflächlichkeit und Gedankenlosigkeit der Anderen treibt mich fast in den Wahnsinn. Als ob ich allein verstände, dass die Welt komplizierter ist als schwarz oder weiß und was ICH denke stimmt! M. aus O.

13.1.10 Fragen und Wunsch nach Austausch
Liebe Frau Schauwecker, bin durch das Stichwort "hochsensibel" bei Google auf Ihre Seite gestoßen. Habe jetzt auf der österr. Seite "Zartbesaitet" den Test ausgefüllt. Das Ergebnis war eindeutig: ich gehöre auch zu den Hochsensiblen.
Ich möchte hier Folgendes anregen, was mir zu dieser Thematik noch wichtig erscheint:
1. Die Frage, warum das Sensible in unserer Gesellschaft so einen negativen Stellenwert hat und dadurch die Hochsensiblen zusätzlich belastet werden und als "Mimose", "Heulsuse" etc. bezeichnet werden.
2. Die Frage, inwieweit die Hochsensibilität doch auch mit körperlichen Symptomen zusammen hängt bzw. körperliche Erkrankungen auslösen kann. Insbesondere geht es mir hier um die Krankheit Fibromyalgie. Es wäre interessant festzustellen, ob sich in der Gruppe dieser Patienten auch überdurchschnittlich viele Hochsensible befinden. Da ich selbst von dieser Konstellation betroffen bin, habe ich stark die Vermutung, dass es gerade im Bereich der Schmerzempfindung (seelischer, körperlicher Schmerz), Schmerzverarbeitung und Schmerzbewältigung Zusammenhänge gibt.
Was ich auch noch gerne ansprechen würde, ist das Thema Vielseitigkeit. Ich habe gerade den Radiobeitrag vom SWR angehört und mich darin wiedergefunden. Auch ich bin vielseitig begabt und interessiert. Aber dies wird mir leider meistens nachteilig ausgelegt. Es wird unterstellt, man sei oberflächlich. Beruflich habe ich auch schon einige Tätigkeiten hinter mir, aber richtig Fuß gefasst habe ich nie. Ich fühlte mich schon in meiner Schulzeit unterbewertet, missverstanden und meine Talente fand ich zu wenig gefördert und generell zu wenig Unterstützung von anderen, um mich so zu entwickeln, wie ich es gebraucht hätte. Ich habe so eine Vielfalt an Fähigkeiten, dass ich in einer ganzen Reihe von Berufen tätig werden könnte und dies auch mit Begeisterung ausüben würde. Aber von Arbeitgebern bekommt man keine Chance. Das belastet zusätzlich und macht einen noch sensibler ...
Es wäre schön, wenn dieses Thema auch mit anderen, denen es ähnlich geht, besprochen werden könnte. Weiterhin viel Freude! A.P. aus R.

30.12.09 Liebeskummer
Meine (ebenfalls hochsensible) Freundin und ich haben uns vor ein paar Monaten getrennt (nach einem Jahr Beziehung), d.h. sie hat mich verlassen, weil sie mit meinen Zweifeln bezüglich meiner Gefühle für sie nicht mehr umgehen konnte. Vor ein paar Wochen habe ich begonnen, Elaine Arons Buch "The Highly Sensitive Person in Love" zu lesen, und ich kann beinahe jedes Wort bestätigen. Wieso müssen Hochsensible nur so leiden? Ich spüre so sehr, dass ich meine Ex-Freundin liebe, mehr liebe, als ich je eine Frau geliebt habe, und ich vermisse sie so sehr, dass es mich fast zerreisst. Wie gehen Hochsensible mit Liebeskummer um? Die letzten Monate waren die schlimmsten Monate meines Lebens. N.

14.12.09 Starke Hochsensibilität
Hallo, mein Name ist Daniel, ich bin 23 Jahre alt (Abitur->Bundeswehr->Ausbildung Restaurantfachmann) und habe vor ca. einem Jahr über Internet über das Phänomen Hochsensibilität gelesen. Danach erlebte ich sehr einschneidende Momente, da mir mit einem Mal klar wurde was mit mir los ist. Viele Ereignisse in meiner Vergangenheit ergeben plötzlich einen Sinn. Ich bin immer davon ausgegangen dass etwas mit mir nicht stimmt. Nie Interesse an Feiern und Diskos, zu viel und lauter Lärm belasten mich, nicht fähig lange und auf Dauer zu arbeiten, gerne Leben in verdunkelten Räumen und das am liebsten alleine, keine Freunde und auch gerne, besonders guter Geruchssinn, ein Auge fürs Detail, ständiges Denken an viele Sachen die auch unwichtig sind, oft gekränkt wegen Sätzen anderer unwichtiger Menschen, hohes reflexives Handeln und selbstreflektives Denken. Immer hiess es von der Mutter oder Menschen in der Umgebung ich wäre asozial und unnormal. Dann hatte ich diesen Text über Hochsensibilität auf einer anderen Website gelesen und war schier erschrocken wie sehr beinahe alle Aspekte auf mich zutrafen.
Ich suche Kontakt zu anderen die auch diese Erfahrung gemacht haben und mit denen man sich austauschen kann wie sie damit umgehen, denn ich habe festegestellt dass sogar viele der eigentlichen Vorteile nur Nachteile sind weil zb dieses Interesse am Detail andere abschreckt und zurückstößt. Ich wohne in München und es wäre super mal Kontakt zu haben zu anderen Menschen die auch so eine, wie ich denke, starke, umfangreiche Version der Hochsensibilität haben. Daniel aus M. (siehe Austauschanzeigen)

26.11.09 Überreaktion auf dentalhygienische Behandlung
Ob das andere Hochsensible auch kennen? Ich war bei der jährlichen Zahnreinigung durch die Dentalhygienikerin. Danach tat mir der ganze Kopf weh vom Gebiss bis in die Seitenknochen hinein, ich entwickelte erhöhte Temperatur und fröstelte. Anschliessend kam mir in den Sinn, dass ich genau dasselbe auch nach der letzten Zahnreinigung schon durchgemacht habe. Ich glaube, ich ertrage das stundenlange Grübeln in meinen Zähnen einfach nicht. Komischerweise tut mir das Schaben an den Zähnen nicht direkt weh, s'ist mehr das Geräusch untas Gekratze! Nachher surrt mir das ganze Zahnfleisch inkl. Gaumen bis in die Ohren hinein. Den Ultraschall ertrag ich absolut nicht, das ist wie wenn jemand konstant mit einem Lineal über die Schiefertafel fährt!! So fühle ich mich jeweils zwei Tage schitter, und dann ist der Spuk plötzlich wieder vorbei. C.H. aus Z.

Antwort an C.H. aus Z., 15.1.10 (dentalhygienische Behandlung)
Und ob ich das kenne! (Meine Mutter ebenfalls.) Seit ich mich aber an gewisse Grundsätze halte, geht es besser, sozusagen problemlos. Meine Empfehlungen: 1. Den Termin am Nachmittag abmachen - man sei dann etwas weniger schmerzempfindlich, habe ich mir sagen lassen, und ich empfinde es auch so. 2. Nicht jährlich, sondern halbjährlich zur Dentalhygiene gehen - das Ganze geht dann schneller und ist erträglicher. 3. Ein Kissen verlangen oder evtl. selber mitnehmen. Einige Zahnärzte/DHs haben solche Spezialkissen, die sie anbieten, auf Anfrage oder idealerweise von selber. 4. Dentalhygienikerin wechseln - es gibt da RIESEN Unterschiede. Meine letzte hat mich so gequält, dass mir die Tränen kamen, also habe ich gewechselt. Die neue arbeitet superfein (bei mir sowieso auch ohne Ultraschall). Mögen diese Tipps dem Schreiber/der Schreiberin und anderen helfen. B.M. aus Z.

11.11.09
Liebe Marianne Schauwecker, ich erlaube mir jetzt einfach diese Anrede, obwohl wir uns (noch) nicht kennen. Aber ich habe einfach das Bedürfnis auf diese Weise aus zu drücken, wie sehr mich gerade der Blick auf diese Web Seiten bewegt hat (mir kamen gerade ein paar Tränen in die Augen). Vor ein paar Wochen habe ich im SWR2 Programm eine Sendung über Hochsensible Menschen gehört, in der Sie auch gesprochen haben und war sehr bewegt. So vieles konnte ich bestens verstehen und bin froh nun auch diese Homepage besucht zu haben. Ich bin übrigens auch Musikerin und Instrumentalpädagogin an einer Musikschule und bin überglücklich seit zweieinhalb Jahren auch einen hochsensiblen Mann (bildender Künstler) an meiner Seite zu haben, nachdem davor eine Ehe zu Bruch gegangen ist , in der ich mich gänzlich unverstanden und fehl am Platz fühlte..... solche Geschichten gibt es vielleicht noch mehr, deshalb will ich dazu gar nicht mehr sagen, als dass es mich viel Kraft und Zeit meines Lebens gekostet hat, bis ich den Mut hatte diese Ehe zu beenden.... Heute bin ich froh in meinem neuen Umfeld immer wieder weitere so sensible Menschen zu entdecken und kennen gelernt zu haben; so wie auch noch weitere kennen zu lernen, freut mich besonders! Es grüßt Sie ganz herzlich C.G. aus S.

3.11.09
Liebe Frau Schauwecker, ich freue mich, auf die Radiosendung über Hochsensible hingewiesen worden zu sein und nun weitere Kontaktmöglichkeiten zu entdecken. Endlich fühle ich mich verstanden und "gerechtfertigt" in meiner "Überempfindlichkeit", die früher eher als "schwierig, kompliziert, zu anspruchsvoll" galt. Ich leide nicht wenig, und in den Tagen vor Vollmond kann meine latente Depression zuweilen erbarmungslos durchschlagen. Aber ich habe auch Foto-Ausstellungen gemacht (nicht-digitale Naturfotografien) und ein Gedichtbuch herausgegeben. Mein Sohn hat die Hochsensibilität geerbt und lebt sie in der Musik, das ist wundervoll. So viel nur als ersten Gruß, denn jetzt muss ich leider zur Arbeit (die mir auch immer schwerer fällt). Das Foto mit den lichtvollen Schneeglöckchen ist wunderschön! Herzliche Grüße, A.M. aus F.

23.10.09 Freude:-))
Hallo guten Tag,"zufällig" bin ich auf das Thema HSP gestoßen. Wie ich auch in den diversen Beiträgen lese, fallen mir nach meinem 47-jährigen Leben sämtliche Steine vom Herzen: Es gibt ja noch mehr solche wie mich! ...Die in Gruppen schnell "zuviel" kriegen, die dauernd schlafen müssen, weil die Träume so spannend sind, die beim Gegenüber die geheimsten Dinge spüren und dann schnell erschrocken sind, weil: der andere weiß das ja noch gar nicht von sich..., lauter solche Sachen.
Ich bin keine geplagte HSP, außer dass ich mich nicht besonders abgrenzen kann und deshalb manchmal dazu neige, mich beruflich zu übernehmen, liebe ich mein facettenreiches erfülltes Leben über alles. Habe aber auch das Glück, einen ähnlich gestrickten Partner gefunden zu haben und die Rückzugsnotwendigkeit schon lange praktizieren zu können.
Warum ich aber eigentlich schreibe, ist das "BLÖGLI": Wir haben drei alte Hunde, die älteste, Paula, ist gerade in ihren letzten Tagen oder Wochen. Auch an Krebs erkrankt, jeden Tag weniger, aber zum Glück schmerzfrei und immer noch "eine Junge" wenn wir draußen sind. Ich spüre aber seit Tagen, dass der Abschied naht. Sie spürt es auch. Es sind schöne, traurige Momente, Perlen, die, aneinandergereiht, irgendwann das Leben ausmachen. Ich wollte unbekannterweise einfach eine Zeile des Mitgefühls in die Schweiz schicken... Ganz liebe Grüße! S.B aus D., Deutschland
PS. Habe auch den Beitrag in SWR 2 gehört. Witzig, seit ich mich mit dem Thema befasse, begegnen mir dauernd Denkanstöße dazu....

15.10.09 SWR2-Sendung Leben am 14.10.09
...Seit Kindesbeinen hatte man mich glauben gemacht, ich sei zu empfindsam, grüblerisch, scheu, misstrauisch, verletzbar, selbstzweiflerisch, um für dieses Leben zu taugen. Dabei konnte ich sprühen vor Einfallsreichtum, Eloquenz, Engagement, wenn ich mich nur aufgenommen und verstanden glaubte (schwankend zwischen "Offenbarung" und übertriebener Anpassung), zog mich aber noch weiter ins Schneckenhaus zurück, sobald ich mich oder meine Ideale missbraucht fühlte. Doch was soll ich weiter erzählen - Sie kennen ja selbst die Tonleiter der hochgespannten Gefühle, der Aufs und Abs nahe am Abstürzen und der Glückseligkeit. Als ich gestern die Stimmen aus dem Radio hörte (SWR2 Leben), dünkte es mir wie eine Beschreibung meiner selbst, bis in die Details zutreffend: Und obwohl ich mich "ertappt" wusste, fühlte ich mich befreit, wie ein Vogel, dem die Käfigtür geöffnet wird und niemand ihn festhält.
Nur das wollte ich Ihnen sagen: wie gut mir die Sendung getan hat, dass ich körperlich spürte, wie ich weiter wurde, wie ich mich den ganzen Tag über von Wärme und Helligkeit und Leichtigkeit und Frohsinn durchspült fühlte, als wäre mir eine liebe Person nahe, die mir Vertrauen einflößt. Ich danke Ihnen sehr herzlich, dass Sie Ihre Not nicht für sich behalten haben, sondern sie hinterfragt, untersucht, publik gemacht haben, das Stigma erklärt und positiv umgedeutet haben.
Wichtig erscheint mir in diesem Zusammenhang, dass wir dieses Phänomen nicht isoliert sehen, sondern auch als gesellschaftliches Problem im Umgang mit "Außenseitern", dass wir also nicht Nabelschau betreiben (so wichtig das auch als Beginn ist, wenn alles noch so wund ist), sondern auch die Hintergründe, den Rahmen sehen und einschließen in unsere Reflektionen, Aufarbeitung, Zielrichtung. Herzlich, J. V. aus W, Deutschland

2.8.09 Blögli
Danke eifach viu tuusig mau für öji offeheit, liebi und muet, das hochsensibilitätsthema i ds internet zstelle :) eigentlech han i für ne patiänt öppis gsuecht u grad passendi musig bi öich gfunge. letscht wuche han i der tescht bi zartbesaitet gmacht u weiss jetz sicher, dass i e hochprozäntigi (HSP) bi. allmählich wird mir, psychiatrieschwester hf, klar, weshalb mich psychotrauma, demenz, sht etc. so beschäftigt. ha jetzt chly muet übercho für beobachtige über zämenhäng ufzschribe :) vergälts Gott frau Schauwecker! M.S. aus N.

14.7.09 Hochsensibilität und ADS/ADSH/ADHS? Austausch gesucht!
Hallo zusammen! Ich heisse Dominik, 28 und nehme seit 5 Jahren "Ritalin" gegen mein ADHS (Aufmerksamkeitsdefizithypersyndrom). Gibt es hier auch Leute die unsicher sind betreff ihrer Diagnose oder gibt es ev. einen Zusammenhang zwischen HS & ADHS ?? Lieber Gruss *dominik* (siehe zudem die neue Rubrik "Austauschanzeigen".)

Abgekürzte Antwort von Marianne Sch.: Es kann sehr wohl ein Zusammenhang bestehen zwischen einer der Formen des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms und Hochsensibilität. Ich möchte aber - mangels genügend belegter Informationen - deswegen keine These aufstellen, sondern Dir folgendes anraten: Wenn Du wissen möchtest, ob Du auch hochsensibel bist, sieh Dich um in der Hochsensiblen-Literatur oder in entsprechenden Websites: wenn Du Dich angesprochen fühlst und "Aha-Erlebnisse" hast, dann sollte das für Dich ein sicherer Hinweis sein, dass Du wohl auch hochsensibel bist. Vielleicht hilft Dir dieses Wissen dann zusätzlich, Dein Leben entsprechend einzurichten.

Gerne veröffentliche ich Deine Zuschrift bei den Austauschanzeigen, würde Dir aber empfehlen, Deine Frage vielleicht auch in einem Hochsensiblen- oder ADS-Chat zu stellen, wahrscheinlich bekommst Du da mehr Reaktionen!

13.7.09 Befreiung
Herzlichen Dank! War gerade kurz vor dem Verzweifeln, was mit mir und meinen Kindern los ist. Habe nur kurz hineingelesen und musste schon heulen. Endlich durfte ich erkennen. Werde mich weiterhin mit dem Thema beschäftigen. Ganz liebe Grüße K.W aus S.

12.7.09 Ich bin eine HSP, ohne Zweifel. Ich wäre interessiert an einer geleiteten Gruppe, die praktische Hilfestellungen für HSP geben könnte. Vorstellen könnte ich mir Stille, Meditation, sensible Gespräche, Befindlichkeitsrunde usw. Bis jetzt war ich allein mit meiner Begabung und ihrer Schattenseite. Es wäre schön, auf mehr Verständnis zu stossen. Gibt es so was? Ich habe die Seiten mit Genuss gelesen. Vielen Dank. U.K. aus R.

Abgekürzte Antwort von Marianne Sch.: Leider gibt es beim Link für HSP-Gruppen noch keine grosse Auswahl. Oder finden Sie dort vielleicht eine Möglichkeit, welche nicht allzu weit von Ihnen entfernt wäre? Es besteht generell ein grosses Interesse an solchen Gruppen, doch die Angebote sind leider noch relativ rar.
Eine Möglichkeit ist, sich mit anderen Hochsensiblen zusammen zu tun und selber eine Initiative zu starten, doch weiss ich, dass dies nicht immer einfach ist (gerade wenn Sie eine geleitete Gruppe suchen). Vielleicht ergeben sich aber doch irgendwelche Möglichkeiten über diesen Weg?
Sie haben mich übrigens auf die Idee gebracht, auf der Selbsthilfegruppen-Seite auch noch einen Abschnitt "Gesucht" einzurichten.

14.6.09 Liebe Marianne, ich bin im Mai '09 durch einen Tageszeitungsartikel auf Elaine Arons Buch gestoßen, und seitdem tun sich mir Welten auf. Ich hätte niemals erwartet, daß es so eine umfassende und tiefgehende Erklärung für mein Gefühl des Andersseins geben würde. Seit ich deine Website entdeckt habe, fühle ich mich auch aufgehoben und geborgen im großen Netz der HSM. Plötzlich nehme ich auch im Alltag mehr diese feinen Schwingungen wahr (oder ich erlaube mir eher, darauf zu achten).
Gestern z.B. kam ich beim LIDL an der Kasse zum ersten Mal nicht ins Schwitzen beim Einpacken meiner Lebensmittel, weil der junge Mann die Waren genau im richtigen Tempo über den Scanner an der Kasse zog. Als ich ihn darauf ansprach, erwiderte er, daß er es einfach nicht schaffe, die Kunden durch zu schnelles 'Drüberziehen' zu stressen und so passt er sich jedem einzelnen in dessen Rhythmus an, obwohl er dadurch als weniger leistungsfähig gelte.
Über diesen jungen Mann und seine feinfühlige und mutige Art hab ich mich noch den ganzen Tag gefreut. (Auch wieder einer von uns, der der Welt etwas zu geben hat!!)

Wunderschön finde ich dein Lied "Uus em Schnäckehus". Immer wenn ich mutlos oder vom Alltag erdrückt umherschleiche, bringt es mich wieder in Schwung. Ich stelle dann den CD-Player auf 'repeat' und kann nicht genug davon bekommen. Es macht mich froh und leicht und gleichzeitig auch zielgerichtet handlungsfähig. Es schallt durchs ganze Haus, die Kinder singen oft mit und wir grinsen uns an: "Gackere im Hühnerdreck, ist gewiss kein Lebenszweck.... !!!!
Es ist nicht immer so leicht, aber es ist schön, wenn es so ist.
So, jetzt muss ich noch was 'richtiges' schaffe Für heute ganz liebe Grüße und vielen Dank für deine liebevolle, herzerwärmende homepage, Monika aus K.

16.5.09 .....heute habe ich im Gesundheitstipp wahrscheinlich DIE Erklärung für meine derzeit grossen Probleme gefunden. Ich habe diese Probleme zwar schon sehr lange, konnte sie aber nicht definieren und damit umgehen. Was empfehlen Sie mir... ich bin überwältigt... weiss nicht, in welche Richtung zu gehen... bin zu aufgewühlt. J.S.

Abgekürzte Antwort von Marianne Sch.: Was Sie so intensiv erleben zur Zeit, ist etwas sehr Wichtiges und eigentlich ja sehr Erlösendes, - die Erkenntnis über die eigene Hochsensibilität. Viele hochsensible Menschen erleben diesen Augenblick zwischen "Vorher" und "Nachher" als sehr aufwühlend und einschneidend. Vieles kann einem nun im Rückblick klar werden, und man realisiert, dass man einer - immerhin recht grossen Minderheit angehört, was die Wahrnehmung und das Nervensystem anbelangt - und dass dies durchaus auch Vorteile und positive Eigenschaften beinhalten kann.
Natürlich ist es aber so, dass man - nach Jahren des Unwissens über die eigene Hochsensibilität - auch sehr verstrickt sein kann in alte Probleme - und dass die blosse Erkenntnis nicht auch gleich sämtliche Probleme löst, - das ist klar.
Wichtig ist ganz sicher, dass Sie Zeit für sich nehmen, diese neue "Entdeckung" gründlich zu studieren und Ihr bisheriges Leben aus dieser Perspektive neu anschauen. Vielleicht verstehen Sie dann besser, was die Probleme verursacht hat.
Wichtig ist auch, dass Sie aus der neuen Perspektive versuchen, Ihr Leben zu gestalten, sorgfältig darauf schauen, was Ihnen gut tut und was nicht, - ein "Selbstmanagement" aufbauen, dass Ihrer Hochsensibilität angepasst ist. Das alles braucht Zeit, - alte Gewohnheiten sind oft hartnäckig.
Dies sind ein paar grundlegende Dinge, und ich hoffe, dass Sie auch für Ihre Probleme Lösungen und vielleicht auch Hilfe finden, - manchmal geht es nicht ohne Hilfe, z.B. beratende oder psychologische. Vielleicht finden Sie auf den Listen für TherapeutInnen oder BeraterInnen - oder auf der Liste für Kontaktpersonen auf meiner Website (Rubrik "Aktuell/Berichte/Hilfe") auch die Möglichkeit für eine Beratung in Ihrer Region - oder die Möglichkeit zum Austausch mit einem anderen hochsensiblen Menschen. Gerne können Sie mir auch wieder mailen, wenn Sie Fragen haben.

Freude über das erste Mail aus der französischen Schweiz
31.3.09 Ich war auf einer Reise, wo ich einer amerikaner jogalehrerin beschrieb, wie ich sensibel bin, zB. das Intermenschliche. Als sie mir Elaine Aron's website angab, mit einem HSP Test und die erforschten Themen über Highly sensitive persons las, war ich sehr erstaunt. SO lange war ich unter solchen Lebensbediengungen gewesen, und hatte keine Ahnung, dass ich z.B. meinem Instinkt folgen kann.
Nur später habe ich verstanden, wie mein ganzes Leben von diesen Themen so tief geprägt war. Dann habe ich kapiert, dass auch keine art therapie meine hohe sensibilität lindern würde... Dieses Erkenntnis hat mich erleichtert und sehe jetzt diese sensibilität wie eine Kraft, ein Geschenk, ein Licht.
Ich freue mich auf Ihre website und hoffe auf eine Brücke über dem Röstigraben. Im welschland ist anscheinend keiner bewusst, was da ablauft, mit diesen etwa 20% der hochsensiblen Menschen. Danke für Eure Mühe und bis bald, Anne J. aus G.

17.2.09 heute kann ich meist gut mit meiner sensibilität umgehen und sie sogar als freund und helfer akzeptieren, dass sie mir auch immer wieder intuitiver wegweiser ist. im moment einfach besten dank, dass dieses thema auch so angesprochen wird! wir sind so normal wie jeder mensch in seiner eigenart.... und doch ist es immer wieder eine innere, stille herausforderung in der mitte zu sein wenn rundum lautes, farbiges gewirr ist das die meisten nicht wahrnehmen..... ich habe den link www.hochsensibilitaet.ch an freunde weitergeleitet die selber so sind oder oft auch kinder haben die hochsensibel sind und es ist dann für beide seiten eine herausforderung damit im alltag zu leben.... J. von Z.

28.1.09 Ich wußte lange nicht, dass ich eine HSP bin, spürte nur immer wieder dass mit mir was nicht "stimmt". Nun kann ich mich einordnen und besser verstehen. Intensive therapeutische Arbeit hat mir sehr viel gebracht. Obwohl das Leben als HSP nicht ganz einfach ist. Aber diese Seite hat etwas ganz wunderbares an sich... ich bin nicht nur HSP, auch Künstlerin: www.soulskin.de. Herzlichst, Annah aus Sch.

19.1.09 Bin ich es oder nicht? Schon als kleines Kind haben mich gewisse Situationen scheinbar mehr berührt als andere Kinder in meinem Alter. Während der Pubertät habe ich erkannt, dass ich sehr rasch den Zugang zu anderen Menschen finde. Doch diese überforderten mich zum Teil damit, dass sie mir Dinge anvertrauten, mit denen ich nicht umzugehen wusste. Ich zog mich zurück und fing an mir selber an zu zweifeln. Während meines Studiums gings mir besser weil ich mich in einem geordneten "System" bewegen konnte, wo ich nicht zu engen Kontakt mit Menschen haben musste. Erst als ich vor zwei Jahren in die Berufswelt kam, wurde mir bewusst, dass ich mit den ganzen Stimmungen und Gemütschwankungen meiner Mitmenschen schlecht klar komme. Ich merke Leuten an wenn es ihnen schlecht geht und versuche zu helfen. Doch kann ich mich nicht abgrenzen. So gerate ich immer wieder in einen Teufelskreis. Ruhe finde ich im Moment nur noch in der Natur und bei Tieren. Eigentlich fühle ich mich beschämt hier so etwas zu schreiben. Ich bin auch nicht sicher, ob ich wirklich so sensibel bin. Aber mit fast allem was auf der Website steht kann ich mich identifizieren.. M. aus F.

Abgekürzte Antwort von Marianne Sch.: Danke für Ihre Zeilen, für die Sie sich überhaupt nicht schämen müssen. Hochsensibel zu sein (und das sind Sie wohl in hohem Grade) bringt sehr viele Schwierigkeiten mit sich, welche "normalsensible" Menschen oft nicht nachvollziehen können. Solche Teufelskreise, wie Sie sie beschreiben, führen zudem oft dazu, dass man aufhört, an sich zu glauben und sich selber zu schätzen als ein sensibles, begabtes Wesen, das der Welt viel zu geben hätte.
Setzen Sie alles daran, sich selber den nötigen Schutzraum und die nötige Ruhe zu verschaffen, - ohne zu vergleichen und sich dafür zu schämen. Wenn im Moment Natur und Tiere ihnen diese Ruhe geben können, dann kritisieren Sie sich nicht dafür, sondern nehmen Sie sich was Sie brauchen, wenn immer möglich. Es gibt nichts zu vergleichen, es gibt da kein Richtig oder Falsch.
Jeder Mensch muss seinen eigenen Weg finden, und der beginnt damit, dass man für sich einsteht und schaut, dass es einem möglichst gut geht. Mit Egoismus hat das überhaupt nichts zu tun. Erst wenn wir "bei uns sind" und adäquat für uns sorgen und uns nicht mehr überlasten, können wir auch wieder "geben" und uns den Mitmenschen zuwenden.
Hochsensible Menschen brauchen mehr Rückzug, mehr Abgrenzung und Ruhe, und gerade dafür zu sorgen, fällt ihnen auch schwer. Trotzdem müssen wir es lernen, - erst recht! Manchmal dauert das seine Zeit... Haben Sie Geduld.

14.1.09 Hoi mitenand. Ich bi grad am schaffe und lose Dis Lied vom Sächsilüte, ich gröhl luut use dihei :) Ich wott Dier eifach danke für die Siite und fang jetzt a schaffe. Riese Berge Müll ume :) Bi froh nach 29 Jahr mal zwüsse was los isch. Ganz es liebs Grüessli. T.B. aus S.

9.11.08 Ihre Seite gefällt mir sehr gut. Sie ist so klar und die Bilder sind wunderschön. Ich möchte nur ganz schnell ein paar eigene Wahrnehmungen mitteilen: Ich fühle mich oft wie eine offene Wunde... Zur Zeit arbeite ich nur an 3 Tagen in der Woche, aber das ist für mich so anstrengend, weil mir das Thema so fern ist, daß ich dann, am Sonntag, nicht fähig bin, etwas zu unternehmen, meistens kann ich mich dann endlich wieder zulassen (also aufmachen) und mir laufen dann den ganzen Vormittag die Tränen aus den Augen - sei es vor Rührung oder Liebe zu meinen Tieren, oder auch vor Traurigkeit wegen bestimmter Dinge - egal. Erst gegen Nachmittag kann ich dann ganz langsam (im wahrsten Sinne des Wortes) irgendeine Sache starten, meist einen schönen Hundespaziergang in einer Gegend, die mir vertraut ist und gefällt (natürlich gehe ich vorher schon mit meinem Hund, aber dann tut mir noch jede Zelle meines Körpers weh, wie geschlagen).
Natur ist für mich überlebenswichtig, jeden Tag mehrere Stunden. In meinem früheren Arbeitsverhältnis herrschten oft Spannungen, für mich fast unerträglich, so schlimm, daß mir die Tränen kamen, wenn ein spezieller Mitarbeiter mich am nächsten Tag wieder ganz normal mit MOIN begrüßte. Mir hilft es, wenn es mal wieder besonders schlimm ist, einen Kuchen zu backen wegen des Geruches - oder in Astrid Lindgren - Büchern zu lesen. Meist reicht schon ein kleiner Abschnitt, dann komme ich in eine meditative Stimmung von heiler Welt. Wenn es früher ganz schlimm war, bin ich in den Hundekorb gegangen. Wie können Sie mit jemandem leben? Ich kann das nicht. Nur mit Tieren. Aber nach außen wirke ich selbstbewußt und manchmal auch hart. Bin zur Zeit gerade mal wieder nicht so gut drauf. Selbst meine Mutter wußte nicht, wie ich war: sie sagte einmal : "wie kann man nur so ein dickes Fell haben" und dann : "dich muß man behandeln wie ein rohes Ei". Nun bin ich 52. Möchte so gerne etwas für mich Sinnvolles tun, nicht einfach so dahindümpeln. Aber ich habe über die Jahrzehnte gemerkt, daß ich mir so schwer etwas merken kann und mir einfach nichts zutraue. Würde gerne so vieles tun, aber habe an kaum etwas Freude - oder erlaube mir nicht, sie zu empfinden - oder habe keine Mittel, um meine Wünsche zu erfüllen. Sorge aber hoffentlich gut genug für meinen Hund, ein extrem schwieriges Tierheimtier, der bei mir gelernt hat, wieder Vertrauen in die Menschen und in die Welt zu haben. Das kann ich. Das weiß ich auch. Aber warum kann ich diese Möglichkeit bei mir nicht sehen???
Ich selbst habe mich immer ausgegrenzt gefühlt (auch in der Familie), wurde wie man heute so sagt, in der Schule furchtbar gemobbt , war jedoch immer bestrebt, es mir nicht anmerken zu lassen. Nur in der Natur und mit Tieren fand ich meinen Frieden. Für mich ist die Landschaft, der Ort, wo ich lebe, wichtiger als die Menschen dort.
Als (verletztes) Kind habe ich immer Bilder gemalt, immer die selben: ein DinA4-Blatt in vier Abschnitte unterteilt und dann habe ich mir vorgestellt, wie ich ein Pferd finde, daß angekettet, verwahrlost und völlig verhungert ist, nur noch so gerade am Leben, nicht in der Lage, allein zu stehen. In meiner Fantasie habe ich es dann gerettet und auf jedem der Bilder sah es blühender aus, bis es auf dem 4. Bild in voller Schönheit, gepflegt und ohne Ketten war. Vermutlich habe ich mir auf diese Weise selbst geholfen.
Denn ein Gedanke aus "Ein Kurs in Wundern" ist ja: Was man einem anderen gibt, gibt man in Wirklichkeit sich selbst. Dieses weiß ich auch aus anderen Büchern, ich übe es auch in meinem jetzigen täglichen Leben.
Was mir noch hilft und oft schon geholfen hat, sind die Bücher von Bärbel Mohr, weil sie viele umsetzbare Tipps liefert, außerdem hat sie auf ihrer Homepage eine Liste mit interessanten Büchern, durch die ich mich lese. Sehr helfen mir die Bücher von Neale Donald Walsch. Dadurch kann ich mich tatsächlich in eine höhere Schwingung katapultieren.
Nun habe ich viel über mich geschrieben, erwähnen möchte ich noch eben, daß auch die anderen Symptome natürlich bei mir auftreten. Sehe so gut wie nie fern, Radio nur wegen des Wetterberichtes, kaum eine Temperatur ist recht, bekomme sofort Schweißausbrüche wegen jeder Kleinigkeit, brauche nur an irgendwas zu denken. Das jedoch ist ja auch eine Verheißung: Dann muß ich eben an was Schönes denken!!! Daran arbeite ich.
Muß noch mehr über das Thema recherchieren, habe es erst kürzlich entdeckt und Ihre Seite erst heute. Danke. Bis denn, I. O. aus W.

21.7.08 Super Seite! Hallo Marianne! Deine Homepage finde ich gut und hilfreich. Auch in den Situationen im Blögli finde ich mich immer wieder! Mach bitte weiter mit dem Blögli, du schreibst super und so gut verständlich!
Ich habe in meinen Ferien das Buch "Erbsenprinzessin" von Renate Glöckner gelesen und für mich ist jetzt völlig klar, dass ich zu den Hochsensiblen gehöre. Ich habe auf viele Probleme in meinem Leben eine Antwort bekommen und fühle eine grosse Erleichterung.
Jetzt kann ich es angehen und lernen richtig mit meinen Gefühlen und Empfindungen umzugehen!
Ich habe meinen Kummer mit Essen kompensiert, was mir in den letzten Jahrzehnten stetigen Fettzuwachs bescherte, ohne zu wissen, wie ich dagegen vorgehen kann.
Ich spüre Erleichterung und glaube ich bin auf dem richtigen Weg!
Liebe Grüsse, E.B.

26.5.08 Hallo! Bin heute auf diese Seite gestossen und finde es gut, dass es mittlerweile auch eine CH-Site zu diesem Thema gibt. Herzlichen Dank fuer die Arbeit diesbezueglich. Ich habe vor gut einem Jahr "ganz zufaellig" das Buch von Elaine N Aron in einer Buchhandlung gesehen und gekauft. Die Erkenntnis, dass ich mit groesster Wahrscheinlichkeit hochsensibel bin, hat mich zuerst erschuettert, aber auch erleichtert, weil mir ihre Beschreibungen aus der Seele sprachen. Ich habe mich endlich einmal verstanden gefuehlt und nicht einfach krank und abnormal!... R.B.

8.5.08 Ich bin vorgestern zufällig über einen Link für Hochsensible gestolpert und fühle mich in so vielen Dingen wieder... Zur Zeit habe ich das Gefühl, ist mir ein normales Leben nicht mehr möglich, da ich nur noch am Denken und Fühlen bin. Ich habe so viele Fragen... A.T.

2.4.08 Was du im Blögli vom 27.3. zum Aufwachen schreibst, ist bei mir ähnlich, nur hab ich jeweils das Gefühl, ein Teil von mir sei noch nicht da, und der realistische Teil versucht mit Musik und Weiterdösen diesen abwesenden Teil zurückzuholen. Meistens gelingt das dann von selber, und nach ca. 20 Minuten bin ich zahnputz- und duschfähig. Wenn's nicht gelingt, dann oszilliere ich den ganzen Tag hin und her. Z.W. aus Z.

16.1.08 Mich würde es interessieren, was sich bei HSP wirklich geändert hat nach dem Erkennen der Hochsensibilität. Ich könnte das bei mir kurz so schildern: vorher war mein Lebensgefühl, dass ich immer hinter etwas herrenne und es nie erreiche, und ich wusste nicht einmal, was das war, dieses Gefühl von ständigem Gehetztsein. Da hat sich wirklich etwas geändert. Sogar meine Freunde merken es und finden, ich sei nicht mehr so nervös und aufgedreht. Mischa



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